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Erwerbsminderungsrenten durchschnittlich über 1.000 Euro

23.6.2022 – Von 2013 bis 2021 sind die durchschnittlichen Frührenten um die Hälfte auf 1.028 Euro brutto monatlich gestiegen. Das hat die Deutsche Rentenversicherung mitgeteilt. Als Ursache werden Reformen und allgemeine Rentenanpassungen genannt. Von den 7,8 Millionen Schwerbehinderten in Deutschland erhalten 1,8 Millionen eine Erwerbsminderungsrente.

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Die Bezieher von Erwerbsminderungsrenten erhielten im Jahr 2021 durchschnittlich 1.028 Euro brutto im Monat. Das hat die Deutsche Rentenversicherung Bund am Mittwoch mitgeteilt. Das sind 52 Prozent mehr als im Jahr 2013 (678 Euro). Als einen der Gründe für den Anstieg nennt der Rentenversicherer die jährlichen Rentenanpassungen.

Zudem seien die Zurechnungszeit seit 2014 mehrfach verlängert worden. „Dadurch werden Erwerbsgeminderte, die erstmals eine Rente bekommen, nun so gestellt, als hätten sie bis zum Erreichen des regulären Rentenalters mit ihrem bisherigen durchschnittlichen Einkommen weitergearbeitet, wird erläutert.“

Außerdem wirkten sich Einkommensminderungen in den letzten vier Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung nicht mehr rentenmindernd aus.

„Die bisherigen Reformen haben gewirkt“

„Die Zahlen machen deutlich, dass die bisherigen Reformen gewirkt haben“, kommentiert Uwe Hildebrandt, Vorsitzender der Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund. Als Grund für die Reformen nennt er, dass das Risiko der Altersarmut bei den Invalidenrentnern deutlich höher sei als bei anderen Rentnern.

Gemäß Beschluss des Deutschen Bundestages vom 3. Juni 2022 wird die Versorgung für Altfälle verbessert. Erwerbsgeminderte mit Rentenbeginn zwischen 2001 und 2018 erhalten ab Juli 2024 einen pauschalen Zuschlag zu ihren Bezügen (VersicherungsJournal Medienspiegel 24.3.2022).

Im vergangenen Jahr haben 165.800 Bürger erstmalig eine gesetzliche Invalidenrente erhalten. Sie betrug nach Abzug der Beiträge zur kranken- und zur Pflegeversicherung im Durchschnitt 917 Euro. Bei vollständiger Erwerbsminderung kamen die Versicherten auf 972 Euro, die Teilrente betrug 541 Euro (10.6.2022).

1,8 Millionen Erwerbsminderungsrentner und 7,8 Millionen Schwerbehinderte

Insgesamt erhalten rund 1,8 Millionen Versicherte eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Davon sind etwa ein Drittel unter 55 Jahre alt (12.8.2021).

Die Anzahl der Invaliden ist ein Vielfaches höher. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) von Mittwoch leben in Deutschland 7,8 Millionen schwerbehinderte Menschen. Das sind 9,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Männer und Frauen sind fast gleichermaßen betroffen.

„Als schwerbehindert gelten Personen, denen die Versorgungsämter einen Behinderungsgrad von mindestens 50 zuerkannt sowie einen gültigen Ausweis ausgehändigt haben“, erläutert die Behörde.

Dass mehrere Millionen dieser Invaliden keine Erwerbsminderungsrente erhalten, hat verschiedene Ursachen. Dazu kann gehören, dass Betroffene bereits eine Altersrente beziehen, die Wartezeiten nicht erfüllt haben, die strengen Anforderungen der Erwerbsminderung nicht erfüllen oder gar nicht rentenversichert sind.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Altersarmut · Erwerbsminderung · Pflegeversicherung · Rente · Senioren
 
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