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Die beitragsstabilsten Unisex-Vollversicherungen

6.7.2018 – Ihre neuen Vollkostentarife haben die Krankenversicherer Central und DEVK in den letzten fünf Jahren am geringsten verteuert. Das zeigt das „M&M Rating PKV Beitragsstabilität“. Insgesamt gut ein Drittel der 879 analysierten Tarifkombinationen kam auf durchschnittliche Beitragsanpassung unter einem Prozent bei geringer Schwankungsbreite. Marktweit betrug die durchschnittliche Erhöhung pro Jahr 1,44 Prozent.

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Zuletzt im Jahr 2012 hat die Morgen & Morgen GmbH die Beitragsstabilität der Krankenvollversicherung über zehn Jahre mit einem Rating bewertet. Testsieger war damals die DEVK Krankenversicherungs-AG (VersicherungsJournal 25.5.2012).

Mit dem Wechsel auf die Unisex-Tarife Ende 2012 wurde die Beitragshistorie unterbrochen. Ein Jahr später hatte das Analysehaus ermittelt, dass die neue Tarifgeneration recht treffsicher berechnet worden war (VersicherungsJournal 14.1.2014).

Anfang 2015 stellten die Analysten fest, dass zum Jahreswechsel die Neugeschäftsbeiträge um durchschnittlich 0,4 Prozent gestiegen und nur bei einem Viertel der Tarife überhaupt Anpassungen notwendig waren (VersicherungsJournal 9.3.2015).

Wieder Vergleich über mehrere Jahre

Nun konnte Morgen & Morgen wieder eine Zeitreihe auswerten, jetzt erstmals für die Unisex-Tarife über fünf Jahre. Untersucht wurden 879 Tarifkombinationen in der Vollversicherung für alle Berufsgruppen, auch Ärzte und Zahnmediziner, von 29 privaten Krankenversicherern.

Für diese lagen die Neugeschäftsbeiträge der Jahre 2013 bis 2018 für die Eintrittsalter von 21 und 50 vor. Die Süddeutsche Krankenversicherung a.G. ist nicht dabei.

Die Untersuchung ergab, dass die Beiträge durchschnittlich um 1,44 Prozent pro Jahr erhöht wurden. Peter Schneider, Geschäftsführer von Morgen & Morgen, überrascht das „kaum, da alle Tarife vor circa sechs Jahren komplett neu kalkuliert wurden. In den ersten Jahren fielen die Beitragsanpassungen folglich gering aus“.

Dagegen habe das Anpassungsniveau 2012 noch bei durchschnittlich knapp fünf Prozent gelegen. Moderate Beitragsanpassungen seien nicht unüblich, da sich die Medizin stetig weiterentwickele und auch die steigende Lebenserwartung höhere Gesundheitskosten verursache.

Indikator für die Tarifentscheidung

Für das „M&M Rating PKV Beitragsstabilität“ wurde jede auswertbare Tarifkombination gesondert beurteilt, um „die für den Kunden wichtige Frage nach der Höhe der Beitragsanpassungen“ zu beantworten.

„Aus der Vergangenheit lässt sich nicht ohne weiteres in die Zukunft extrapolieren, dennoch liegt ein relevanter Indikator für die Entscheidung für oder gegen einen Tarif vor“, erläutert Schneider.

Wie das Rating berechnet wurde, haben die Analysten in ihrer Rating-Dokumentation (PDF, 156 KB) dargelegt.

Vergleich der Effektivbeiträge

Erfasst wurden alle Betragsanpassungen in den Tarifen für alle Eintrittsalter von 21 bis 50 Jahren. Dabei hätten sich je nach Alter signifikante Unterschiede gezeigt, hat Morgen & Morgen festgestellt.

Berücksichtigt wurden neben der Entwicklung der Prämien auch die Veränderungen bei den Selbstbehalten. Sofern vorhanden, wurden die auf die Beiträge aufgeschlagen und die so ermittelten Effektivbeiträge herangezogen.

Berechnet wurden schließlich pro Tarif und den fünf durchschnittlichen Anpassungen der Effektivbeiträge der 30 Eintrittsalter der Mittelwert und die Standardabweichung.

Eine gute Beitragsstabilität ergibt sich, wenn die durchschnittliche Beitragssteigerung gering ist und die Streuung der Steigerungen ebenfalls gering ist.

Morgen & Morgen

Positiv sind geringe Steigerungen bei kleiner Streuung

Zur Bewertung schreiben die Analysten: „Eine gute Beitragsstabilität ergibt sich, wenn die durchschnittliche Beitragssteigerung gering ist und die Streuung der Steigerungen ebenfalls gering ist. Es ist also besser, ein Tarif steigert sich jedes Jahr im Schnitt um beispielweise fünf Prozent, als einmal um neun Prozent und einmal um ein Prozent, da im ersten Fall die Standardabweichung geringer ist, die Gleichmäßigkeit der Anpassung also höher ist.“

Prämiensenkungen wirken sich bei der Berechnung der Standardabweichung negativ aus.

