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Zurich Leben führt hohen Gewinn ab

14.6.2018 – Die Zurich Leben befand sich 2017 weiter im Rückwärtsgang: Durch den Verzicht auf Einmalbeitrag rutschte das Prämienvolumen auf ein neues Tief. Die Sparprogramme zeigen aber ihre Wirkung. Dies und ein höheres Kapitalanlageergebnis brachten auch mehr Gewinn.

Die Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG weist für 2017 einen Rohüberschuss von 456,5 (2016: 377,2) Millionen Euro aus. An die Zwischenholding Deutscher Herold AG wurden 125 (69) Millionen Euro Gewinn abgeführt. Das höhere Ergebnis resultiert laut dem aktuellen Geschäftsbericht aus guten Kapitalanlagen- und Risikoergebnissen, aber auch bereits erzielten Kosteneinsparungen.

Deutlicher Beitragsrückgang

Dank der Sparmaßnahmen, speziell des Restrukturierungs-Programms „zukunft e1ns“ (VersicherungsJournal 10.6.2016), verbesserten sich die Kostenquoten trotz sinkender Bezugsgrößen. So betrug die Verwaltungskostenquote nur noch 2,9 (3,1) Prozent und die Abschlusskostenquote 5,5 (5,6) Prozent.

Die gebuchten Bruttobeiträge fielen zum zweiten Mal in Folge um 7,5 Prozent auf 3,49 Milliarden Euro und erreichten damit einen neuen Tiefststand seit 2006. Der Rückgang wird im Geschäftsbericht mit dem gesunkenen Volumen an Einmalbeiträgen von 539,7 (689,9) Millionen Euro und einer hohen Zahl an Vertragsabläufen im Vorjahr begründet. Die Stornoquote verharrte bei 5,6 Prozent.

Der Jahresbeitrag des Neugeschäftes ging erneut um 19,4 Prozent auf 695,1 Millionen Euro zurück. Im Neuzugang von 4,09 (4,62) Milliarden Euro Beitragssumme stecken 738,0 (747) Millionen Euro Neugeschäft der betrieblichen Altersversorgung.

Deutlich mehr erwartet

Der durchschnittliche Jahresbeitrag des Neugeschäftes bei Versicherungen mit laufender Beitragszahlung stieg auf 2.404 (2.345) Euro je Vertrag. 72,3 (70,6) Prozent des Neuzugangs (laufender Beitrag) waren fondsgebundene Renten. 19,3 (20,7) Prozent entfielen auf Renten einschließlich Berufsunfähigkeits-Versicherungen und 5,4 (5,2) Prozent auf Kapitalversicherungen.

Für 2018 rechnet der Vorstand im Ausblick des Geschäftsberichts „auf der Grundlage des guten Produktangebotes und eines weiter optimierten Vertriebsprozesses“ – der Multi-Channel-Vertrieb soll im Rahmen der Digitalisierung ausgebaut werden (VersicherungsJournal 14.12.2017) – mit einer „deutlichen“ Erhöhung des Neugeschäfts.

Die erwarteten Abläufe würden allerdings dazu führen, dass die gebuchten Bruttobeiträge leicht zurückgingen. Nach einem „deutlichen“ Rückgang des Rohergebnisses 2018 soll sich dieses in den Folgejahren wieder stabilisieren.

Kennzahlen (Bild: Zurich Deutscher Herold)
Kennzahlen der vergangenen fünf Jahre. Zum Vergrößern Bild klicken
(Bild: Zurich Deutscher Herold)

Stille Reserven gehoben

Aus den Kapitalanlagen von 29,4 (29,0) Milliarden Euro wurden netto 1,53 (1,46) Milliarden Euro erwirtschaftet. Dabei erhöhte sich das außerordentliche Ergebnis auf 613,5 (479,4) Millionen Euro.

Die Nettoverzinsung lag bei 5,22 Prozent, während die laufende Durchschnittsverzinsung nur 3,2 Prozent betrug. Per Saldo verminderten sich die stillen Reserven auf 4,7 (5,6) Milliarden Euro und machten damit nur noch 16,0 (19,5) Prozent des Buchwertes des Kapitalanlagebestandes aus.

In die Zinszusatzreserve wurden 553,9 (429,3) Millionen Euro eingestellt. Vom Rohüberschuss von 456,5 (377,2) Millionen Euro wurden den Versicherungsnehmern 152,0 (151,4) Millionen Euro direkt gutgeschrieben. 179,5 (156,8) Millionen Euro wurden der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugeführt. Diese macht damit fast unverändert 1,32 Milliarden Euro aus.

Die Zurich Leben weist zum Jahresende 2017 eine SCR-Quote von 186 Prozent aus. Würde das Rückstellungs-Transitional genutzt, käme man auf einen Wert von 514 Prozent, so der SCFR-Bericht.

Weitere Details finden sich im Geschäftsbericht 2017 unter diesem Link.

 
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