Deutsche Familienversicherung strebt 100.000 Neukunden an

22.1.2019 – Die Deutschen Familienversicherung bietet im Rahmen des Sozialpartnermodells eine betriebliche Pflegezusatz-Versicherung für 9.000 Mitarbeiter von Henkel an. Der Versicherer knüpft hohe Ziele an die Zusammenarbeit: 100.000 Neukunden für 2019 hat die DFV im Blick.

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Die Industrie-Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) schloss im vierten Quartal 2018 mit der Henkel AG & Co. KGaA einen branchenbezogenen Haustarif-Vertrag. Auf dieser Basis bietet das Unternehmen seinen 9.000 Beschäftigten und Auszubildenden seit 1. Januar 2019 eine betriebliche Pflegezusatz-Versicherung an.

Hinter dem Produkt „HenkelCareFlex“ steht die Deutsche Familienversicherungs-AG (DFV) als Produktgeber und Risikoträger (VersicherungsJournal 13.11.2018).

Sozialpartnermodell um Baustein Pflege erweitert

Das Angebot an die Beschäftigten von Henkel erfolgt im Rahmen des Sozialpartnermodells, ein zentraler Baustein des Betriebsrenten-Stärkungsgesetzes (BRSG).

Um ein höheres Versorgungsniveau zu erreichen, sollen die Sozialpartner über Tarifverträge adäquate betriebliche Versorgungssysteme gestalten und damit eine höhere Akzeptanz bei den Arbeitnehmern schaffen, so die Intention des Gesetzgebers.

„Mit der betrieblichen Pflegeversicherung hat die Gewerkschaft IG BCE zusammen mit dem Betriebsrat, den sozialen Diensten und Henkel als Arbeitgeber ein Gespür für die Herausforderungen der Zukunft bewiesen. Das Sozialpartnermodell wurde für Henkel tarifvertraglich um den Baustein Pflege erweitert“, erklärte die DFV auf Nachfrage zu der Kooperation.

Gesundheitsprüfung für Angehörige

Im Zuge der Zusammenarbeit mit Henkel „wurden per Jahresbeginn bereits mehrere Tausend Verträge policiert“, teilte die DFV mit. Konkrete Abschlusszahlen nannte das Unternehmen nicht.

Zusätzlich zur Basisabsicherung können Henkel-Mitarbeiter die Pflegezusatz-Versicherung individuell aufstocken und Familienangehörige wie Lebenspartner, Kinder, Eltern und Schwiegereltern mitversichern.

Für die Beschäftigten gilt das Angebot des Versicherers ohne Gesundheitsprüfung. „Für die Mitarbeiter, deren Partner (Ehe- oder Lebenspartner) und Kinder wird eine stark verkürzte und vereinfachte Gesundheitsprüfung bis zum Alter von 65 Jahren durchgeführt. Für die erweiterte Familie wie Eltern, Geschwister und Enkel erfolgt eine Gesundheitsprüfung“, teilte die DFV auf Nachfrage mit.

Versicherungs-Kooperationen wie HenkelCareFlex sind sowohl hinsichtlich obligatorischer als auch fakultativer Verträge stark skalierbar.

Dr. Stefan M. Knoll, Vorstandsvorsitzender der DFV

Ziel 2019: 100.000 Neukunden

Stefan Knoll (Bild: DFV)
Stefan Knoll (Bild: DFV)

Die Erwartungen des Versicherers an den Erfolg der Kooperation sind hoch.

„Versicherungs-Kooperationen wie HenkelCareFlex sind sowohl hinsichtlich obligatorischer als auch fakultativer Verträge stark skalierbar. Auch deswegen sind wir davon überzeugt, dass wir unser ambitioniertes Ziel von 100.000 Neukunden in 2019 erreichen werden“, erklärt Dr. Stefan M. Knoll, Vorstandsvorsitzender der DFV, in einer Mitteilung.

Das Model mit Henkel zeige die Kompetenz des Versicherers „in der Realisierung sozial-partnerschaftlicher Modelle“, so der Unternehmenschef. Die Ausschließlichkeits-Partnerschaft mit der IG BCE ermögliche weitere tarifvertragsbezogene Branchenlösungen und sei somit „Vorbild für weitere potenzielle Kooperationen in diesem Segment“, führte Knoll aus.

 
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