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MLP investiert in Neukundengewinnung übers Web

8.4.2019 – In dem nachgereichten Geschäftsbericht hat der Finanzvertrieb die bereits publizierten Geschäftszahlen bestätigt. Von den über 18.000 neuen Privatkunden wurde fast ein Drittel online gewonnen. MLP rechnet für das Geschäftsjahr 2019 insgesamt mit einem leichten Anstieg des Ebit und erneut mit einem leicht negativen Finanzergebnis.

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Rund vier Wochen nach der Bilanz-Pressekonferenz hat die MLP SE ihren Geschäftsbericht online nachgereicht. Darin werden die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2018 offiziell bestätigt.

Der Gesamtumsatz ist im vergangen Jahr um knapp sechs Prozent auf 666 Millionen Euro gestiegen. Ebenso stark erhöhten sich Provisionserlöse auf knapp 625 Millionen Euro (VersicherungsJournal 1.3.2019).

Umstrukturierung erschwert Vergleich mit dem Vorjahr

Dabei sind die erzielten Ergebnisse in den einzelnen Segmenten mit denen des Vorjahres nicht oder nur bedingt vergleichbar. Im Berichtszeitraum wurde von der MLP Banking AG rückwirkend zum 1. Oktober 2017 der Teilbetrieb Makler abgespalten.

Mit diesem Schritt wurden alle regulierten Bankaktivitäten inklusive der Anlageberatung in der MLP Banking AG gebündelt, während alle anderen Beratungsleistungen aus der neuen MLP Finanzberatung SE kommen. Im Segment Feri entstehen vor allem Erlöse aus dem Beratungsfeld Vermögensmanagement, im Segment Domcura vor allem aus der Sachversicherung.

Im Segment Finanzberatung zeigen sich die Erlöse aus den Beratungsfeldern Altersvorsorge, der Kranken- und Sachversicherung sowie der Finanzierungs- und Immobilienvermittlung. Im Segment Banking sind alle Bankdienstleistungen für Privat- und Geschäftskunden gebündelt – vom Vermögensmanagement über Konto und Karte bis hin zum Zinsgeschäft.

Segment Finanzberatung steuert 50 Prozent der Erlöse bei

Die Umsatzerlöse im Segment Finanzberatung stiegen von 126,8 auf 347,2 Millionen Euro. Die sonstigen Erlöse lagen bei 20,3 (Vorjahr: 6,4) Millionen Euro. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen aus dem Provisionsgeschäft verdreifachten sich auf 171,7 (Vorjahr: 58,5) Millionen Euro. Für Personal wurden 66,1 nach 21,5 Millionen Euro aufgewendet.

Auch die planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen erhöhten sich entsprechend und lagen bei 11,7 (Vorjahr: 3,7) Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 103,3 (Vorjahr: 27,2) Millionen Euro.

Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (Ebit) in diesem Segment sank im Berichtsjahr auf 17,9 (Vorjahr: 24,9) Millionen Euro. Bei einem Finanzergebnis von unverändert -0,2 Millionen Euro ging das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) auf 17,7 (Vorjahr: 24,7) Millionen zurück.

Erlöse MLP (Bild: Wichert)

Segmente Bankberatung, Feri und Domcura

Die Umsatzerlöse im Segment Bankberatung gingen von 278,3 auf 75,8 Millionen Euro zurück, die Aufwendungen für bezogene Leistungen aus dem Provisionsgeschäft von 129,0 auf 31,0 Millionen Euro. Das Ebit verbesserte sich von -4,6 auf 12,5 Millionen Euro.

Die Feri AG erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 146,2 (Vorjahr: 139,7) Millionen Euro. Im Zuge dieser höheren Umsatzerlöse stiegen die Aufwendungen für das Provisionsgeschäft auf 85,3 (81,8) Millionen Euro. Das Ebit wuchs auf 21,8 (19,9) Millionen Euro.

Die Umsatzerlöse der Domcura AG stiegen im Berichtsjahr auf 83,4 (Vorjahr: 73,3) Millionen Euro. Insbesondere für die Vermittlervergütungen wurden 54,6 (Vorjahr: 48,3) Millionen Euro aufgewendet. Es blieb bei einem Finanzergebnis von 0,0 Millionen Euro.

Ein Drittel der Neukunden stammen aus dem Web

MLP konnte im vergangenen Jahr 18.266 (Vorjahr: 19.800) neue Privatkunden, so genannte Familienkunden, gewinnen. Dabei stieg der Anteil der online initiierten Neukunden auf 29 Prozent. Insgesamt betreute die MLP Gruppe zum Stichtag 541.150 Familienkunden (Vorjahr: 529.100) und 20.892 Firmen- und institutionelle Kunden (Vorjahr:19.800).

MLP hatte 2018 im Rahmen seiner Digitalisierungs-Strategie seine Präsenz im Web und den sozialen Medien ausgebaut und vertieft. Um die Online-Akquise weiter zu stärken, wurde die Zusammenarbeit mit der Uniwunder GmbH intensiviert und die Beteiligung an diesem Start-Up Unternehmen auf 49 Prozent aufgestockt. MLP strebt an, auch im Web Gesprächspartner für alle Finanzfragen sein.

Ausblick 2019

MLP rechnet für das Geschäftsjahr 2019 insgesamt mit einem leichten Anstieg des Ebit gegenüber dem Vorjahr. Investiert werden soll vor allem in den Hochschulbereich und die weitere Umsetzung der Digitalisierungs-Strategie. Im abgelaufenen Geschäftsjahr flossen bereits rund 4,4 Millionen Euro in die Digitalisierung. Nochmals 25 Millionen Euro werden dafür in den nächsten zwei Jahren veranschlagt.

Positive Impulse für das Neugeschäft sollen laut Prognosebericht von der betrieblichen Altersvorsorge durch das bereits 2018 in Kraft getretene Betriebsrenten-Stärkungsgesetz ausgehen. Insgesamt rechnet MLP für den Bereich Altersvorsorge im Geschäftsjahr 2019 mit einem Neugeschäft leicht über dem Niveau des Vorjahres.

Im Bereich Sachversicherungen wird nach wie vor Wachstumspotenzial gesehen. Die Zahl der Vermittler soll netto wachsen. Unter dem Strich wird für 2019 wie in 2018 erneut ein leicht negatives Finanzergebnis erwartet.

 
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