Die besten Riester-Renten

12.9.2019 – Im aktuellen Riester-Rating des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung in den fünf Kategorien (Klassik, Klassik Plus, fondsgebunden mit Garantie, Index und Comfort) erhielten zwölf Produkte die Bestnote „exzellent“. Fünf Mal gehört die Allianz zur Spitzengruppe, drei Mal die Axa, zwei Mal die Stuttgarter und jeweils einmal die Alte Leipziger und die Württembergische. Untersucht wurden 40 Tarife von 33 Anbietern.

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Bereits zum elften Mal hat die Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH (IVFP) Riester-Renten unter die Lupe genommen. Dazu hat das Institut aktuell 40 (Vorjahr: 45) Tarife von wiederum 33 Anbietern in den Bereichen Unternehmenssicherheit (35 Prozent Gewichtung), Rendite (30 Prozent), Flexibilität (25 Prozent) sowie Transparenz und Service (zehn Prozent) untersucht.

Im vergangenen Jahr (VersicherungsJournal 22.6.2018) hatte sich die Zahl der betrachteten Tarife nicht verändert. Im Jahr davor war sie aus verschiedenen Gründen um weit über ein Drittel zurückgegangen (13.10.2017). Die oben genannten vier Bewertungsbereiche sind in bis zu 80 Einzelkriterien unterteilt.

Bewertung in fünf Kategorien

Das IVFP hat die Produkte getrennt gewertet nach den Kategorien Klassik, Klassik Plus, fondsgebunden mit Garantie, Comfort und Index. In die Kategorie „Index“ fallen laut IVFP-Definition solche Tarife, bei denen die Anlage der Beiträge ausschließlich im Sicherungsvermögen oder im sicherheitsorientierten Sondervermögen stattfindet.

Weitere Charakteristika: „Die künftigen Überschüsse kann der Kunde dazu verwenden, an einem (Aktien-) Index zu partizipieren. Die jährlichen Gewinnmöglichkeiten werden meist durch einen Cap und/oder durch Partizipationsquoten beschränkt. Der Versicherer gewährleistet außerdem ein gewisses Garantieniveau (meist Bruttobeitragsgarantie)“, heißt es in den Rating-Informationen.

Den Comfort-Tarifen liegen ein oder mehrere Anlagekonzepte zugrunde, deren komplettes Management vom Versicherer übernommen wird. „Diese Produkte eignen sich für diejenigen, die zwar eine fondsgebundene Versicherung möchten, gleichzeitig aber über geringe Erfahrung auf dem Finanzmarkt verfügen beziehungsweise sich nach Vertragsabschluss (bis zur Rente) nicht mehr um ihren Vertrag ‚kümmern‘ möchten“, so das IVFP.

Als Basis der Untersuchung werden öffentlich zugänglich Daten genannt. Einzelheiten dazu hat das Institut in seinen Informationen zum Ratingverfahren Riester 2019 (PDF, 236 KB) veröffentlicht.

Keine konkreten Noten mehr

Für die betrachteten Produkte werden, anders als früher üblich, keine konkreten, auf Zehntelpunkte heruntergebrochene Noten mehr vergeben. Stattdessen teilt das Institut die Angebote in die Bewertungsklassen „exzellent“, „sehr gut“ und „gut“ ein (28.6.2019).

Innerhalb der Klassen nimmt das IVFP eine alphabetische Sortierung vor. Insofern kann an dieser Stelle nicht mehr berichtet werden, welcher „exzellente“ Tarif insgesamt und in den Teilbereichen am besten beurteilt wird. Tabellarisch aufgeführt werden nur die mindestens „sehr guten“ Tarife.

Die besten klassischen Tarife

Insgesamt erhielt über alle Kategorien hinweg ein Dutzend Produkte die Höchstnote „exzellent“. Im klassischen Bereich vergab das Institut jeweils ein „sehr gut“ an die R+V Lebensversicherung AG („R+V-RiesterRente“), die Targo Lebensversicherung AG („Reform-Rente Sicherheit“), die Hannoversche Lebensversicherung AG („Riester-Rente“) sowie die Huk24 AG („Riester-Rente“).

