Die beste Assistance bei Unfallversicherungen für Senioren

24.1.2019 – Aus einem in der Zeitschrift Finanztest veröffentlichten Vergleich in Sachen Assistance für Senioren gehen 17 Tarife von 13 Unfallversicherern als „empfehlenswert“ hervor. Darunter stechen die Allianz, die Basler, die Ergo, die Interrisk und die WGV mit den meisten Erweiterungen hervor. Die WGV, die Huk24 und die Huk-Coburg werden als „empfehlenswert und günstig“ genannt.

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Die Stiftung Warentest hat in ihrer Zeitschrift Finanztest 2/2019 die Hilfeleistungen verglichen, welche als Ergänzung zum Unfallschutz angeboten werden.

In dem Artikel Unfallversicherung für Senioren: Das bieten Assistance-Tarife werden die Leistungen von 57 Tarifen von 36 Anbietern verglichen. Darunter sind 34 Versicherer und zwei Assekuradeure. Die Assistance-Leistungen sind teilweise separat erhältlich, aber überwiegend in Verbindung mit der Unfalldeckung.

Empfehlenswert nur mit Kostenübernahme

Als „empfehlenswert“ stufen die Warentester jene Tarife ein, die Hilfsleistungen nicht nur organisieren, sondern auch bezahlen. Die Leistungsdauer sollte mindestens sechs Monate betragen.

Zudem sollten die Hilfen nicht die Empfehlungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) unterschreiten und diese wesentlichen Leistungen umfassen:

  • Menüservice: täglich ein Menü.
  • Einkäufe und notwendige Besorgungen: einmal wöchentlich zwei Stunden (ohne Kostenübernahme für die Einkäufe).
  • Begleitung bei Arzt-, Therapie- und Behördengängen: einmal wöchentlich Begleitung, die über den Fahrdienst hinausgeht, in einem Umkreis von mindestens 25 Kilometer vom Aufenthaltsort des Versicherten aus.
  • Reinigung der Wohnung: einmal wöchentlich zwei Stunden.
  • Wäscheservice: einmal wöchentlich zwei Stunden Waschen, Trocknen und Bügeln.
  • Hausnotrufdienst: Erreichbarkeit 24 Stunden pro Tag.
  • Pflegeleistungen: täglich mindestens 45 Minuten Grundpflege entsprechend Pflegegrad II der gesetzlichen Pflegeversicherung. Die Leistung wird für den Versicherten erbracht sowie für pflegebedürftige Partner oder Verwandte ersten Grades, sofern der Versicherte diese gepflegt hat und dies unfallbedingt nicht mehr kann.
  • Beratung, Vermittlung und Organisation von Hilfen ohne Kostenübernahme wie Unterbringung von Haustieren, Beratung bei Umbau der Wohnung oder des Autos, Gartenpflege.
  • Beratung zur gesetzlichen Pflegeversicherung, teilweise Hilfe bei der Auswahl und Anschaffung von notwendigen Hilfsmitteln.
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17 Testsieger

Diese Kriterien haben 17 Tarife von 13 Versicherern erfüllt und gehen damit als „empfehlenswerte“ Testsieger aus dem Vergleich hervor:

Manche Anbieter erweitern den Schutz auf Hilfsbedürftigkeit aufgrund eines Oberschenkelhalsbruchs nicht nur bei Unfall als Folge von Bewusstseinsstörungen durch Herzinfarkt, Schlaganfalls, Diabetes (Zuckerschock) oder durch Medikamente bedingt.

Von den empfehlenswerten Tarifen erfüllen jene der Allianz, der Basler, der Ergo, der Interrisk und der WGV alle fünf Erweiterungen. Diese fünf Anbieter leisten auch für medizinisch notwendige Beaufsichtigung durch Tag- und Nachwachen nach Klinikaufenthalten oder ambulanten Operationen. Basler und Interrisk bezahlen darüber hinaus auch die Betreuung von Haustieren.

Nicht alles wurde untersucht

Inwieweit sich die verglichenen Assistance-Bausteine im Detail unterscheiden, ist aus der Zeitschrift nicht ersichtlich. Auch die Invaliditäts- und sonstigen Leistungen wurden nicht untersucht.

Auch welche eventuellen Mindesteintrittsalter gelten, lässt der Artikel offen. Angegeben sind dagegen die Höchsteintrittsalter, sie liegen zwischen 69 und 99 Jahren oder sind nicht begrenzt.

Bei zwei Anbietern ist das Höchst-Versicherungsalter (80 Jahre) angegeben. Wann die übrigen Tarife jeweils altersbedingt gekündigt werden beziehungsweise, ob ausdrücklich auf das Kündigungsrecht verzichtet wird, ist der Übersicht nicht zu entnehmen.

Preise nicht vergleichbar

Angegeben wurden die Jahresbeiträge einschließlich Versicherungsteuer für Jahresverträge mit Eintrittsalter 65 und 75 Jahre. Von den jüngeren Kunden werden zwischen 24 und 289 Euro verlangt. Die 75-jährigen Einsteiger zahlen ab 43 Euro bis ebenfalls 289 Euro; manche Gesellschaften haben jedoch für diese Altersgruppe keine Preise angegeben.

Finanztest 2/2019 (Bild: Stiftung Warentest)

Die Prämien sind bei den Solo-Policen allein für die Assistance-Leistungen zu zahlen. Bei den Kombinationsprodukten haben die Tester mit dem kleinstmöglichen Unfallschutz gerechnet. Wie umfangreich der jeweils ist, wurde nicht angegeben. Vergleichbar sind die Angaben daher nur eingeschränkt.

Das raten die Tester

Zum Sinn der Hilfeleistungen schreibt die Stiftung Warentest: „Wären Sie nach einem Unfall mit der Organisation des Alltags überfordert, weil sich keiner um Sie kümmern kann? Dann kann eine Absicherung mit Assistance-Leistungen bei einem Unfallversicherer sinnvoll sein.“

Wer bereits eine Unfallpolice habe, solle dort nach Assistance-Angeboten fragen. Neukunden werden die Tarife der WGV, der Huk24 und der Huk-Coburg als „empfehlenswert und günstig“ genannt.

Die Zeitschrift Finanztest 2/2019 ist für 5,70 Euro im Zeitschriftenhandel erwerbbar. Das Heft ist auch als E-Paper für 4,99 Euro online erhältlich. Der einzelne Artikel kostet drei Euro.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Assistance · Invalidität · Pflegeversicherung · Sachversicherung · Senioren · Versicherungsteuer
 
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