Itzehoer wächst mit Maklergeschäft

10.4.2019 – Dank der Übernahme des Rechtsschutzbestandes der Alten Leipziger und mehr Maklergeschäft ist die Itzehoer 2018 um gut ein Fünftel gewachsen. 2019 soll der Beitrag um 4,6 Prozent steigen. Der personelle und der räumliche Ausbau gehen weiter. Der Ertrag sank 2018 deutlich.

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Die Itzehoer Versicherung/Brandgilde von 1691 Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit hat 2018 ihre Bruttobeiträge um 21,7 Prozent auf 505,3 Millionen Euro Bruttobeitrag gesteigert. Hinzu kommen für die Gruppe weitere 49,3 (2017: 49,3) Millionen Euro in der Lebensversicherung.

Reserven gestärkt

Dass der Jahresüberschuss im Verein auf 5,0 (14,0) Millionen Euro schrumpfte, basiert auf einer Verstärkung der Reserven. Der Bruttogewinn vor Schwankungs- und Drohverlustrückstellung belief sich auf 15,7 (9,1) Millionen Euro. So wurden unter anderem der Schwankungsrückstellung 26,9 Millionen Euro zugeführt nach 9,8 Millionen Euro Auflösung im Vorjahr.

Der Jahresüberschuss verbleibt im Unternehmen. Die Brutto-Eigenkapitalquote vermindert sich aufgrund des Wachstums auf 37,4 (44,4) Prozent. Die versicherungs-technischen Rückstellungen betrugen zum Bilanzstichtag 773,78 (593,07) Millionen Euro; davon waren 11,13 (11,73) Millionen Euro Schwankungsrückstellung.

Übernommene Rechtsschutz-Verträge

Der Versicherungsbestand stieg 2018 um 17,4 Prozent auf 2.952.166 Risiken. Sechs Prozentpunkte des Beitragsplus kommen laut Geschäftsbericht aus organischem Geschäft. 43,7 Prozent der Beiträge entfallen auf die Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung und weitere 26 Prozent auf den Kasko-Schutz. Die drittgrößte Sparte ist die Rechtsschutz-Versicherung mit einem Beitragsanteil von 14,4 Prozent.

Von der Alten Leipziger Versicherung AG waren knapp 300.000 Rechtsschutz-Verträge mit 62,5 Millionen Euro Beitrag übernommen worden (VersicherungsJournal 26.6.2017). Damit vervielfachte sich der Bestand auf 346.768 (53.544) Verträge. Die gebuchten Brutto-Beiträge erreichen nun 72,9 (9,4) Millionen Euro.

Zwei Drittel des Rechtsschutzgeschäftes kommt über Makler, 22 Prozent über Kooperationen und zwölf Prozent über die Ausschließlichkeit. Nach Unternehmensangaben ist es 2018 „bereits gelungen, den Bestand zu stabilisieren und die Ertragssituation bis hin zum Erreichen der Gewinnzone zu verbessern.“ Die Sparte machte nach 8,8 (2,1) Millionen Euro Zuführung zur Schwankungsrückstellung 10,3 (0,2) Millionen Euro Nettoverlust.

Kennzahlen (Bild: Itzehoer)
Kennzahlen der Itzehoer Versicherung/Brandgilde in der Zeitreihe (Bild: Itzehoer)

Maklervertrieb

Haupttreiber für das Wachstum in der Autoversicherung war nach Unternehmensangaben der Maklervertrieb. Auf ihn entfielen 44 (41) Prozent des Neugeschäftes. Es folgten die Ausschließlichkeit mit 33 (34) Prozent und der Direktvertrieb (Admiraldirekt) mit 23 (25) Prozent.

In der Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung vergrößerte sich der Bestand um 5,7 Prozent auf 921.494 (871.555) Kfz-Risiken. Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich um 4,8 Prozent auf 220,7 Millionen Euro. Die Combined Ratio betrug 100,1 (95,2) Prozent.

Weiterer Anbau

Bedingt durch die Übertragung des Rechtsschutzbestandes wuchsen die Kapitalanlagen um 17,4 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro. Diese erbrachten 20,5 (18,2) Millionen Euro Kapitalanlageergebnis.

Als Folge des Wachstums wurde die Belegschaft auf 801 (695) Mitarbeiter erhöht. Weitere Einstellungen seien geplant. Bis 2022 soll ein sechsgeschossiger Anbau an die Hauptverwaltung für bis zu 200 Mitarbeiter fertig sein. Dafür werden 25 Millionen Euro investiert.

Gewinnziel von fünf Millionen Euro Jahresüberschuss

Für 2019 hat sich der Verein ein Wachstumsziel von 4,6 Prozent gesteckt. Hauptwachstumsmotor soll die Kraftfahrzeugsparte sein. Gute Kalkulationsgrundlagen, auskömmlichere Tarife und klare Segmentausrichtung ließen eine unveränderte Brutto-Geschäftsjahres-Schadenquote von 80 Prozent erwarten, wird im Ausblick mitgeteilt.

Dort wird ein Gewinnziel von fünf Millionen Euro Jahresüberschuss genannt – in der den Geschäftsbericht begleitenden Pressemitteilung werden circa sechs Millionen Euro erwartet. Weitere Details finden sich im Geschäftsbericht 2018 unter diesem Link (PDF-Datei, 1,13 MB).

 
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