40-Jährige sehen Notwendigkeit zur breiten Altersvorsorge

9.11.2018 – Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat über 9.000 Personen nach ihrer Altersvorsorge befragt. Danach sind die Anfang 40-Jährigen in den drei Säulen breiter aufgestellt als die 55- bis 59-Jährigen. Die Daten sollen auch der Rentenkommission „Verlässlicher Generationenvertrag“ dienen. Die Untersuchung wurde im vorletzten Jahr durchgeführt und jetzt veröffentlicht.

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Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hatten das Sozialforschungsinstitut Kantar Public beauftragt, das Altersvorsorgeverhalten der Altersgruppe 40 bis 59 Jahre zu erforschen. Dazu wurden im Jahr 2016 in persönlichen Interviews 9.447 Personen sowie deren Partner befragt.

Gundula Roßbach (Bild: Brüss)
Gundula Roßbach (Bild: Brüss)

Die DRV-Präsidentin Gundula Roßbach präsentierte jetzt auf einem Presseseminar in Würzburg erstmals Ergebnisse.

In der Befragung „Lebensläufe und Altersvorsorge (LeA) – Struktur, Höhe und Zusammenspielt“ wurde nach Geschlecht, Wohnort (alte und neue Länder) unterschieden sowie jeweils Altersgruppen von fünf Jahren zusammengefasst.

Uschwung bei den Jüngeren

Nach den Befragungsergebnissen (PDF, 1 MB) gibt es einen klaren Umschwung bei den jüngeren Menschen, die sich deutlich weniger stark ausschließlich auf die gesetzliche Rente (GRV) verlassen als die Altersgruppe der zwischen 1957 und 1961 geborenen.

Die Anfang 40-Jährigen westdeutschen Männern hängen noch zu 35,7 Prozent allein von der GRV ab. In der oberen Altersgruppe sind es noch 54,3 Prozent. In den neuen Ländern setzten 72,0 Prozent der Männer allein auf die GRV.

25,8 Prozent der in den alten Bundesländern befragten jüngeren Männer gaben an, in allen drei Säulen der Altersvorsorge (gesetzliche, ergänzende erwerbsbasierte und private Vorsorge) engagiert zu sein.

In der ältesten Gruppe sind dies nur 9,1 Prozent. Ebenso deutlich wird dies auch bei den Männern in den neuen Bundesländern (17,5 zu 3,6 Prozent). Bei den Frauen in Ost und West sind die Ergebnisse ähnlich.

LeA-Bericht Kumulation (Bild: DRV)
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GRV bleibt die tragende Säule

Die gesetzliche Rentenversicherung bleibt allerdings über alle Altersjahrgänge hinweg die tragende Säule.

Bei Frauen und Männern in Ost und West schwankt die Beteiligung der GRV an Alterssicherungs-Systemen zwischen 86 Prozent (ältere Frauen West) und 96 Prozent (jüngere Männer West). Unter der älteren befragten Altersgruppe bezogen auch schon bis zu zwölf Prozent Renten aus der Leistungsphase – zumeist Erwerbsminderungsrenten.

Die private Altersvorsorge nimmt über alle Geschlechter und Altersgruppen hinweg (43 bis 57 Prozent) einen höheren Stellenwert als die betriebliche Altersversorgung ein, die vor allem bei Männern in den neuen Bundesländern weniger stark ausgeprägt ist.

LeA-Bericht Vorsorgeformen (Bild: DRV)

„Im Alter von 40 Jahren haben jüngere Jahrgänge eine deutlich höhere Beteiligung an zusätzlicher Altersvorsorge als die älteren“, so das Fazit von Roßbach. Die Studie „LeA“ liefere wichtige Zahlen und Fakten, von der auch die Rentenkommission „Verlässlicher Generationenvertrag“ profitieren könne.

 
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