Universa will sich weiterhin als Service-Versicherer profilieren

10.7.2018 – Digitalisierung ja, aber trotzdem das Angebot einer „vollumfänglichen Beratung“ an die Kunden. So lautet das Credo in den Geschäftsberichten 2017 der Universa Versicherungen. In der Berichtsperiode ist der Versicherungsverein mit dieser Strategie alles in allem offenbar gut gefahren.

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Den Universa Versicherungen „geht es darum, Bestehendes digital zu verwerten, uns konsequent in die Bedürfnisse unserer Kunden hineinzudenken und für diese einfache, personalisierte, schnelle Lösungen zu kreieren“. Zugleich werde durch entsprechende Beratungstools der Vertrieb unterstützt, um weiterhin eine „vollumfängliche Beratung“ zu gewährleisten.

So charakterisieren in den Geschäftsberichten 2017 die Universa Krankenversicherung a.G., die Universa Lebensversicherung a.G. und die Universa Allgemeine Versicherung AG ihre digitale Zukunftsstrategie. Der älteste private Krankenversicherer in Deutschland feiert in diesem Jahr sein 175-jähriges Jubiläum.

Für die Zukunft rechnet sich die Gruppe in ihren Prognoseberichten als Serviceversicherer daher „mannigfaltige Chancen“ aus. Dies insbesondere durch die Differenzierung gegenüber „Produktanbietern und Online-Portalen, bei denen sich der Kunde alle Informationen selbst beschaffen oder auf persönliche Vor-Ort-Beratung verzichten muss“.

Kennzahlenübersicht (Bild: Universa)
Kennzahlenübersicht (Bild: Universa)

Bestes Geschäftsergebnis in der Unternehmensgeschichte

Für die Kunden arbeitete die Gruppe im Berichtsjahr mit 346 eigenen Außendienstmitarbeitern und 7.815 Vertriebspartnern zusammen. Das waren drei weniger als im Geschäftsjahr 2016.

Sie trugen dazu bei, dass die Gruppe 2017 laut einer ergänzenden Pressemitteilung nach einem Zuwachs um 13,3 Prozent mit 125,5 Millionen Euro das beste Geschäftsergebnis nach Steuern in der Unternehmensgeschichte erzielte. Dazu steuerte der Krankenversicherer ein Ergebnis nach Steuern von 108,7 Millionen Euro bei und damit rund ein Viertel mehr als im Jahr zuvor.

Beim Lebensversicherer ging das Ergebnis nach Steuern dagegen von 16,4 Millionen auf 9,1 Millionen Euro zurück, die komplett der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugeführt wurden. Beim Schaden- und Unfallversicherer verminderte sich der Jahresüberschuss von 7,8 Millionen auf 6,9 Millionen Euro.

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Beitragsentwicklung verläuft unterschiedlich

Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen in der Krankenversicherung um 2,8 Prozent auf 567,6 Millionen Euro. In der Schaden- und Unfallversicherung sanken sie von 28,6 Millionen auf 27,8 Millionen Euro.

In der Lebensversicherung gingen sie von 115,6 Millionen auf 111,1 Millionen Euro zurück, wobei sich die Einmalbeiträge von 14 Millionen auf 9,1 Millionen Euro verminderten. Die Zahl der Versicherungsverträge im Bestand nahm beim Lebensversicherer von 178.639 auf 174.634 ab. Dennoch stiegen die laufenden Beträge für ein Jahr leicht um 0,4 Prozent auf 99,1 Millionen Euro.

Weniger Vollversicherte in der Krankenversicherung

Beim Schaden- und Unfallversicherer sank die Vertragszahl von 174.243 auf 167.613.

In der Krankenversicherung stieg die Zahl der insgesamt tarifversicherten Personen um 2.126 auf 888.603, wobei die Zahl der Vollversicherten um 0,4 Prozent auf 141.745 zurückging. Der Monatssollbeitrag wuchs um 2,8 Prozent auf 47,5 Millionen Euro.

Die gesamten Leistungen für Versicherungsnehmer erhöhten sich beim Krankenversicherer bei einer von 76 auf 73,3 Prozent rückläufigen Schadenquote um 9,7 Prozent auf 702,8 Millionen Euro. Die Verwaltungskostenquote ging von 2,9 auf 2,8 Prozent zurück und die Abschlusskostenquote von 6,6 auf 6,3 Prozent.

Kapitalanlageergebnisse steigen

Die Kapitalanlagen des Krankenversicherers stiegen um 7,6 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro an. Das daraus erwirtschaftete Ergebnis verbesserte sich von 142,2 Millionen auf 150,8 Millionen Euro.

Dies vor allem durch höhere Erträge aus Beteiligungen sowie aus Zuschreibungen, wie dazu im Geschäftsbericht angemerkt wird. Die Zuführungen zur erfolgsabhängigen Rückstellung für Beitragsrückerstattung wurden von 75 Millionen auf 97,7 Millionen Euro erhöht.

Beim Lebensversicherer der Gruppe stieg das Ergebnis aus den leicht um 6,8 Millionen auf 1,2 Milliarden Euro erhöhten Kapitalanlagen von 45,8 Millionen auf 49,3 Millionen Euro. Der Zuwachs resultiert hier laut Geschäftsbericht im Wesentlichen aus Veräußerungsabgängen, die sich aus dem erhöhten Zuführungsbedarf zur Zinszusatzreserve ergaben.

Höhere Kostenquoten trotz rückläufigem absoluten Aufwand

Die Leistungen für Versicherungsfälle gingen in der Lebensversicherung von 114,1 Millionen auf 112,3 Millionen Euro zurück. Die Verwaltungskostenquote stieg von 2,7 auf 2,9 Prozent, wobei die absoluten Verwaltungskosten mit 3,2 Millionen Euro unverändert waren.

Die Abschlussaufwendungen verminderten sich um 18,4 Prozent auf 11,3 Millionen Euro. Die Abschlusskostenquote wuchs dennoch von 3,7 auf 3,8 Prozent an.

„Hervorragende“ Combined Ratio in der Schaden- und Unfallversicherung

Bei der Universa Allgemeine nahmen die Gesamt-Schadenaufwendungen von 6,8 Millionen auf 7,0 Millionen Euro zu. Die Combined Ratio verschlechterte sich vor Rückversicherung brutto von 61,0 auf 66,3 Prozent. Sie stellt damit im Vergleich zum Branchenwert von 95 Prozent aber dennoch unverändert „ein hervorragendes Ergebnis“ dar, wird betont.

Das Kapitalanlageergebnis verharrte bei einem Anstieg der Kapitalanlagen von 71,9 Millionen auf 75 Millionen Euro bei 2,6 Millionen Euro. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ging von 10,6 Millionen auf 10,0 Millionen Euro zurück.

Die vollständigen Geschäftsberichte der Universa-Gruppe stehen unter diesem Link zum kostenlosen Download bereit.

 
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