Morgen & Morgen weist ausdrücklich darauf hin, dass die Aussagekraft des Ratings für Bestandskunden begrenzt ist. Bei denen hingen die Anpassungen auch von den bisherigen Alterungsrückstellungen ab und davon, ob die Prämienerhöhungen durch Entnahmen aus den Rückstellungen für Beitragserstattungen (RfB) abgemildert würden. Daher sei die RfB-Quote eine in diesem Zusammenhang interessante Größe.

Gut ein Drittel der Tarife erhielt die Höchstnote

An 318 (36 Prozent) der 879 analysierten Tarifkombinationen hat Morgen & Morgen die beste Bewertung vergeben. Um die fünf Sterne zu erhalten, durften die durchschnittlichen Erhöhungen höchstens ein Prozent betragen und die Standardabweichung musste unter einem Prozent liegen.

M&M Rating PKV Beitragsstabilität – Wertungsschema

Ergebnis in Sternen

Wertung

Relative Beitragssteigerung

Anzahl Tarife

Mittelwert

Standardabweichung

*****

Ausgezeichnet

<= 1%

< 3%

318

****

Sehr gut

<= 2%

< 4%

282

***

Durchschnittlich

<=3%

217

**

Schwach

<=4%

39

*

Sehr schwach

<=5%

25

Die Liste mit allen bewerteten Tarifkombinationen bietet das Analysehaus zum Herunterladen an (PDF, 169 KB).

Die stabilsten Versicherer

Für das VersicherungsJournal hat Morgen & Morgen zudem die Ergebnisse auf Unternehmensebene zusammengefasst. Diese Tabelle listet die Spanne der Ratingergebnisse auf, die die Tarifkombinationen eines Anbieters erreichen.

Danach haben Central und DEVK für alle Tarife die fünf Sterne Höchstwertung erhalten. Die größte Streuung weisen Axa, Münchener Verein, R+V und Württembergische auf: Bei ihnen reicht die Spanne von einem bis zu fünf Sternen.

M&M Rating PKV Beitragsstabilität – Noten pro Versicherer

Anbieter

niedrigste Wertung in Sternen

höchste Wertung in Sternen

Central Krankenversicherung AG

*****

*****

DEVK Krankenversicherungs-AG

*****

*****

Concordia Krankenversicherungs-AG

****

*****

LVM Krankenversicherungs-AG

****

*****

Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG

****

*****

Provinzial Krankenversicherung Hannover AG

****

*****

Hansemerkur Krankenversicherung AG

****

****

Allianz Private Krankenversicherungs-AG

***

*****

Alte Oldenburger Krankenversicherung AG

***

*****

Arag Krankenversicherungs-AG

***

*****

Bayerische Beamtenkrankenkasse AG

***

*****

Debeka Krankenversicherungs-Verein a.G.

***

*****

DKV Deutsche Krankenversicherung AG

***

*****

Hallesche Krankenversicherung a.G.

***

*****

Landeskrankenhilfe V.V.a.G.

***

*****

UKV – Union Krankenversicherung AG

***

*****

Continentale Krankenversicherung a.G.

***

****

Nürnberger Krankenversicherung AG

***

****

Barmenia Krankenversicherung a.G.

**

*****

Gothaer Krankenversicherung AG

**

*****

Signal Iduna Krankenversicherung a.G.

**

*****

Universa Krankenversicherung a.G.

**

*****

Axa Krankenversicherung AG

*

*****

Münchener Verein Krankenversicherung a.G.

*

*****

R+V Krankenversicherung AG

*

*****

Württembergische Krankenversicherung AG

*

*****

Inter Krankenversicherung AG

*

****

Huk-Coburg Krankenversicherungs-AG

*

***

Pax-Familienfürsorge Krankenversicherung AG im Raum der Kirchen

*

***

Weitere Faktoren berücksichtigen

Neben der Entwicklung der Neugeschäftsbeträge müssen nach Ansicht der Analysten weitere Faktoren beachtet werden.

So habe der sogenannte auslösende Faktor einen nicht unwesentlichen Einfluss. Anpassungen müssten unterbleiben, wenn die Abweichung von Leistung und Beitrag den gesetzlichen Schwellenwert von zehn Prozent beziehungsweise den in den Versicherungsbedingungen festgelegten Wert nicht übersteigt. Genaue Angaben dazu geben die Versicherer allerdings normalerweise nicht heraus.

Erheblichen Einfluss auf die Beiträge schreibt Morgen & Morgen den freiwilligen Stornos zu. Wären die niedriger als kalkuliert, müsse das Kollektiv den Ausgleich finanzieren. Das könne aber im Rating nicht berücksichtigt werden.

 
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