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Universa Versicherungen spüren den Nachwuchs-Mangel

3.9.2019 – Die Versicherungsgruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2018 insgesamt ein deutliches Plus bei den Beitragseinnahmen, zumal auch der Lebensversicherer im Berichtsjahr wieder zulegen konnte. Bei der Entwicklung der Vertragszahlen im Bestand spürt der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit jedoch zunehmend die Folgen des demografischen Wandels.

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Anders als im Jahr zuvor (VersicherungsJournal 10.7.2018) trug 2018 auch die Lebensversicherung dank einer „positiven Neugeschäftsentwicklung“ wieder zum Beitragswachstum der Universa Versicherungen bei. Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor. Die gebuchten Bruttobeiträge bei der Universa Lebensversicherung a. G. stiegen im Berichtsjahr um 3,3 Prozent auf 114,7 Millionen Euro.

Zugleich ging die Zahl der Versicherungsverträge im Bestand bei dieser Gesellschaft jedoch um 2,3 Prozent auf 170.595 zurück. Noch stärker, nämlich um 4,1 Prozent auf 160.733 Stück, verminderten sie sich allerdings bei der Universa Allgemeine Versicherung AG.

Beim Schadenversicherer der Gruppe sanken aber zugleich die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen weiter um 2,8 Prozent auf 27,1 Millionen Euro. „Insbesondere in der Kfz-Versicherung, der Hausrat- und der Haftpflichtversicherung macht sich der demografische Wandel in der Gesellschaft bemerkbar, der einen verstärkten Abgang von Altverträgen bewirkt“, wird dazu im Geschäftsbericht erläutert.

Umsatzzuwachs vor allem in der Krankenversicherung

Den Zuwachs der Beiträge in der Gruppe insgesamt von 706,5 Millionen auf 732,3 Millionen Euro verdanken die Universa Versicherungen daher hauptsächlich der Universa Krankenversicherung a.G. Sie konnte insgesamt ein Beitragsplus von vier Prozent auf 590,5 Millionen Euro verzeichnen.

Die Zahl der tarifversicherten Personen wuchs bei ihr insgesamt leicht um 264 auf 888.867 an. In der Vollversicherung ging sie allerdings weiter um 0,3 Prozent auf 141.383 zurück.

Für Versicherungsfälle mussten im Berichtsjahr brutto 354,1 Millionen Euro aufgewendet werden und damit neun Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Schadenquote stieg von 73,3 auf 76,3 Prozent.

Die Verwaltungskostenquote ging leicht von 2,8 auf 2,7 Prozent zurück. Die Abschlusskostenquote stieg von 6,3 auf 6,6 Prozent.

Kapitalanlage-Management gestaltet sich immer schwieriger

Die Kapitalanlagen nahmen um 6,5 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro zu. Bei deren Management haben alle Gruppenmitglieder laut Geschäftsberichten ihre „vorwiegend konservative Anlagepolitik grundsätzlich aufrechterhalten“. Die Nettoverzinsung sank beim Krankenversicherer von 3,5 auf 3,0 Prozent.

Der Überschuss vor Steuern verminderte sich gegenüber 2017 daher von 110,9 Millionen auf 81,1 Millionen Euro. Nach Steuern verblieben 72,1 Millionen Euro – nach 108,7 Millionen Euro im Berichtsjahr zuvor, das allerdings „überdurchschnittlich erfolgreich“ gewesen war, wie im Geschäftsbericht angemerkt wird.

Geschäftszahlen auf einen Blick (Bild: Universa)
Bild: Universa

Gewinnzuwachs beim Lebensversicherer

Im Gegensatz dazu nahm das Ergebnis vor Steuern bei der Lebensversicherung von 10,2 Millionen auf 12,6 Millionen Euro zu und nach Steuern von 9,1 Millionen auf zehn Millionen Euro. Das aus den 1,2 Milliarden Euro Kapitalanlagen stark von 49,3 Millionen auf 34,8 Millionen Euro verminderte Ergebnis konnte also vollständig kompensiert werden.

Diese Abnahme resultiert jedoch im Wesentlichen aus einer verminderten Realisierung von Bewertungsreserven wegen des deutlich reduzierten Zuführungsbedarfs zur Zinszusatzreserve, wird im Geschäftsbericht erläutert. Wenig verändert haben sich die Leistungen für Versicherungsfälle in Höhe von 113,5 Millionen Euro – nach 112,3 Millionen Euro 2017.

Die Verwaltungsaufwendungen gingen bei dem Lebensversicherer leicht von 3,2 Millionen auf 3,1 Millionen Euro zurück, wodurch die Verwaltungskostenquote von 2,9 auf 2,7 Prozent sank. Die Abschlusskostenquote verharrte bei 3,8 Prozent, obwohl die absoluten Abschlusskosten aufgrund des guten Neugeschäfts um 18,5 Prozent auf 13,4 Millionen Euro zulegten.

Schadenversicherer verzeichnet mehr Schäden

Bei der Universa Allgemeine Versicherung AG reduzierten sich die gesamten Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb leicht von 8,2 Millionen auf 8,1 Millionen Euro. Dagegen nahmen die Gesamtschaden-Aufwendungen deutlich von sieben Millionen auf 8,7 Millionen Euro zu.

Ursächlich dafür waren laut Geschäftsbericht vor allem der Rückgang von Abwicklungsgewinnen sowie zwei Großschäden in der Unfallversicherung, dem mit Beitragseinnahmen von 10,5 Millionen Euro mit Abstand größten Versicherungszweig des Unternehmens. Die Combined Ratio vor Rückversicherung verschlechterte sich von 66,3 auf 75 Prozent.

Alles in allem „zufriedenstellende“ Ergebnisse

Im Vergleich zum Branchenwert von 96 Prozent und angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen „ist dies trotz des Anstiegs ein zufriedenstellendes Ergebnis“, wird im Geschäftsbericht betont. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung verminderte sich dadurch allerdings von 8,4 Millionen auf 6,3 Millionen Euro.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit sank bei dem Schadenversicherer der Gruppe von zehn Millionen auf 7,2 Millionen Euro. Einer der Gründe ist, dass, die Nettoverzinsung bei dem von 75 Millionen auf 78,4 Millionen erhöhten Kapitalanlagenbestand von 3,4 auf 2,6 Prozent schrumpfte. Der Jahresüberschuss nach Steuern ging von 6,9 Millionen auf 4,1 Millionen Euro zurück.

Alles in allem ist das Jahr 2018 in der Schadenversicherung dennoch „gut“ verlaufen und in der Kranken- und in der Lebensversicherung „zufriedenstellend“, so die zusammenfassende Beurteilung in den Geschäftsberichten der Universa-Gruppe (PDF – 4,7 MB).

 
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