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Versicherer melden lauter Rekorde und positive Überraschungen

7.2.2020 – Talanx, Bayerische und Provinzial Nordwest melden bei der Vorlage ihrer noch vorläufigen Geschäftszahlen für 2019 verschiedene „Rekorde“. Deutlich vorangekommen ist auch die Deutsche Familienversicherung, die zumindest nicht ganz so defizitär war, wie geplant.

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Die Talanx-Gruppe hat 2019 das Ergebnis voraussichtlich um ein Drittel auf 923 Millionen Euro gesteigert (2018: 703; VersicherungsJournal 12.2.2019; 19.3.2019). Das operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich um 20 Prozent auf 2,4 (2,0) Milliarden Euro. Der Gewinnsprung kommt nicht unerwartet – schon nach dem ersten Halbjahr war das Gewinnziel für 2019 angehoben worden (VersicherungsJournal 13.8.2019).

Gewinn wächst schneller

Hinter dem Gewinnzuwachs steckt ein nicht ganz so starkes Umsatzplus. Die gebuchten Bruttobeiträge legten um 13 Prozent auf 39,5 (34,9) Milliarden Euro zu. Zum noch nicht testierten Rekordergebnis trugen nach Unternehmensangaben alle vier Geschäftsbereichen bei, wobei sich die Industrie- sowie die Rückversicherung besonders verbesserten.

So komme das Programm „20/20/20“, mit dem die Feuerversicherung profitabler werden soll, schneller voran als geplant, wird mitgeteilt. Dieses Programm zielt darauf ab, die kombinierte Schaden- und Kostenquote in den belasteten 20 Prozent des Industrieportfolios bis 2020 um mindestens 20 Prozentpunkte zu senken.

Bereits erreicht sei die Erhöhung des Preisniveaus um gut 30 Prozent. Damit liege das Programm vor dem Ziel für 2020 von 20 Prozent. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote in der Industrieversicherung liege bei rund 101 (109,1) Prozent; insgesamt sei der Beitrag zum Konzernergebnis „wieder deutlich“ positiv. Für 2020 erwartet die Gruppe ein Konzernergebnis von „mehr als 900 bis zu 950 Millionen Euro“.

Am 16. März will Talanx den Dividendenvorschlag und den Konzernabschluss veröffentlichen.

Fast ein Drittel mehr Kunden

Die Versicherungsgruppe die Bayerische berichtet über einen neuen Umsatzrekord. Nach ebenfalls noch nicht testierten Zahlen erhöhten sich die gesamten Brutto-Beitragseinnahmen um 20 Prozent auf 607 Millionen Euro. Im Neugeschäft Leben vergrößerte sich die Beitragssumme um 23 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro. Die Zahl der Kunden nahm im Vergleich zum Vorjahr (16.5.2019) um 29 Prozent auf 905.000 zu.

Besonders stark verbesserte sich die operative Lebensversicherungs-Tochter Neue Bayerische Beamten Lebensversicherung AG bei den Beitragseinnahmen um rund 38 Prozent auf 275 Millionen Euro. Für Pangaea Life – die noch junge, nachhaltige Marke der Gruppe – wird ein Plus von 170 Prozent bei der Beitragssumme genannt. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen betrug 5,1 Prozent.

Die Komposit-Tochter Bayerische Beamten Versicherung AG wuchs um 15 Prozent auf 156 Millionen Euro gebuchte Brutto-Beitragseinnahmen. Im Neugeschäft kam die Zahnzusatzversicherung auf einen Zuwachs von 28 Prozent. Die Kfz-Sparte legte um 18 Prozent zu, SHU um 16 Prozent.

Am 14. Mai will die Versicherungsgruppe die Bayerische ihre Bilanz veröffentlichen.

Hohes Neugeschäft in Leben und Komposit

Der Provinzial Nordwest Versicherungskonzern meldet für seine Schaden- und Unfallsparten einen Rekord an. Mit einem Plus von 5,2 Prozent auf 2,05 Milliarden Euro wurden das Marktwachstum übertroffen und die höchste Zuwachsrate in der Geschichte des 2005 gegründeten Konzerns erzielt. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) rechnet mit einem marktweiten Wachstum von 3,2 Prozent.

Bei der Provinzial Nordwest Lebensversicherung AG schlug sich eine bereits 2018 (4.2.2019) gestartete Wachstumsinitiative mit einem Plus von 9,3 Prozent auf 2,63 Milliarden Euro Beitragssumme im Neugeschäft nieder. Auf Fonds- und Hybridprodukte entfielen davon fast 70 Prozent.

Das Geschäft gegen Einmalbeiträge wuchs um 22 Prozent auf 645 Millionen Euro und der laufende Neubeitrag um 3,1 Prozent auf rund 81 Millionen Euro. Die Gesamtbeitragseinnahmen des Lebensversicherers erhöhten sich um 7,4 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro.

Gegenüber dem durch den Orkan „Friederike“ geprägten Vorjahr verbesserte sich die bilanzielle Bruttoschadenquote auf rund 60 (70,5) Prozent. Dank stabiler Kosten sank die Schaden- und Kosten-Quote auf voraussichtlich rund 85 (95) Prozent und liegt damit unter dem erwarteten Marktschnitt von etwa 93 Prozent.

Starkes Wachstum, Verlust geringer

Auch für die Deutsche Familienversicherung AG (DFV) lief es 2019 eigenem Bekunden nach besser als geplant. Nach vorläufigen IFRS-Zahlen fiel der Verlust vor Steuern mit rund 4,5 Millionen Euro deutlich kleiner aus. Prognostiziert worden war eine Zielbandbreite von neun bis elf Millionen Euro.

Das Neugeschäft wuchs um 81 Prozent auf 100.034 Verträge beziehungsweise um 69,9 Prozent auf 29,9 Millionen Euro Beitrag. Die Bestandsbeiträge erhöhten sich damit um 34 Prozent auf rund 101 Millionen Euro. Die gebuchten Bruttobeiträge nahmen im Vergleich zum Vorjahr (5.4.2019) um 37 Prozent auf rund 91 Millionen Euro zu.

Zudem teilt der Versicherer mit, dass Finanzvorstand Michael Morgenstern seine Tätigkeit aus persönlichen Gründen niedergelegt hat. Der Vorstandschef Dr. Stefan Knoll hat interimsweise die Verantwortung für das Finanzressort übernommen.

 
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