R+V Leben wächst kräftig mit Einmalbeitrags-Renten

24.6.2015 (€) – Das Neugeschäft der R+V Lebens- und Pensionsversicherer stieg im Jahr 2014 um 17,8 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Davon entfielen 2,8 Milliarden Euro auf die R+V Lebensversicherung AG. Diese Gesellschaft ist mit gebuchten Bruttobeiträgen in Höhe von 5,2 Milliarden Euro die größte Konzerntochter. Abgesetzt wurden 400.000 Verträge, wobei klassische Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag den größten Anteil hatten. Der Bereich Leben/Kranken trug 109 Millionen Euro zum gesamten Konzernergebnis in Höhe von 553 Millionen Euro bei.

Mit 3,8 Milliarden Euro erreichte das gesamte Neugeschäft der Lebens- und Pensionsversicherer der R+V-Gruppe 2014 einen neuen Rekordwert. Gegenüber 2013 legten sie deutlich um 17,8 Prozent zu und erhöhten damit ihren Marktanteil weiter auf 10,8 Prozent. Dabei stiegen die Einmalbeiträge um 18,9 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro.

Klassische private Altersvorsorge ist das wichtigste Geschäftsfeld

Organisatorisch ist das Leben- und Krankenversicherungs-Geschäft des R+V-Konzerns im Wesentlichen in der R+V Personen Holding GmbH zusammengefasst. Nach gebuchten Bruttobeiträgen war die R+V Lebensversicherung AG mit über 5,2 Milliarden Euro im Jahr 2014 die weitaus größte Gesellschaft.

Auf die Condor Lebensversicherungs-AG entfielen 257 Millionen Euro und auf die R+V Pensionskasse AG 157 Millionen Euro. Außerhalb der Holding wurden bei der R+V Luxembourg Lebensversicherung S.A. 1,0 Milliarden Euro, bei der Assimoco Vita S.p.A. knapp 0,8 Milliarden Euro und bei der R+V Lebensversicherung a.G. 0,1 Milliarden Euro vereinnahmt.

Die gebuchten Beiträge der R+V Lebens- und Pensionsversicherer erhöhten sich im Inland um 9,1 Prozent und damit fast dreimal so stark wie der Markt (+3,1 Prozent). „Das bedeutendste Geschäftsfeld ist weiterhin die klassische private Altersvorsorge“, hatte dazu Friedrich Caspers, Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung AG, auf der Bilanz-Pressekonferenz erklärt.

R+V Leben AG steigerte das Neugeschäft um 12,7 Prozent

Bei der R+V Leben AG, Nummer zwei im deutschen Markt, stieg der Neubeitrag im Geschäftsjahr 2014 um 12,7 Prozent auf fast 2,8 Milliarden Euro, wovon 0,5 Milliarden Euro auf laufende Beiträge und 2,3 Milliarden Euro auf Einmalbeiträge entfielen. Mit den 0,4 Millionen Neuverträgen wuchs die verwaltete Stückzahl auf 4,3 Millionen.

Unter den neu abgeschlossenen Versicherungen hatten klassische Rentenversicherungen den größten Anteil – mit 37,6 Prozent am laufenden Beitrag und mit 47,5 Prozent im Einmalbeitragsgeschäft. Auf Verträge mit Indexpartizipation entfielen analog 10,1 Prozent beziehungsweise 43,1 Prozent. Die betriebliche Altersversorgung steuerte rund 20 Prozent zum Neugeschäft bei.

Ende 2014 beschäftigte die R+V Leben AG 2.126 (2013: 2.139) Mitarbeiter, davon 1.167 im Innendienst, 730 im angestellten und 191 im freien Außendienst sowie 38 Auszubildende. Im R+V-Konzern stieg die Mitarbeiterzahl laut Geschäftsbericht von 14.505 auf 14.747. Der Verwaltungskostensatz der R+V Leben AG lag mit 1,3 (Vorjahr: 1,4) Prozent unter dem Marktdurchschnitt.

Nettoverzinsung sank von 4,2 auf 4,1 Prozent

Zum im Geschäftsbericht ausgewiesenen Konzernergebnis (IFRS) 2014 in Höhe von 553 (Vorjahr: 207) Millionen Euro trug der Bereich Leben/Kranken 109 Millionen Euro bei, der Bereich Schaden/Unfall 364 Millionen Euro. Die R+V Leben AG weist für 2014 ein versicherungs-technisches Ergebnis von 31 (Vorjahr: 159) Millionen Euro in ihrem Geschäftsbericht aus.

Laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung stiegen die Erträge aus Kapitalanlagen um 70 Millionen Euro auf 1,9 Milliarden Euro und die entsprechenden Aufwendungen um 40 auf 440 Millionen Euro. Die laufende Durchschnittsverzinsung gemäß Verbandsformel lag bei 3,9 Prozent (Vorjahr: 4,0 Prozent). Die Nettoverzinsung betrug 4,1 Prozent nach 4,2 Prozent im Vorjahr.

Bild: R+V
Bild: R+V

Die Kapitalanlagen (ohne fondsgebundene Versicherungen) wuchsen um fünf Prozent auf 43,9 Milliarden Euro. 29,6 Prozent sind in Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen investiert. Jeweils rund 15 Prozent entfallen auf Schuldscheinforderungen, Namensschuld-Verschreibungen, Hypothekenforderungen und Inhaberschuld-Verschreibungen.

R+V setzt weiter auf ertragsorientiertes Wachstum

„Die R+V Versicherung AG wird ihre Strategie des ertragsorientierten Wachstums auch im Geschäftsjahr 2015 fortsetzen. Durch die gezielte Zeichnung von Risiken in weniger vom weichen Markt betroffenen Regionen und Sparten werden auch für 2015 Beitragswachstum und risikoadäquate Margen geplant“, heißt es im Prognosebericht.

Der Bruttoschadenaufwand soll das Niveau des Geschäftsjahrs 2014 nicht übersteigen. Im Vergleich zum Beitragswachstum wird ein proportionaler Kostenanstieg geplant, so dass ein zufriedenstellendes versicherungs-technisches Ergebnis für eigene Rechnung erreicht wird.

Bei den Kapitalanlagen soll das Aktienengagement leicht erhöht werden. Auch der Anteil von Immobilen und Infrastruktur solI weiter schrittweise erhöht werden, falls sich attraktive Investments bieten.

Weitere Details zur Geschäftsentwicklung können in den Geschäftsberichten des Konzerns sowie der Einzelgesellschaften nachgelesen werden, die auf dieser Internetseite zum Herunterladen bereitstehen.

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