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Gothaer schafft Trendwende in Leben und bei Janitos

15.4.2019 – Der Gothaer-Konzern ist 2018 zwar nur „branchen- und strategiekonform“ gewachsen, hat mit einem hohen Neugeschäft aber das Fundament für einen deutlichen Ausbau in diesem Jahr gelegt. In der Bilanzpressekonferenz wurden die im Dezember für 2018 vorgelegten vorläufigen Geschäftszahlen bestätigt sowie weitere Produktinnovationen angekündigt.

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„Unser Neugeschäft ist exorbitant gewachsen: 18 Prozent mehr Produktion in Leben, 38 Prozent mehr bei der Gothaer Allgemeinen und 21 Prozent mehr in der Krankenversicherung. Dies wird sich erst in den gebuchten Bruttobeiträgen 2019 niederschlagen“, sagte Gothaer-Konzernchef Dr. Karsten Eichmann in der Bilanzpressekonferenz.

Auf dieser Basis rechnet er für 2019 mit einem höheren Beitragswachstum als im Markt. Zielzahlen für 2019 wollte er nicht nennen.

Architekten und Industrie im Fokus

Wachstumstreiber waren 2018 nach Unternehmensangaben neue Produkte und starke Vertriebe über alle Kanäle hinweg. Noch bis Ende diesen Jahres modernisiert die Gothaer Allgemeine ihre gesamte Produktpalette.

Für Oktober 2019 ist ein Kfz-Tarif für E-Fahrzeuge angekündigt. Besonderheit seien dabei die Entschädigung der Batterie zum Neuwert und eine vergleichsweise günstige Prämie. Nach den Erfahrungen mit einer Tesla-Flotte gehe man davon aus, dass E-Autofahrer gute Risiken seien.

Zudem soll es einen K-Tarif mit einer Option zur CO2-Neutralität geben. Im Fokus von Komposit steht 2019 die Architektenhaftpflicht sowie Sach-Industrie. Erstere war 2018 ebenso wie das Kraftfahrtgeschäft der Asstel saniert worden. Die Asstel Sachversicherung AG war 2017 auf die Gothaer Allgemeine Versicherung AG verschmolzen worden.

Architekten und Industrie

Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2018 stellen sich weit gehend so dar, wie sie der Konzern im Dezember prognostiziert hatte (VersicherungsJournal 12.12.2018). Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen auf Konzernebene um 2,1 Prozent auf 4,38 Milliarden Euro.

Für 2018 wurden bereits die Geschäftsberichte der drei Haupt-Risikoträger vorgelegt, der Konzernabschluss aber noch nicht. Insofern sind die Konzernzahlen noch vorläufig. Der Konzern ist im Übrigen zur Bilanzierung nach HGB-Vorschriften zurückgekehrt, weil der Standard nach IFRS hohe Investitionen erfordert hätte.

Beim Konzernjahresüberschuss nach Steuern wird mit 119 (212) Millionen Euro gerechnet. Der Rückgang ergibt sich zum einen aus einer ungünstigeren Versicherungstechnik. Belastet durch hohe Naturkatastrophen-Schäden erhöhte sich die Combined Ratio auf 95,1 (91,2) Prozent.

Des Weiteren fiel das Kapitalanlageergebnis auf 885 (1.297) Millionen Euro. Im Zuge der taktischen Portfoliosteuerung und auch vor dem Hintergrund von Solvency II war 2017 ein Teil einer großen Unternehmensbeteiligung verkauft worden, um deren dominierende Gewichtung innerhalb des Beteiligungsportfolios zu beseitigen. Diesen positiven Sondereffekt gab es 2018 nicht mehr.

Höhere Solva-Quoten

Das Konzerneigenkapital nahm auf 1,16 (1,04) Milliarden Euro zu. Die Solvenzquote auf Gruppenebene hat sich auf 200 (186) Prozent erhöht; bei der Gothaer Lebensversicherung AG sind es 239 (177) Prozent, bei der Gothaer Krankenversicherung AG 525 (515) Prozent (jeweils nur mit Volatilitätsanpassung).

