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Flypper versenkt, neues Insurtech am Start

9.1.2020 – Der geplante Versicherer ist gescheitert. Das Management wechselte zum neuen digitalen Sachversicherer Selosc. Das Unternehmen hat bereits eine Lizenz bei der Bafin beantragt. An dem Insurtech beteiligt sind die Flypper-Gründungsgesellschaft Scira und die Gothaer.

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Das Projekt Flypper wurde eingestellt, wie der „Versicherungsmonitor“ zuerst berichtete. Es fehlten überzeugte Investoren und damit das notwendige Geld für die Umsetzung.

„Unser Geschäftsmodell eines digitalen Versicherers mit speziellen Angeboten, die sich direkt an den Verbraucher wenden und der sich darüber hinaus nicht nur digital, sondern auch persönlich um seine Kunden kümmert, wird nicht umgesetzt, da das benötigte Kapital nicht eingeworben werden konnte“, ist auf der Flypper-Website zu lesen.

Flyppers Führungsduo heuert bei Selosc an

Laut Meldungen in weiteren Branchenmedien haben zwei Vorstände bereits neue Jobs gefunden (VersicherungsJournal Medienspiegel 3.1.2020). Vorstandschef Dr. Peter Loisel, seit 2017 bei Flypper engagiert (7.6.2017), und Risikochef Herbert Sedlmair (29.1.2018) wechseln ins Führungsgremium des neuen digitalen Sachversicherers Selosc.

Das bestätigte Loisel gegenüber dem VersicherungsJournal. Auch die Information, dass das Unternehmen eine Lizenz bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin) beantragt habe, erklärte der Manager als korrekt.

Gothaer und Flypper-Mutter Scira halten Anteile

Flypper-Initiator Dominik Groenen (Bild: Schmidt-Kasparek)
Flypper-Initiator Dominik Groenen
(Bild: Schmidt-Kasparek)

An dem geplanten Sachversicherer sind neben der Flypper-Gründungsgesellschaft Scira GmbH auch die Gothaer beteiligt.

Dazu sagte die Versicherungsgruppe gegenüber dem VersicherungsJournal, dass sie laufend neue Möglichkeiten und Kooperationen prüfe, unter anderem auch mit Selosc, „einer Schwestergesellschaft der Konzept & Marketing – ihr unabhängiger Konzeptentwickler GmbH (K&M)“.

„K&M ist ein langjähriger Partner der Gothaer, mit dem wir als Produktgeber sehr vertrauensvoll zusammenarbeiten und das hoffentlich auch noch lange tun werden. Auch hier prüfen wir regelmäßig neue gemeinsame Vertriebsansätze.

Da die angestrebte Kooperation der Zustimmung des Kartellamts und der Bafin bedarf, können wir konkrete Details aktuell nicht nennen“, so die Gothaer.

Welche Rolle Konzept & Marketing künftig bei Selosc spielen wird, dazu äußerte sich das Unternehmen bis Redaktionsschluss nicht.

Zukunft von Dominik Groenen: unbekannt

Was Flypper-Gründer Dominik Groenen, der vor Flypper bis 2016 operativ für die Massup GmbH arbeitete (2.11.2016), jetzt plant, ist nicht bekannt. Am Telefon erklärte er dazu nur, dass er „derzeit dazu nichts sagen kann“.

Auch zu seiner Beteiligung an Scira schwieg er sich aus. Auf die Frage, ob er noch Anteile an dem Unternehmen halte, lautete die Antwort nur: „Kein Kommentar.“

Schlagwörter zu diesem Artikel
Insurtech · Marketing · Versicherungsaufsicht
 
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