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Mailo will Wachstum über Vermittler forcieren

13.11.2019 – Der Schaden- und Unfallversicherer Mailo äußert sich zufrieden mit seinem ersten Rumpfgeschäftsjahr. Die nach Unternehmensangaben hohe Nachfrage bei Spezialmaklern und Assekuradeuren habe man anfangs unterschätzt. Mit zusätzlichem Personal soll das Geschäft über Vermittler im kommenden Jahr weiter ausgebaut werden. Das Insurtech will in den kommenden Wochen eine Cyberpolice auf den Markt bringen, ein Rechtsschutztarif soll Anfang 2020 folgen.

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Ende Februar ging die Mailo Versicherung AG mit einer Lizenz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin) offiziell in Deutschland an den Start (VersicherungsJournal Medienspiegel 27.2.2019, Medienspiegel 6.9.2018).

Matthias Uebing (Bild: Mailo)
Matthias Uebing (Bild: Mailo)

Das junge Unternehmen konzentriert sich auf das Geschäft mit Gewerbetreibenden und Freiberuflern: „Wir adressieren die neue Berufswelt. Unser Fokus liegt auf den Zielgruppen Freelancer, Selbstständige und Kleinunternehmer. Aber natürlich haben wir auch für klassische Betriebe aus dem Handwerk, dem Handel sowie Bäckereien geeignete Angebote“, erklärt Dr. Matthias Uebing, Generalbevollmächtigter des Unternehmens gegenüber dem VersicherungsJournal.

Er führt den Versicherer gemeinsam mit Armin Molla, Vorstand für Vertrieb und IT, und Sten Nahrgang, der als Vorstand die Ressorts Finanzen und Versicherungstechnik verantwortet. Hinter dem Unternehmen stehen unter anderem die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG und die Deutsche Rückversicherung AG (14.3.2019).

Nachfrage im Gewerbe-Segment unterschätzt

Mit dem Start des Insurtechs nach den ersten acht Monaten zeigt sich Uebing zufrieden. Er räumt allerdings ein: „Den großen Bedarf und die dadurch entstandene hohe Nachfrage von Spezialmaklern und Assekuradeuren haben wir in unserem Segment schlicht unterschätzt. Operativ stellt uns das derzeit vor Herausforderungen, die wir in den kommenden Monaten mit zusätzlichen Mitarbeitern meistern werden.“

Auf der Kundenseite lägen die Prioritäten auf der Hand: „Unsere Klientel hat mehr Angst vor Datenverlust, Urheberrechts-Verletzungen oder einem Beratungsfehler als vor einem Rohrbruch. Dementsprechend konnten wir feststellen, dass die Haftpflichtsparte bei unseren Kunden einen höheren Stellenwert hat, als zum Beispiel die Inhaltssparte“, erklärt der Mailo-Manager. Haftpflicht mache derzeit rund 80 Prozent des Neugeschäfts aus.

Tarife für verschiedene Zielgruppen

Im September brachte der Versicherer für rund 150 verschiedene Arten von Bürobetrieben einen Tarif mit Versicherungssummen von zwei, drei oder fünf Millionen Euro auf den Markt (3.9.2019). Neben den Produkten für Einzelhändler und Berater (7.10.2019), arbeitet das Unternehmen an Angeboten für weitere Zielgruppen wie Gastronomie, Syndikusrechtsanwälte und Gründer.

Kürzlich hat der Versicherer ein Paket aus Betriebs-, Vermögensschaden-Haftpflicht-, Inhalts- und Elektronikversicherung für Autoren und Journalisten vorgestellt (5.11.2019). Eine Cyberpolice für Freiberufler und Selbstständige soll noch in diesem Jahr folgen. Eine Rechtsschutz-Versicherung will Mailo Anfang 2020 über eine Kooperation auf den Markt bringen.

Expansion 2020 geplant

Im Vertrieb arbeitet Mailo nach eigenen Angaben mit allen großen Pools zusammen und zusätzlich mit einer Reihe von Spezialmaklern. Zusätzlich kooperiert der Versicherer auch mit Assekuradeuren wie der Direkt Assekuranz Service GmbH. Der Mailo-Chef will 2020 „das Maklergeschäft massiv weiter ausbauen“.

Für das kommende Geschäftsjahr ist zudem der Ausbau der Belegschaft ein Ziel des Mailo-Managements. Der Digitalversicherer beschäftigt derzeit knapp 30 Mitarbeiter. Das Team besteht vor allem aus Gewerbe-, Vertriebs- und IT-Spezialisten.

„Köln ist heute ein Top-Standort, um gute Versicherungs-Mitarbeiter zu rekrutieren. Das Kapital ist auch vorhanden. Wir müssen jetzt diese Chancen nutzen. Erfahrungsgemäß steht dafür immer nur ein begrenztes Zeitfenster zu Verfügung“, meint Uebing.

Des Weiteren will er mit seinen Vorstandskollegen in den nächsten Monaten „die Expansion in europäische Nachbarländer intensiv prüfen“. Zur finanziellen Planung des Insurtechs hält sich Uebing bedeckt: „In den nächsten vier Jahren wollen wir profitabel arbeiten. Und das sieht aktuell gut aus.“

 
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