Diese Verkehrsrechtsschutz-Tarife findet Finanztest „sehr gut“

18.12.2018 – Die Verkehrsrechtsschutz-Tarife von ADAC, Advocard, Allianz, Allrecht/ Deurag, LVM und WGV schneiden in allen untersuchten Lebenssituationen „sehr gut“ ab. Dies ist das Ergebnis eines Tests in der Zeitschrift Finanztest (Ausgabe 1/2019). Betrachtet wurden die Fälle Familie ohne/mit einem/mehreren Auto(s) sowie Alleinstehende mit und ohne Fahrzeug.

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„Eine Verkehrsrechtsschutz-Versicherung ist sinnvoll für alle, die am Straßenverkehr teilnehmen, also auch für Fußgänger und Radfahrer“, heißt es in der aktuellen Ausgabe 1/2019 der Zeitschrift Finanztest. Eine solche Police erspare zwar nicht den Ärger oder die Schmerzen nach einem Unfall, trage aber die Kosten des eventuell erforderlichen Rechtsstreits.

Unter dem Titel „Nicht nur für Autofahrer“ hat die Stiftung Warentest einen Test von insgesamt 130 Verkehrsrechtsschutz-Tarifen von 34 Rechtsschutz-Versicherern veröffentlicht. Getestet wurde in fünf Kategorien (Familie ohne/mit einem/mehreren Auto(s), Alleinstehende mit und ohne Fahrzeug).

Zusammensetzung der Gesamtnote

In die Gesamtnote flossen zu zehn Prozent die Verständlichkeit und zu 90 Prozent ausgewählte Leistungsmerkmale der Versicherungs-Bedingungen ein. Für das Qualitätsurteil wurden der Rechtsschutz für Schadenersatz, Vertrags- und Sachenrecht inklusive Mietwagenverträge, Steuer-, Sozialgerichts-, Verwaltungs- und Strafrecht, Opferrecht, Ordnungswidrigkeiten und Mediation berücksichtigt.

„Außerdem haben wir unter anderem die Höhe der Deckungssumme, den Verzicht auf Wartezeiten, den Umfang des weltweiten Schutzes sowie die Regelungen zur Definition des Versicherungsfalls bewertet“, wird in der Zeitschrift zur Methodik weiter ausgeführt. Welche Bedingungselemente genau und in welcher Gewichtung in das Qualitätsurteil eingeflossen sind, erfährt der Leser nicht.

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Familien mit einem Auto: neun „sehr gute“ Tarife

Die Höchstnote in allen Lebenssituationen erzielten die ADAC Versicherung AG, die Advocard Rechtsschutz-Versicherung AG, die Allianz Versicherungs-AG, die Allrecht/ Deurag, der LVM Landwirtschaftliche Versicherungsverein Münster a.G. und die WGV-Versicherung AG.

Bei Familien mit einem Fahrzeug wird die Rangliste angeführt von der Advocard („§ 23“) und dem LVM („§ 21 (3)“ sowie „§ 21 (3) + § 22“) mit jeweils der Note 1,2. Insgesamt wurden neun Tarife mit dem Qualitätsurteil „sehr gut“ bedacht. Dahinter folgen Allrecht/ Deurag („§ 21.1 (Pauschal)“) mit der Note 1,4.

Die Tarife „A 2.1.1“ (ADAC), „PrivatPlus“ (Allianz), „§ 21 (11) + XXL“ (Neue Rechtsschutz-Versicherungs-Gesellschaft AG – NRV) sowie „Einzelnes Fahrzeug“ (WGV-Versicherung AG, auch WGV-Himmelblau) erhielten jeweils die Note 1,5.

Deutliche Unterschiede in der Spitzengruppe

Allein bei diesen neun „sehr guten“ Produkten gibt es deutliche Unterschiede bei den Tarifmerkmalen sowie den bewerteten Bedingungsbausteinen. So bietet etwa nur die NRV eine weltweit unbegrenzte Deckungssumme. Bei LVM und WGV liegt das Limit bei 100.000 Euro, bei Allrecht/ Deurag bei 200.000 Euro. Beim ADAC beträgt es 300.000 Euro und bei Advocard und Allianz 500.000 Euro.

Bei den Produkten von Advocard und LVM besteht keine freie Wahl eines außergerichtlichen Sachverständigen. Zudem sehen die Tarife von Allianz und NRV keinen Verzicht auf den Selbstbehalt, wenn der Fall nach einer anwaltlichen Erstberatung erledigt ist.

Zehn Tarife mit „gut“

An zehn weitere Tarife in dieser Kategorie vergaben die Finanztester ein „gut“, 18 Produkte erhielten ein „befriedigend“ und zehn Angebote ein „ausreichend“. Dieselbe Notenverteilung gab es auch in den Modelfällen „Familien ohne Auto“ beziehungsweise mit mehreren Fahrzeugen.

In der Kategorie „Alleinstehend ohne Auto“ vergab die Stiftung Warentest genauso häufig das Qualitätsurteil „sehr gut“. Dafür wurden weniger Produkte mit „gut“ und „befriedigend“, aber mehr mit „ausreichend“ bewertet. In dem Modellfall „Alleinstehend mit einem Fahrzeug“ gab es hingegen am häufigsten ein „sehr gut“.

Notenverteilung (Bild: Wichert)

Wechsel lohnt selten

„Ein Wechsel der Police lohnt sich selten“, geben die Finanztester den Lesern als Tipp mit auf den Weg. Während bei vielen Versicherungen der Schutz im Laufe der letzten Jahre verbessert worden und die Preise gesenkt worden seien, sei dies beim Verkehrsrechtsschutz nicht so.

„Im Gegenteil: Alte Verträge sind oft sogar besser als neue. In der Regel umfassen ältere Verträge noch Rechtsstreitigkeiten, die die Versicherer in den vergangenen Jahren nach und nach ausgeschlossen haben“, wird im Heft 1/2019 weiter ausgeführt.

Anders sehe es hingegen aus, wenn sich die Lebensumstände des Versicherten veränderten. Dann sei es an der Zeit, den bestehenden Tarif anzupassen beziehungsweise den Vertrag zu wechseln.

Die komplette Testübersicht inklusive Tabellen kann in der Finanztest-Ausgabe 1/2019 nachgelesen werden. Diese ist im Zeitschriftenhandel oder kostenpflichtig im Internet erhältlich. Auch ein kostenpflichtiger Artikel-Einzelabruf ist möglich.

Schlagwörter zu diesem Artikel
AVB · Rechtsschutz · Schadenersatz
 
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