Klassik-Tarife (Bild: IVFP)
Die besten Klassik-Tarife. Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: IVFP)

Ein „exzellent“ gab es für das Klassik-Plus-Produkt „Allianz RiesterRente Perspektive“ der Allianz Lebensversicherungs-AG. Dahinter folgen mit jeweils „sehr gut“ die Hansemerkur Lebensversicherung AG („Riester Care“) sowie die Neue Leben Lebensversicherung AG („Aktivplan Riester Klassik“).

Die besten Index- und fondsgebundenen Tarife

In der Kategorie „Index“ finden sich neben der Allianz mit ihren Tarifen „Allianz RiesterRente IndexSelect“ und „Allianz RiesterRente IndexSelect Plus“ auch die Axa Lebensversicherung AG („Relax RiesterRente Classic“) sowie die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. („RiesterRente index-safe“) in der „exzellenten“ Spitzengruppe wieder.

Klassik plus und Index (Bild: IVFP)
Die besten Tarife in der Kategorien Klassik Plus und Index. Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: IVFP)

Bei den fondsgebundenen Produkten mit Garantien befanden die Analysten gleich sechs Tarife für „exzellent“. Hierzu gehören „Allianz RiesterRente InvestFlex“, „ALfonds-Riester“ (Alte Leipziger Lebensversicherung a.G.), „Relax RiesterRente Comfort“ und „Relax RiesterRente Chance“ der Axa, „RiesterRente performance-safe“ (Stuttgarter) sowie „Genius RiesterRente Plus“ (Württembergische Lebensversicherung AG).

Fondsgebundene Tarife (Bild: IVFP)
Die besten Tarife in der Kategorie fondsgebunden mit Garantie. Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: IVFP)

Bei den Comfort-Tarifen lautete die Reihenfolge Allianz („Allianz RiesterRente KomfortDynamik“ – „exzellent“) vor Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG („VarioInvest FörderRente“ – „sehr gut“). Eine Übersicht über die besten Tarife inklusive der Teilnoten in den vier Untersuchungsbereichen ist unter diesem Link zu finden.

IVFP: „Riester-Rente lohnt sich weiterhin“

Im Rahmen der Veröffentlichung des aktuellen Riester-Ratings stellte das Institut erneut heraus, dass sich diese Form der staatlich geförderten Vorsorge auch weiterhin lohnt. Laut IVFP-Geschäftsführer Professor Michael Hauer „ist die Riester-Rente für alle Menschen sinnvoll, die für ihr Alter vorsorgen möchten – und das mit Unterstützung des Staates“.

Zur Untermauerung dieser Aussage greift Hauer auf eine im Juli veröffentlichte Untersuchung seines Hauses zurück. Demnach erreicht die Riester-Rente „alle Bevölkerungsgruppen, insbesondere auch niedrige und mittlere Einkommensgruppen […] – Frauen sogar überproportional“.

Aus der anonymisierten Auswertung von rund 23.500 Verträgen errechnet das IVFP jährlich den Riester-Rendite-Index. Dieser ergibt für das Jahr 2018 eine Rendite von 3,4 Prozent nach Kosten und Steuern.

Außerdem errechneten die Forscher, dass die Netto-Rentenleistung nach Steuern die Netto-Einzahlungen im Alter von 78 Jahren übersteigt. Im Kollektiv der untersuchten Verträge erreichen die Riester-Rentenempfänger nach etwa 14 Jahren die Gewinnzone. Aufgrund einer unterstellten Lebenserwartung von 86 Jahren folgen nach Angaben des IVFP dann durchschnittlich acht weitere Jahre Rentenbezug (4.7.2019).

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Lebenserwartung · Lebensversicherung · Rating · Rente · Riester · Steuern
 
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