Das waren die besten Geldanlagen 2017

10.1.2018 – Der Bankenverband hat errechnet, was die beste Geldanlage im vergangenen Jahr war. Ergebnis: Die höchste Rendite – und zwar eine zweistellige – war mit deutschen Aktien (Dax-Werte) zu erzielen. Sicherheitsorientierte Anlagen verzinsten sich bestenfalls im Promillebereich. Mit Anlagen in Gold waren auf Jahressicht keine Gewinne zu erzielen.

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Die Niedrigzinsphase lässt nicht nur die Überschussbeteiligungen in der Lebensversicherung immer weiter sinken (VersicherungsJournal 22.12.2017, 28.11.2017). Auch verschiedene exemplarisch ausgesuchte Geldanlagen haben nach Daten des Bundesverbands der deutschen Banken e.V. (Bankenverband) im vergangenen Jahr zum Teil nur mickrige Zinsen abgeworfen.

Sicherheit führte nicht zu Gewinnen

Dies gilt vor allem für sicherheitsorientierte Anlagen. Den Berechnungen der Branchenorganisation zufolge verzinsten sich vier Jahre laufende Sparbriefe sowie Termineinlagen bei Banken (bis ein Jahr Laufzeit) nur im Promillebereich.

Wer zu Beginn des vergangenen Jahres 10.000 Euro in Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist angelegt hat, hatte am Ende des ersten Handelstages 2018 nur ein hauchdünnes Plus von durchschnittlich zwei Euro zu verzeichnen.

Da bei diesen Berechnungen laut Bankenverband mögliche Steuern und Transaktionskosten nicht berücksichtigt sind, dürften die oben erwähnten Anlageformen im vergangenen Jahr unter dem Strich zu einem Minus geführt haben.

Anlagen in Bundesanleihen haben den Verbandsangaben zufolge sogar vor möglichen Steuern und Kosten zu Verlusten von über einem Prozent geführt. Infolge von gesunkenen Börsenkursen verloren etwa fünfjährige Bundesobligationen über ein Prozent an Wert. Der Goldpreis gab in Euro sogar um fast zwei Prozent nach.

Bereits im zweiten Jahr infolge können sich Aktienanleger über zweistellige Renditen freuen.

Bundesverband der deutschen Banken e.V. zur Wertentwicklung ausgewählter Geldanlagen 2017

Nur Aktien mit nennenswertem Wertzuwachs

Ein nennenswerter Wertzuwachs war binnen Jahresfrist laut den Berechnungen des Bankenverbandes hingegen mit deutschen Standardaktien (Dax-Werte) möglich.

Wer zu Beginn des vergangenen Jahres 10.000 Euro angelegt hat, konnte am Ende des ersten Handelstages 2018 ein Plus von 1.100 Euro verbuchen – also immerhin elf Prozent Rendite. Damit hätten sich Aktienanleger bereits im zweiten Jahr in Folge über zweistellige Renditen freuen können, hob der Verband hervor.

Geldanlagen 2017 (Bild: Wichert)

Große Schwankungen

Betrachtet man die Wertentwicklung in den vergangenen fünf Jahren, so wird die hohe Volatilität deutlich: Demnach brachten deutsche Aktien 2017 rund einen Prozentpunkt weniger Rendite als im Jahr zuvor (VersicherungsJournal 10.1.2017) und 2013 (VersicherungsJournal 13.1.2014). In den Jahren 2016 und 2015 fiel der Wertzuwachs hingegen jeweils nicht einmal halb so hoch aus (VersicherungsJournal 7.1.2016, 9.1.2015).

Investitionen in Gold führten auf Fünfjahressicht zwei Mal zu Verlusten. 2013 fiel das Minus mit 30 Prozent fast 15 Mal so hoch aus wie im vergangenen Jahr. 2014 und 2016 gab es hingegen Wertzuwächse von jeweils um die zehn Prozent.

Bei den Zinspapieren sind die Auswirkungen der Niedrigzinsphase deutlich zu beobachten: Vor fünf Jahren war der zu erzielende Wertzuwachs bei Sparbriefen und Termineinlagen fast fünf Mal so hoch, bei Spareinlagen sogar 15 Mal so hoch.

Geldanlagen 2017 (Bild: Wichert)

Sicherheit vor Rendite

Allerdings steht die Sicherheit bei der Geldanlage wie auch der Altersvorsorge an erster Stelle für die Bundesbürger. Das haben verschiedene Untersuchungen in der Vergangenheit gezeigt (VersicherungsJournal 14.8.2017, 21.6.2017, 9.3.2017).

Einen weiteren Beleg dafür liefert das am Dienstag veröffentlichte „Verantwortungsbarometer Deutschland 2018“ (PDF, 2,8 MB) der Fondsgesellschaft Fidelity International. Für die Untersuchung hatte die Kantar Deutschland GmbH zwischen Mitte August und Ende September des vergangenen Jahres 3.211 deutschsprachige Personen in Privathaushalten ab 14 Jahren nach der Cati-Methode befragt.

Demnach liegt die private Rentenversicherung an erster Stelle der Sparformen für die Altersvorsorge, wie fast jeder zweite Befragte angab. Beiträge auf ein Tages- oder Festgeldkonto legt regelmäßig knapp jeder Vierte zurück. Mit Wertpapieren sorgt hingegen nicht einmal jeder achte Befragte vor.

 
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