19.2.2026 – 2024 haben sich die Durchschnittsprämien für eine Wohngebäudepolice bei so gut wie allen der 50 umsatzstärksten Akteure verteuert, in der Spitze um mehr als 260 Prozent (Rheinland). Nur beim HDI war ein Rückgang zu beobachten. Am meisten pro Vertrag nimmt aktuell mit über 1.700 Euro die Mannheimer ein. Auf den niedrigsten Wert kommt die Bayerische Landesbrand mit 134 Euro. Das zeigt der „Branchenmonitor 2025: Wohngebäudeversicherung“ der V.E.R.S. Leipzig.
Im Geschäftsjahr 2024 sind die Durchschnittsprämien der 50 umsatzstärksten Wohngebäudeversicherer um 13,4 Prozent auf 717,65 Euro gestiegen. Dies geht aus dem „Branchenmonitor 2025: Wohngebäudeversicherung“ hervor.
Die Studie wird jährlich von der V.E.R.S. Leipzig GmbH durchgeführt. Sie enthält Übersichten zu zahlreichen Kennzahlen der 50 größten Marktakteure in der verbundenen Wohngebäudeversicherung (VGV), die auf rund 95 Prozent Marktanteil kommen.
Nur bei einem der aufgelisteten Anbieter werden für 2024 niedrigere Werte aufgeführt als für 2023. Dies ist die HDI Versicherung AG, bei der es von 821,96 auf 749,48 Euro abwärts ging. Bei den Hannoveranern hatte die Kurve zwischen 2018 und 2023 besonders stark nach oben gezeigt (VersicherungsJournal 1.9.2025).
Zuletzt schrumpfte bei dem Unternehmen der Bestand um 2,2 Prozent (auf 224.100 Stück). Fast ein Dutzend Wettbewerber hatte noch größere Einbußen zu verzeichnen (13.1.2026). Beim Umsatz war der HDI nur einer von zwei Akteuren mit einer Verminderung (minus 10,8 Prozent auf 168 Millionen Euro) (28.1.2026).
Um nicht einmal drei Prozent stiegen die Durchschnittsprämien bei der Sparkassen-Versicherung Sachsen Allgemeine Versicherung AG (auf 674,20 Euro), nur um gut vier Prozent bei der Württembergischen Versicherung AG (auf 736,78 Euro).
Nur in etwa halb so stark wie im Schnitt der 50 Umsatzgrößen erhöhten sich die gebuchten Bruttobeitragsinnahmen bei der VHV Allgemeine Versicherung AG (auf 570,76 Euro).
Deutlich nach oben zeigt die Kurve auch bei der Hamburger Feuerkasse Versicherungs-AG (plus fast ein Drittel auf 1.114,14 Euro) und bei der Gothaer Allgemeine Versicherung AG (plus über ein Fünftel auf 897,80 Euro).
Um jeweils rund ein Fünftel nach oben ging es bei der Rheinland Versicherungs AG (auf 599,04 Euro) und der Rhion Versicherung AG (auf 380,98 Euro).
Bei der Hamburger Feuerkasse nahm der Umsatz um fast einem Drittel (auf 156 Millionen Euro) zu, während sich der Bestand um 2,4 Prozent (auf unter 140.100) verminderte.
Pro Vertrag nahmen die 50 Marktteilnehmer im Geschäftsjahr 2024 zwischen 1.715 Euro (Mannheimer Versicherung AG) und 134 Euro (Bayerische Landesbrandversicherung AG) ein.
Auf vierstellige Durchschnittsprämien kamen sechs weitere Anbieter. Zwischen 1.259 und 1.114 lagen dabei die Nürnberger Allgemeine Versicherungs-AG, die Signal Iduna Allgemeine Versicherung AG, die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, Direktion für Deutschland und die Hamburger Feuerkasse.
Vergleichsweise niedrige Werte wiesen neben der Bayerischen Landesbrand auch für die Interrisk Versicherungs-AG Vienna Insurance Group, die Huk24 AG, die Rhion und die Huk-Coburg Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg auf.

Der „Branchenmonitor 2025: Wohngebäudeversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die Daten werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2019 bis 2024). Die rund 80-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 892,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.
In der ursprünglichen Artikelversion wurde für die Itzehoer Versicherung/Brandgilde von 1691 VVaG aufgrund eines Zahlendrehers fälschlicherweise eine viel zu hohe Veränderungsrate von 70 Prozent angegeben. Tatsächlich erhöhten sich die Durchschnittsprämien nur von 500,81 auf 549,79 Euro. Das entspricht einer unterdurchschnittlichen Steigerungsrate von 9,8 Prozent. Text und Grafik wurden nachträglich entsprechend korrigiert.
In der ursprünglichen Version wurde auf die Veränderung des Eigenanteils im Portfolio der Rheinland Versicherungs AG und der Rhion Versicherung AG von 25 Prozent auf 75 Prozent hingewiesen. Darauf wies die Rheinland in Nachhinein hin: „Die Veränderung wurde in der Prozentdarstellung allerdings nicht beachtet. Nach der Korrektur liegt die Veränderung in der Prämie für die Rheinland bei +20,29 Prozent und für die Rhion bei +19,04 Prozent.“
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