Als Folge der Sanierungen ist die Gothaer Allgemeine 2018 nur um 0,4 Prozent auf 1,81 Milliarden Euro Beitrag gewachsen, hat mit 73 (76) Millionen Euro nach Steuern aber fast den Gewinn gehalten. Die ungünstigere Versicherungstechnik stammt allein aus höheren Schäden – für Naturkatastrophen waren brutto alleine 101 Millionen Euro aufzuwenden –, denn die Kostenquote nahm auf 29,0 (29,3) Prozent ab.

Vorstand Dr. Christopher Lohmann berichtete, dass das Wachstum im Neugeschäft im ersten Quartal 2019 mit einem Plus um acht Prozent auf 25,3 Millionen Euro fortgesetzt habe. Die Beiträge seien in den ersten drei Monaten 2019 um 4,8 Prozent aufgrund des Vertriebserfolges im Vorjahr gestiegen.

Systemfremd und zu früh

Nach einem Rückgang um 16 Prozent zwischen 2015 und 2017 hat die Gothaer Leben 2018 mit einem Plus um 4,1 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro den Turnaround geschafft. Wachstumsträger waren die in den letzten beiden Jahren neu eingeführte Altersvorsorge-Lösungen sowie das neue Produktkonzept zur Arbeitskraftabsicherung. Nur noch 20 Prozent des Neugeschäftes wird mit klassischen Garantie-Produkten geschrieben.

Das Geschäftsfeld betriebliche Altersversorgung wuchs um zehn Prozent auf 466 Millionen Euro, wobei der Durchführungsweg Direktversicherung um 23 Prozent zulegte. Das schreibt Leben-Vorstand Michael Kurtenbach der verbesserten staatlichen Förderung im Rahmen des BRSG zu.

Den geplanten Provisionsdeckel hält Eichmann für „systemfremd“ und im Hinblick auf aktuelle, weitere regulatorische Veränderungen für derzeit nicht geboten (VersicherungsJournal 28.3.2019).

„Wenn er in der aktuell geplanten Form käme, hätte das keine Auswirkungen auf die eigene Ausschließlichkeit, die stark im SHU-Geschäft ist. Aber er hätte natürlich Wirkung auf andere große Vertriebe. Das gilt es dann zu schauen, wie diese mit der veränderten Einnahmesituation umgehen können“, so Eichmann.

Wachstum mit Zusatzversicherungen

Der Krankenversicherer buchte 2018 mit 841 Millionen Euro 0,8 Prozent mehr Beitrag. Die Zahl der Vollversicherten nahm erneut um 2,6 Prozent auf 137.777 Personen ab. Dagegen legte die Zahl der Zusatzversicherten um 2,1 Prozent auf 455.000 zu.

Dank eines höheren Kapitalanlage-Ergebnisses stieg der Rohertrag um zehn Prozent auf 182,4 Millionen Euro. Davon kamen 89,8 (88,2) Prozent den Versicherten zu Gute.

Die rumänische S. C. Gothaer Asigurari Reasigurari S.A. wird weiter restrukturiert. Lohmann sprach von einem Kostenproblem sowie dem Ausfall eines neuseeländischen Rückversicherers. Dies habe die Schaden- und Kostenquote 2018 auf 133 (109) Prozent getrieben.

2018 habe man das Geschäft um ein Viertel auf 33,2 Millionen ausgedehnt, im vierten Quartal aber den Fokus geändert und werde 2019 voraussichtlich auf 60 bis 70 Prozent dieses Niveaus schrumpfen. Inzwischen sei auch das Management ausgetauscht.

Der Maklerversicherer Janitos Versicherung AG, der im Vorjahr noch Verluste machte, weist 2018 0,154 Millionen Euro Ergebnis aus und ist „versicherungstechnisch sauber“. Janitos soll noch stärker auf große Vertriebe und Makler sowie eine schnelle Produktgestaltung fokussiert werden.

 
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