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Die Top-Sparziele der Deutschen in Corona-Zeiten

17.9.2020 – Die Deutschen betrachten zwar skeptisch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, schauen aber weiterhin optimistisch auf ihre eigenen Finanzen. Umschichtungen von Vermögen sind kaum geplant. Der wichtigste Grund zu sparen bleibt die Altersvorsorge. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Umfrage von Union Investment.

Die Corona-Pandemie hat kaum Auswirkungen auf das Sparverhalten der Deutschen. Das zeigt das neueste Anlegerbarometer der Union Investment Gruppe für das dritte Quartal 2020. Fast zwei Drittel der befragten Finanzentscheider in privaten Haushalten bleiben sich treu und erwägen keine Neustrukturierung ihrer Geldanlage.

Die Altersvorsorge ist das wichtigste Spar-Motiv

Das Top-Sparziel ist unverändert die Altersvorsorge (81 Prozent). Sie lag bereits im zweiten Quartal 2020 vorne, kletterte jetzt sogar über die 80-Prozentmarke. Bereits vor fünf Jahren wurde sie als wichtigstes Sparmotiv genannt.

Damit bestätigt die Studie die kürzlich veröffentlichte Sommerumfrage des Verbandes der Privaten Bausparkassen e.V. zum Sparverhalten der Bundesbürger. Kernaussage war auch hier, dass die Altersvorsorge weiterhin der wichtigste Impuls für Sparanstrengungen ist (VersicherungsJournal 7.7.2020).

Bei den Zahlen von Union Investment liegen zudem Rücklagen für Notfälle (79 Prozent) nach wie vor besonders im Fokus. Die neue Antwortoption „Ansparen einer größeren Geldsumme“ kam auf Anhieb auf 48 Prozent. Sie rangiert damit deutlich vor Kapitalanlagen (34 Prozent) und der Aussage „Nutzung von Chancen, die Kapitalmärkte bieten“ (21 Prozent).

Wichtigkeit von ausgewählten Aussagen zum eigenen Sparmotiv. Quelle: Anlegerbarometer von Forsa für Union Investment im August 2020; Anteil Top-2-Antworten auf 5-stufiger Wichtigkeitsskala (Bild: Union Investment)
Wichtigkeit von ausgewählten Aussagen zum eigenen Sparmotiv. Quelle: Anlegerbarometer von Forsa für Union Investment im August 2020; Anteil Top-2-Antworten auf 5-stufiger Wichtigkeitsskala (Bild: Union Investment)

Immobilien und Betriebsrenten bleiben die attraktivsten Geldanlagen

Bei den Anlageformen stehen erneut Immobilien (72 Prozent), Betriebsrenten (64 Prozent) und Gold (47 Prozent) auf der Beliebtheitsskala ganz oben. Es folgen Aktien (42 Prozent) und Investmentfonds (37 Prozent). Gering ist das Interesse an Sparbüchern (15 Prozent) und Zertifikaten (10 Prozent).

Gegenüber dem Vorjahresquartal konnten nur Kapital-Lebensversicherungen und das Sparbuch deutlich zulegen. Die Riesterrente und Zertifikate stagnieren. Alle anderen Anlageformen haben an Attraktivität eingebüßt.

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2020 waren im dritten Quartal Immobilien, Fest- beziehungsweise Termingeld, Riesterrente, festverzinsliche Wertpapiere, Kapital-Lebensversicherungen, Zertifikate, Bausparverträge und Betriebsrenten im positiven Trend. Aktuelle Verlierer sind Tagesgeld, Gold, Aktien und Investmentfonds.

Attraktivität von Geldanlagen. Quelle: Anlegerbarometer von Forsa für Union Investment im August 2020; Anteil Top-2-Antworten auf 5-stufiger Attraktivitätsskala. (Bild: Union Investment)
Attraktivität von Geldanlagen. Quelle: Anlegerbarometer von Forsa für Union Investment im August 2020; Anteil Top-2-Antworten auf 5-stufiger Attraktivitätsskala. (Bild: Union Investment)

Die meisten Befragten erwarten keine finanziellen Veränderungen

Die Befragten blicken trotz Corona mehrheitlich gelassen in die Zukunft. 69 Prozent gehen davon aus, dass sich bei den eigenen Finanzen in den nächsten sechs Monaten nichts ändern wird. Im Vorquartal waren es 72 Prozent. Die Zahl der Optimisten klettert um sieben Prozentpunkte auf 19 Prozent. Die Pessimisten sind auf dem Rückzug, ihr Anteil sank von 16 auf 12 Prozent.

Die gesamtwirtschaftliche Situation für Deutschland wird dagegen skeptischer betrachtet. Nur noch 25 Prozent der Befragten glauben an gleichbleibende Verhältnisse (Vorquartal 49 Prozent). Die Anzahl derer, die mit einer Verschlechterung rechnen, stieg von 40 auf 62 Prozent. Optimistisch schauen 13 Prozent (Vorquartal acht Prozent) ins nächste halbe Jahr.

Die deutschen Sparerinnen und Sparer haben Ruhe bewahrt.

Giovanni Gay, Union Investment

„Die deutschen Sparerinnen und Sparer haben in der Corona-Zeit Ruhe bewahrt. Dies ist in den ersten Monaten der Pandemie so gewesen und hat sich nun bis in den Herbst in gleicher Weise fortgesetzt“, bewertet Giovanni Gay, Geschäftsführer der Union Investment Privatfonds GmbH, die Zahlen.

Seit 2001 ermittelt die Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH im Auftrag von Union Investment quartalsweise das Anlegerverhalten. Befragt werden 500 repräsentativ ausgewählte Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die mindestens eine Geldanlage besitzen. Für das dritte Quartal 2020 wurden die Daten vom 3. bis 11. August 2020 erhoben.

Leserbriefe zum Artikel:

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