Oberösterreichische will über Makler wachsen

14.3.2019 – Die deutsche Niederlassung der Oberösterreichischen sieht sich nach fünf Jahren Marktpräsenz auf einem guten Weg und verlängerte die Zusammenarbeit mit Peter Schmidt. Der Maklerversicherer für Nischen- und Alltagsprodukte will 2019 sein Geschäft hierzulande weiter ausbauen und Online-Abschlüsse über das eigene Portal ermöglichen.

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Die Oberösterreichische Versicherung AG, Niederlassung Deutschland (OOEV) bleibt unter Führung von Dr. Peter Schmidt: Das Linzer Unternehmen hat den Vertrag mit dem Leiter der deutschen Vertretung vorzeitig bis 2026 verlängert, so die Gesellschaft in einer Mitteilung.

Peter Schmidt (Bild: OOEV)
Peter Schmidt (Bild: OOEV)

In den vergangenen fünf Jahren konnte sich das Unternehmen „unter der Ägide von Schmidt in Deutschland erfolgreich weiterentwickeln“, heißt es weiter.

Der Manager ist seit 2013 an Bord. 2014 startete der Versicherer unter dem Namen Oberösterreichische (vormals Diehanauer24 Versicherungsvertriebs-GmbH) im deutschen Markt (VersicherungsJournal 19.5.2014).

Nach eigenen Angaben verdoppelte die Niederlassung am Standort Hanau, die elf Mitarbeiter beschäftigt, ihren Bestand auf aktuell über 110.000 Verträge.

Das Prämienvolumen stieg von 2013 bis 2018 von rund fünf auf zuletzt neun Millionen Euro. Die jährliche Steigerung der Vertragsanzahl beziffert Schmidt auf zirka 10.000 Policen.

Der Versicherer habe hierzulande „immer gute schwarze Zahlen geschrieben“, so der Manager gegenüber VersicherungsJournal, ohne aber konkrete Zahlen zu nennen.

1.800 Kontakte zu Maklern

Als reiner Nischenversicherer für Photovoltaikanlagen auf dem deutschen Markt gestartet, habe sich die Oberösterreichische Versicherung mittlerweile als Maklerversicherer für die privaten Sachsparten positioniert (VersicherungsJournal 20.9.2016, 1.7.2016).

Derzeit bietet der Versicherer in Deutschland „Nischenlösungen für Dauer-Camper und Photovoltaik ebenso wie Alltagsprodukte für Haus und Wohnung mit soliden Leistungen zu einem attraktiven Preis“, erklärt Schmidt.

Im Mittelpunkt stehe dabei die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Maklerpools und Kundenportalen. In Deutschland unterhält das Unternehmen nach seinen Angaben 1.800 Verbindungen zu Maklern, darunter Geschäftsbeziehungen mit den Pools Blaudirekt GmbH & Co. KG, Invers GmbH, Maxpool Servicegesellschaft für Finanzdienstleister mbH, KAB Maklerservice GmbH und VFV GmbH Sachpool.

Als Alleinstellungsmerkmale gegenüber Wettbewerbern nennt Schmidt folgende Faktoren: Spezialwissen seit über zwölf Jahren im Bereich Photovoltaik-Versicherungen, Zusammenarbeit in Deutschland nur mit Maklern, persönliche Ansprechpartner für die Partner statt Hotline-Kontakt und das neue Online-Tool für Endkunden „Keine-Sorgen-Check“.

Gesundes Wachstum 2019 fortsetzen

In Deutschland startete der Versicherer mit dem virtuellen Angebot erst im Februar. „Erfahrungen, wie die Verbraucher den Check annehmen, konnten wir noch nicht sammeln“, sagt Schmidt. Die Offerte versteht Schmidt als „spielerischen Tool für Endkunden“. Makler könnten ihn im Kundengespräch „als Mehrwert für eine ganzheitliche Beratung nutzen“.

Ab Sommer 2019 will die Oberösterreichische dann über den Keine-Sorgen-Check einen Online-Abschluss für die Nischenprodukte „Dauer-Camper“ und „Klima-Pro“, die Photovoltaik-Police, anbieten.

Als Zielsetzung für das laufende Geschäftsjahr nennt der Niederlassungsleiter: „Das gesunde, organische Wachstum fortsetzen.“

Österreich: mehr regionale Verbundenheit

Der deutsche und der österreichische Markt unterscheiden sich laut Schmidt vor allem durch die Größe: „Es ist klar, dass der deutsche Markt mit mehr potentiellen Kunden, Marktteilnehmern, Maklerpools und Kundenplattformen anders als unser Heimatmarkt in Österreich ist.“

Die Herausforderungen für Versicherer seien in beiden Ländern durch die Regulierung des Marktes und von Produkten, die Integration der Digitalisierung in die Prozesse im Unternehmen sowie zu den Vermittlern und Kunden oder das Thema demografische Entwicklung ähnlich.

„Ich finde es aber auch gut, dass in Österreich die regionale Verbundenheit von Kunden und Vermittlern zu Versicherern noch stärker als in Deutschland ist“, betont Schmidt.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Demografie · Digitalisierung · Maklerpool · Mitarbeiter · Regulierung · Versicherungsvertrieb
 
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