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Absicherung von Betriebsrenten wird wieder teurer

14.11.2018 – Für die Mitgliedsunternehmen des Pensions-Sicherungs-Vereins (PSVaG) wird die Insolvenzsicherung 2018 wieder teurer. Der Beitragssatz steigt von 2,0 auf 2,1 Promille.

Der Pensions-Sicherungs-Verein VVaG (PSVaG) hat seinen Beitragssatz für 2018 auf 2,1 (2017: 2,0) Promille festgesetzt. Dies teilte der gesetzliche Träger der Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersversorgung am Dienstag mit.

Bis zu 14,2 Promille Beitragssatz

Die Festsetzung liegt deutlich unter dem gewichteten durchschnittlichen Beitragssatz über alle Geschäftsjahre von 2,8 Promille, aber auch deutlich über dem gewichteten durchschnittlichen Beitragssatz der letzten fünf Jahre von 1,5 Promille.

Im letzten Wert schlägt sich nieder, dass die gesetzliche Insolvenzsicherung von Betriebsrenten vor zwei Jahren erstmals in der mittlerweile 44-jährigen Geschichte des PSVaG kostenlos war. Grund hierfür waren ein günstiges Insolvenzgeschehen und weitere entlastende Faktoren (VersicherungsJournal 9.11.2016).

Im Extremjahr 2009 kostete die Insolvenzsicherung die Arbeitgeber infolge der „großen“ Insolvenz des Warenhauskonzerns Arcandor aber immerhin 14,2 Promille. Seinerzeit hatte der PSVaG die Möglichkeit zu Teilzahlungen – gestreckt auf mehrere Jahre – eingeräumt, um die Liquidität der deutschen Wirtschaft zu schonen (VersicherungsJournal 9.11.2009).

Moderate Insolvenzentwicklung

Im Mai hatte der gesetzliche Träger der Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersversorgung für die ersten Monate 2018 von einem moderaten Schadengeschehen berichtet.

Zu einem so frühen Zeitpunkt im Jahr ist ein zuverlässiger Schluss vom allgemeinen Insolvenzniveau auf das Schadenvolumen und die Beitragshöhe allerdings nur sehr eingeschränkt möglich, hieß es vom Insolvenzsicherungs-Träger in seinem Geschäftsbericht 2017 (VersicherungsJournal 17.5.2018).

Dies zeigt sich auch daran, dass der PSVaG zur Jahresmitte den Beitragssatz für das laufende Jahr auf 2,5 Promille geschätzt hatte (VersicherungsJournal 3.8.2018). Der zu finanzierende Aufwand in den letzten Monaten habe sich aber günstiger entwickelt. Daher habe der Beitragssatz jetzt niedriger festgesetzt werden können, als zur Jahresmitte prognostiziert worden sei, erläutert der Verein.

Daraus errechnet sich für die rund 95.200 Mitgliedsunternehmen eine Beitragsbelastung von rund 725 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatten die knapp 94.800 Mitglieder etwa 678 Millionen Euro für die Insolvenzsicherung aufzuwenden.

Entwicklung Beitragssatz (Bild: Wichert)

So funktioniert die Insolvenzsicherung…

Über ein Umlageverfahren werden die Leistungen finanziert, die sich aus den Insolvenzen ergeben. Der Beitragssatz wird bezogen auf die von den Arbeitgebern bis 30. September 2018 gemeldete Beitragsbemessungs-Grundlage.

Das sind im Wesentlichen die abgesicherten Rückstellungen für Betriebsrenten in den Bilanzen der Mitgliedsunternehmen in Höhe von rund 345 Milliarden Euro. Der PSVaG legt die endgültige Höhe des Beitragssatzes jedes Jahres im November fest.

…der betrieblichen Altersversorgung

Der Verein übernimmt als gesetzlich bestimmter Träger der Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersversorgung nach den Vorschriften des BetrAVG die Gewährleistung der betrieblichen Altersversorgung für den Fall der Insolvenz eines Arbeitgebers in der Bundesrepublik Deutschland und im Großherzogtum Luxemburg.

Im Falle einer Unternehmensinsolvenz übernimmt der Versicherungsverein die Versorgung aller Versorgungsberechtigten (Rentner und Anwärter), die Anspruch haben auf eine insolvenzgeschützte Betriebsrente (in Form von unmittelbaren Versorgungszusagen, Unterstützungskassen-Zusagen und Pensionsfondszusagen sowie in bestimmten Fällen Zusagen über eine Direktversicherung).

Die Abwicklung der Rentenzahlungen erfolgt durch ein Konsortium von 49 Lebensversicherungs-Unternehmen unter der Geschäftsführung der Allianz Lebensversicherungs-AG.

 
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