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W&W-Gruppe setzt weiter auf das Allfinanz-Konzept

16.4.2019 – Trotz des deutlichen Rückgangs beim Konzernüberschuss zeigt sich die W&W-Gruppe mit den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2018 sehr zufrieden. Die Betragseinnahmen sowohl in der Schaden- und Unfallversicherung als auch in der Personenversicherung stiegen und auch das Bauspar- und das Baufinanzierungs-Geschäft legte zu. Breiten Raum nehmen im Konzerngeschäftsbericht die Maßnahmen zur strategischen Ausrichtung ein.

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Der Konzernüberschuss nach Steuern der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) ging 2018 gegenüber 2017 (VersicherungsJournal 6.4.2018) von 258 Millionen Euro auf 215,2 Millionen Euro zurück. Der Rückgang war durch den Wegfall einiger Sondereffekt bedingt und „erwartet und frühzeitig kommuniziert“ worden, wie es in einer Pressemitteilung zum Geschäftsbricht 2018 heißt.

Jürgen A. Junker (Bild: Alexander Fischer)
Jürgen A. Junker (Bild: Alexander Fischer)

Die Gruppe habe, da die Prognose nur 200 Millionen Euro vorhersah, ihre Vorgaben damit trotz des schwierigen Marktumfeldes und trotz aller Belastungen sogar leicht übertroffen, hält der Vorstandsvorsitzende Jürgen A. Junker im Geschäftsbericht fest. Negativ ausgewirkt hat sich den Angaben zufolge nicht zuletzt die Umstellung auf den IFRS-9-Standard.

Größtes Investitionsprogramm in der Unternehmensgeschichte gestartet

Zum anderen haben die Zukunftsinvestitionen in neue digitale Geschäftsmodelle und in die Verbesserung der Prozesse und Systeme belastet, wie erläutert wird. Diesen strategischen Maßnahmen und den daraus resultierenden Erfolgen wird im Geschäftsbericht sehr ausführlich Platz eingeräumt.

Im Berichtsjahr wurde dafür das größte Investitionsprogramm in der Unternehmensgeschichte gestartet, betont Junker. Deutlich vorangekommen sei die Gruppe beispielsweise bei der Modernisierung der traditionsreichen Marken Wüstenrot und Württembergische durch eine umfassende Markenkampagne, durch die der Bekanntheitsgrad um rund zehn Prozent gestiegen sei.

Digitalmarke „Adam Riese“ gewinnt 2018 mehr als 30.000 Kunden

Zuversichtlich stimme außerdem die Entwicklung der W&W Brandpool GmbH, unter deren Dach seit Mai 2018 die neuen digitalen Geschäftsmodelle und die Makler-App „Treefin“ (VersicherungsJournal 12.1.2017) gebündelt sind. So habe die Ende 2017 eingeführte Digitalmarke „Adam Riese“ (VersicherungsJournal 26.10.2017) Ende 2018 bereits mehr als 30.000 Kunden gewinnen können.

Der digitale Finanzassistent „FinanzGuide“ habe im Berichtsjahr rund 20.000 Beratungsimpulse für die Außendienstpartner generiert und der digitale Finanzierungbegleiter zur Wunschimmobilie „NIST“ eine „erfreuliche Entwicklung“ verzeichnet. Letzterer sei für die digitalaffine Zielgruppe als Alternative zum Filialbesuch konzipiert und arbeite online mit mehr als 400 Partnerbanken zusammen.

Persönliche Expertenberatung in allen Lebenslagen bleibt Kernkompetenz

Zur Kernkompetenz der Gruppe zähle jedoch weiterhin die „persönliche Expertenberatung in allen Lebenslagen“, wird im Geschäftsbericht deutlich auch am Allfinanzkonzept festgehalten, das im Markt kaum mehr verfolgt wird. Durch die Maßnahmen zur Stärkung des Vertriebs sei das Ziel von 570 sogenannten „Tandem-Partnern“ im Außendienst mit mehr als 750 deutlich übertroffen worden.

