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Provinzial Nordwest: Prognosen werden Corona zum Opfer fallen

19.5.2020 – Mit einem deutlichen Plus in der Schaden- und Unfallversicherung sowie bei den Einmalbeiträgen ist der Provinzial-Nordwest-Konzern 2019 deutlich gewachsen. Auch 2020 hat gut begonnen. Bei der Fusion mit der Provinzial Rheinland ist man eigenen Angaben zufolge auf der Zielgeraden.

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Die Provinzial Nordwest Versicherungen melden für das erste Quartal 2020 ein Beitragsplus von 6,6 Prozent in der Schaden- und Unfallversicherung. Getragen von einem Zuwachs von über elf Prozent auf 152,5 Millionen Euro legten die Beiträge in Leben um 4,5 Prozent zu. Der laufende Neubeitrag erhöhte sich um 5,1 Prozent auf 20,6 Millionen Euro.

Beitragswachstum auf knapp vier Milliarden erwartet

Nach dem guten Start in diesem Jahr rechnet der Vorstand jedoch im aktuellen Konzernbericht, dass seine bisherigen Prognosen der Coronakrise zum Opfer fallen. Es sei wahrscheinlich, dass „die Corona-Krise zu erheblichen Beeinträchtigungen der Entwicklung des Neugeschäfts, der Beitragseinnahmen, des Schadenaufwands, der Kapitalanlage- und der Jahresergebnisse führen wird“.

Dabei setzen die Vertriebspartner nach Unternehmensangaben „alle klassischen und digitalen Kontaktmöglichkeiten flexibel“ für ihre Kunden ein. Der Konzern unterstütze seine Kunden zudem mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket.

Im Ausblick des Konzernberichts wird für 2020 aber noch ein Beitragswachstum auf knapp vier Milliarden Euro erwartet, wozu die höheren Beiträge in SHU und rund 800 Millionen Euro Einmalbeiträge in Leben beitragen sollen.

Produktneuerungen angekündigt

2020 soll die Beitragssumme in der Lebensversicherung auf drei Milliarden Euro steigen. 2019 wuchs diese um 9,4 Prozent auf 2,63 Milliarden Euro. Produktneuerungen, vor allem durch solche mit kapitaleffizienten Tarifen wie dem „GenerationenDepot“ und der „GarantRenteVario“, sollen zum Wachstum beitragen.

Einen wesentlichen Wachstumsbeitrag sollen die Sparkassen leisten, die bereits 2019 rund 62 Prozent des Leben-Neugeschäftes zeichneten. 34 Prozent akquirierten die eigenen Agenturen und nur vier Prozent „Makler und Sonstige“.

Nach dem schadenarmen Jahr 2019 mit einer besonders niedrigen bilanziellen Schadenquote von nur 60,1 (2018: 71,1) Prozent, erwartet der Vorstand für das laufende Jahr einen Wert von zumindest 67 Prozent. Zusammen mit höheren Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb soll die Schaden- und Kostenquote auf 92 Prozent steigen – nach 85,8 (95,1) Prozent 2019.

Vor Steuern rechnet der Vorstand nur noch mit einem Konzerngewinn zwischen 110 und 130 Millionen Euro. 2019 betrug das Bruttoergebnis 146,3 (156,0) Millionen Euro und fiel damit trotz des Rückgangs besser aus als erwartet.

Kennzahlen 2019 und 2018 (Bild: Provinzial Nordwest)
Kennzahlen des Konzerns aus den Jahren 2019 und 2018. Zum Vergrößern Bild klicken. (Bild: Provinzial Nordwest, Geschäftsbericht 2019)

Überdurchschnittliche Zuwächse für Wohngebäude und Kraftfahrt

2019 hatten die drei Kompositgesellschaften (Westfälische Provinzial Versicherung AG, Provinzial Nord Brandkasse AG und Hamburger Feuerkasse Versicherungs-AG) die Beiträge im selbst abgeschlossenen Schaden- und Unfallversicherungs-Geschäft um 5,2 Prozent auf rund 2,05 (1,95) Milliarden Euro gesteigert.

Auch die Provinzial Rheinland Versicherungen, mit denen nach aktuellem Stand rückwirkend zum 1. Januar 2020 fusioniert werden soll (VersicherungsJournal 31.3.2020), sind 2019 deutlich gewachsen (29.4.2020).

Überdurchschnittliche Zuwächse werden für die Wohngebäudeversicherung mit einem Plus von 8,2 Prozent und die Kraftfahrtsparte mit 4,6 Prozent genannt. Das Neugeschäft in der Schaden- und Unfallversicherung erreichte mit insgesamt 292 (248) Millionen Euro ein Rekordvolumen.

Das Lebensversicherungs-Geschäft wuchs 2019 um 7,5 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro Beitrag, was im Wesentlichen aus dem höheren Einmalbeitrag von 645,1 Millionen Euro (+ 21,9 Prozent) herrührt.

Dickes Kapitalpolster

Aus den Kapitalanlagen von 19,1 Milliarden Euro (- 2,8 Prozent) wurden 600,6 (588,1) Millionen Euro Ergebnis erwirtschaftet. Dies entspricht einer Nettoverzinsung von 3,1 (3,0) Prozent. Infolge des gesunkenen Zinsniveaus an den Kapitalmärkten waren zur Finanzierung der Rückstellung für die Zinszusatzreserve 172,1 (11,8) Millionen Euro notwendig.

Diese beträgt danach 1,66 (1,49) Milliarden Euro. Das Rohergebnis vor Steuern ging infolge der Zuführung auf 88,1 (119,7) Millionen Euro zurück. Davon wurden 59,1 (93,3) Millionen Euro der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugeführt.

Die Solvenzquote des Lebensversicherers wird mit 522 (705) Prozent angegeben. Bei diesem Wert sind die Übergangsmaßnahmen und die Volatilitätsmaßnahme zur Bewertung langfristiger Garantien berücksichtigt. Ohne diese Hilfe hätte die Quote aber immer noch bei gut 328 Prozent gelegen.

Details zum Geschäftsjahr 2019 finden sich im Konzernbericht unter diesem Link (PDF-Datei, 2,40 MB).

 
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