R+V wächst in allen Sparten

11.4.2019 – Der Konzerngewinn der R+V im Geschäftsjahr 2018 ging nach IFRS von 795 Millionen Euro auf 448 Millionen Euro zurück. Die Beitragseinnahmen stiegen um 5,2 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro. Größter Geschäftsbereich blieb Leben/Kranken mit knapp 7,9 Milliarden Euro. Nach HGB vereinnahmte die R+V-Gruppe Bruttobeiträge in Höhe von 16,9 Milliarden Euro (+ 4,2 Prozent). Das HGB-Ergebnis erhöhte sich von 160 Millionen Euro auf 300 Millionen Euro. Das Beitragsvolumen im ersten Quartal 2019 lag mit 4,9 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Investiert wird in digitale Angebote und Services insbesondere für Kunden der genossenschaftlichen Bankengruppe.

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Im vergangenen Jahr eröffnete der Vorstandsvorsitzende der R+V-Gruppe Norbert Rollinger die Bilanzpressekonferenz mit dem Hinweis auf das hervorragende Geschäftsergebnis. Der Konzerngewinn nach internationaler Rechnungslegung betrug 795 Millionen Euro (VersicherungsJournal 21.3.2018). Für 2018 werden 448 Millionen Euro erwartet. Der Geschäftsbericht wird nachgereicht.

Beitragseinnahmen steigen über dem Marktdurchschnitt

Im Konzern stiegen die Beitragseinnahmen um 5,2 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro. Größter Geschäftsbereich blieb Leben/Kranken mit knapp 7,9 Milliarden Euro. Hier legten die gebuchten Bruttobeiträge nach IFRS um 3,4 Prozent zu. Noch stärker wuchs der Bereich Schaden/Unfall mit 5,0 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro.

Der dritte Bereich „übernommene Rückversicherung“ verzeichnete mit fast 2,4 Milliarden Euro ein Plus von 12,3 Prozent.

Nach HGB vereinnahmte die R+V-Gruppe Bruttobeiträge in Höhe von 16,9 Milliarden Euro, was einer Steigerungsrate von 4,2 Prozent entspricht. Davon entfielen auf die Sparte Leben inklusive Pensionskasse rund 7,8 (+ 1,0 Prozent), auf Kranken 0,6 (+ 5,9 Prozent) und auf Schaden/Unfall 5,7 Milliarden Euro (+ 5,1 Prozent).

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Kapitalanlagen werfen deutlich weniger ab

Kennzahlen (Bild: R+V)
Ausgewählte Kennzahlen im Jahresvergleich.
Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: R+V)

Das Kapitalanlageergebnis sank von 3,3 Milliarden Euro im Jahr zuvor auf 1,2 Milliarden Euro. Dabei erhöhten sich die Kapitalanlagen von 101 auf 102,9 Milliarden Euro (+ 1,9 Prozent). Nach der deutschen Rechnungslegung HGB erhöhte sich das Ergebnis der Konzernholding 2018 von 160 Millionen Euro auf 300 Millionen Euro.

Die ökonomische Risikotragfähigkeit für die R+V-Gruppe lag per 31. Dezember 2018 bei 238 Prozent. Der Vergleichswert des Vorjahres betrug 277 Prozent.

Verwaltungskosten

Bei den Verwaltungskosten blieb die R+V unter Branchenniveau. Die Quoten fielen wie folgt aus: Leben/Pension 1,2 (Vorjahr: 1,2) Prozent, Kranken 1,6 (1,6) Prozent, Schaden/Unfall: 10,9 (11,0) Prozent.

Die Versicherungsleistungen beliefen sich insgesamt auf 14,2 Milliarden Euro. Die R+V zählte 135.000 Elementarschäden, 19.000 mehr als im Vorjahr. Im Konzernsegment Schaden/Unfall schlug ein erhöhter Elementarschadenaufwand insbesondere infolge zahlreicher Stürme mit 257 Millionen Euro zu Buche, der damit um 18,5 Prozent über dem Vorjahr lag.

Auch 2019 will die R+V markt-überdurchschnittlich wachsen

Das Beitragsvolumen im ersten Quartal 2019 bezifferte Rollinger mit 4,9 Milliarden Euro. Damit lag es auf dem Niveau des Vorjahres. Für das Gesamtjahr peilt die R+V ein erneutes markt-überdurchschnittliches Wachstum an. Ein wichtiger Wachstumstreiber sei die Schaden-/ Unfallversicherung und hier insbesondere die Kfz-Versicherung. Unter dem Strich wurden 40.000 neue Kfz-Verträge hinzugewonnen.

In der Lebensversicherung sind die laufenden Neubeiträge gegenüber dem Vorjahresquartal um 12,3 Prozent auf 222 Millionen Euro gestiegen. Im aktuellen Geschäftsjahr erwartet die R+V weitere Wachstumsimpulse. Dafür richtet der Versicherer seine Produktpalette und das digitale Angebot auf das Privatkundengeschäft der Volksbanken und Raiffeisenbanken aus.

Mit dem Einstieg in das Versorgungswerk der Presse GmbH ist die R+V an allen wesentlichen Versorgungswerken beteiligt. Großes Potenzial böte neben der betrieblichen Altersversorgung auch die betriebliche Krankenversorgung. Die Gruppe betreut insgesamt 8,6 Millionen Kunden, darunter 200.000 Neukunden.

 
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