Durch dieses Cross-Selling-Vertriebsformat werde die Bauspar- und Versicherungskompetenz in der Gruppe zu einem ganzheitlichen Beratungsansatzes gebündelt. Dank der Initiative „Vertrieb. Besser!“ – worunter Junker kein „Projekt“ versteht, sondern eine „Haltung“, durch die sich die Arbeit massiv verändert – sei der Vertriebs-Innendienst „erkennbar schlagkräftiger“ geworden.

Auch der Kauf der Aachener Bausparkasse soll den Wachstumskurs stärken

Mit dem vor zwei Jahren gestarteten Strategieprogramm Aufbruch und Wandel hat die W&W laut Junker 2018 bereits „einen ersten wichtigen Teil unseres Weges in die Zukunft“ geschafft. Zugleich wird im Chancen- und Risikobericht signalisiert, dass sich für die Gruppe aufgrund der Kompetenz im Immobilienbereich durch die Situation am Wohnungsmarkt künftig zusätzliche Chancen ergeben.

Eine weitere Steigerung der Vertriebskraft wird zudem durch die Vertriebskooperation erwartet, die im Zuge der Veräußerung der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank an die Oldenburgische Landesbank (VersicherungsJournal 27.3.2018) mit dem neuen Eigner vereinbart wurde. Die am Jahresende 2018 vereinbarte Übernahme der Aachener Bausparkasse AG (VersicherungsJournal 14.12.2018) stärke ebenfalls den Wachstumskurs.

Kennzahlen (Bild: W&W)
Ausgewählte Vertriebskennzahlen des W&W-Konzerns im Jahresvergleich.
Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: W&W AG)

Produktivität um fünf Prozent gestiegen

Auch im Berichtsjahr schlugen sich die strategischen Maßnahmen laut Geschäftsbericht schon in den „erfreulichen Geschäftszahlen“ nieder. So sei das Ziel einer Produktivitäts-Steigerung um fünf Prozent 2018 erreicht worden.

Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen in der Schaden- und Unfallversicherung um 5,5 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. In der Personenversicherung wuchsen sie – hauptsächlich durch die von 367 Millionen auf 462 Millionen Euro erhöhten Einmalbeiträge in der Lebensversicherung – um 4,5 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro.

Baufinanzierungsvolumen legt stark zu

Das Brutto-Bausparneugeschäft nahm um 1,4 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro zu. Das Baufinanzierungsvolumen erhöhte sich um 14 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro.

Das Segmentergebnis legte bei der Bausparbank von 58,5 Millionen auf 59,1 Millionen Euro zu und in der Schaden- und Unfallversicherung von 125,8 Millionen auf 131,4 Millionen Euro. In der Personenversicherung sank es von 31,8 Millionen auf 24,7 Millionen Euro, weil das verbesserte versicherungstechnische Ergebnis das rückläufige Finanz- und Steuerergebnis nicht kompensieren konnte.

Erneut guter Schadenverlauf in der Schaden- und Unfallversicherung

Die Leistungen aus Versicherungsverträgen verminderten sich um 477 Millionen auf 3,6 Milliarden Euro. Ursächlich dafür waren in der Schaden- und Unfallversicherung der erneut sehr gute Schadenverlauf und bei den Personenversicherungen die Entwicklung der Rückstellung für fondsgebundene Lebensversicherungen sowie die geringere Zuführung zur Zinszusatzreserve.

Bei der Kundenzahl war im Konzern ein leichter Rückgang von 6,12 Millionen auf 6,07 Millionen zu verzeichnen. Er resultiert laut Geschäftsbericht aus dem planmäßigen Rückgang bei der Bausparbank, der mit dem Abbau hochverzinslicher Spargelder und Bauspar-Tarife zusammenhängt.

Die vollständigen Geschäftsberichte der Unternehmen der W&W-Gruppe stehen unter diesem Link zum Download bereit.

 
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