Die besten Indexpolicen und „Moderne Klassik“

20.5.2019 – In einem aktuellen Vergleich der Zeitschrift Euro werden Tarife der Lebensversicherer Allianz, Alte Leipziger, Continentale, LV 1871, Neue Leben, Nürnberger, R+V, Stuttgarter und Volkswohl Bund mit „sehr gut“ bewertet.

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In der ab Mittwoch erhältlichen Ausgabe 6/2019 der Zeitschrift Euro erscheint ein Vergleich von Rentenversicherungen in den Varianten Indexpolicen und „Moderne Klassik“. Er basiert auf Daten des Analysehauses Morgen & Morgen GmbH.

Bewertet wurden in beiden Kategorien die Angebote der betrieblichen Altersversorgung (Direktversicherung) sowie ungeförderte Rentenversicherungen. Zusätzlichen wurden Riester- und Rürup-Renten der „modernen Klassik“ untersucht. Mit den 17 teilnehmenden Versicherern sei fast der gesamte Markt erfasst, wird erläutert.

Musterkunde zahlt 100 Euro

Den Vergleich hat die Redaktion am Beispiel eines Musterkunden vorgenommen, der eine Police mit 100 Euro Monatsbeitrag beziehungsweise 20.000 Euro Einmalbeitrag abschließt. Gerechnet wurde mit Aufschubzeiten von zwölf und 30 Jahren und einem Rentenbeginn im Alter von 62 und alternativ 67 Jahren.

Bewertet wurden

  • Kundenfreundlichkeit (40 Prozent Anteil am Gesamtergebnis),
  • Performance (50 Prozent) und
  • Index-Transparenz (zehn Prozent).

Zur Kundenfreundlichkeit zählt die Zeitschriften-Redaktion die Rechnungsgrundlagen für Zuzahlungen und planmäßige Beitragserhöhungen (Dynamik), den garantierten Rentenfaktor, das Recht auf Wiederinkraftsetzung nach Beitragsfreistellung, die Todesfallleistung im Rentenbezug, Mehrleistung bei Pflegebedürftigkeit und die Skalierbarkeit der Indexbeteiligung.

Die Leistungsaussagen der untersuchten Tarife zu den genannten Kriterien wurden in Punkte umgerechnet und im Heft in Tabellenform dargestellt. Das genaue Bewertungsschema wurde nicht veröffentlicht.

Performance vor und nach Rentenbeginn

In der Performancewertung wurden Aufschubzeit und Rentenphase betrachtet. Dabei wurden Gesamtkostenquote, Beitragsgarantie und die möglichen Kapitalabfindungen nach 30 Jahren Laufzeit gemäß Beispielrechnungen sowie die deklarierte laufende Verzinsung und das mögliche Kapital nach zwölf Jahren bei unterschiedlichen Renditen verglichen.

Für die Rentenphase wurden mögliche Rentensteigerungen und die garantierten Rentenfaktoren auf das Garantiekapital und das Gesamtkapital bewertet.

Für die Transparenzwertung war entscheidend, ob die Zusammensetzung und Gewichtung der Indizes jederzeit anhand neutraler Quellen nachvollziehbar ist. Ihre Eignung für die Altersvorsorge aus Kundensicht spielte dagegen keine Rolle.

Die besten Privatrenten

In der Wertung der Indexpolicen der dritten Schicht gegen laufenden Beitrag erreichten von 16 Anbietern drei die Höchstnote „sehr gut“:

Gegen Einmalbeitrag sind zwei Versicherer „sehr gut“:

Je ein bis drei Sieger bei Direktversicherung, Riester und Rürup

Bei den Direktversicherungen wurden zwölf Tarife benotet, davon zwei mit „sehr gut“:

Bei den Riester-Renten erreichten von acht gewerteten Gesellschaften ebenfalls zwei die Höchstnote:

  • Stuttgarter, „RiesterRente index-safe“ und
  • Allianz, „RiesterRente IndexSelect“ und „PrivatRente IndexSelect Plus“.

Drei Spitzenreiter brachte der Vergleich von zwölf Rürup-Policen gegen laufenden Beitrag hervor:

  • Allianz, Tarif „BasisRente IndexSelect“ und „BasisRente IndexSelect Plus“,
  • Stuttgarter, „BasisRente Index-safe“ sowie
  • Nürnberger, „DAX-BasisRente“ und

In der Variante gegen Einmalbetrag hat nach Meinung der Euro-Redaktion von neun Anbietern nur der Volkswohl Bund mit seiner „Klassik modern“ ein „sehr gut“ verdient.

Etliche „Moderne Klassik“-Policen erhalten Höchstnote

In der Wertung „Moderne Klassik“ sind 19 Gesellschaften mit Privatrenten gegen laufenden Beitrag bewertet worden. Die Höchstnote erhielten (auch als Direktversicherung):

Der gleiche Fall gegen Eimalbeitrag brachte weitere „sehr gute“ Tarife hervor:

Rechnung mit Unbekannten

Die Vergleichbarkeit der Indextarife leide darunter, dass nur etwa die Hälfte der Anbieter transparente Börsenbarometer verwendeten, die anderen griffen zu selbst gebauten Produkten. So hätten Informationen gefehlt, um „die künftigen oder historischen Wertentwicklungen der Indizes kalkulieren“ zu können.

Als weiteres Phänomen, das Berechnungen unmöglich mache, wird genannt: „Viele Versicherer legen jedes Jahr neu fest, in welchem Umfang sie mögliche Gewinne der Kunden limitieren. Daher sind Vorausberechnungen der Limits reine Spekulation, und für Rückberechnungen fehlen angesichts der kurzen Historie vieler Indexpolicen schlicht die Daten.“

Optimistische Prognose

Dennoch ist die Redaktion überzeugt, dass bei den neuen Garantiepolicen ein Mehrertrag zu erwarten sei. Das zeige sich anhand von Prognoserechnungen auf der Basis von 10.000 Kapitalmarktszenarien, die Morgen & Morgen bei den Policen der R+V durchgespielt habe:

„Bei zwölf Jahren Laufzeit bringen traditionelle Verträge pro eingezahltem Euro, inklusive Kosten, derzeit eine durchschnittliche Rendite von 0,8 Prozent. Bei der Modernen Klassik sind es 1,8 Prozent und bei Indexpolicen 2,5 Prozent. Bei 30 Jahren Laufzeit beträgt der Wert bei traditionellen Verträgen 2,8 Prozent, bei der Modernen Klassik 3,0 Prozent und bei Indexpolicen 4,1 Prozent.“

Dabei unterscheiden sich die Ergebnisse der einzelnen Versicherer um teilweise mehr als 100 Prozent. Dem entsprechend reichen die vergebenen Schulnoten von „sehr gut“ bis „mangelhaft“.

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