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Die SDK rückt das Firmengeschäft verstärkt in den Fokus

12.7.2018 – Die Süddeutsche Krankenversicherung erzielte laut Geschäftsbericht 2017 „wiederum ein sehr gutes Ergebnis“. Vor allem das systematische Risiko durch das dauerhafte Niedrigzinsszenario bereitet dem zum Genossenschaftssektor gehörenden Krankenversicherer aktuell aber große Sorgen. Der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, dessen Bestand an versicherten Personen im Berichtsjahr spürbar sank, reagiert darauf mit einem Bündel an strategischen Maßnahmen.

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Die Süddeutsche Krankenversicherung a.G. (SDK) hat ihren Geschäftsbericht für 2017 veröffentlicht. Darin nennt sie insbesondere zwei Entwicklungen, die erhebliche Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe haben könnten: Das systematische Risiko durch das dauerhafte Niedrigzinsszenario und das politische Risiko einer Bürgerversicherung.

Letzteres scheine inzwischen durch den Koalitionsvertrag der Bundesregierung zumindest für die laufende Legislaturperiode jedoch gebannt zu sein. Anders verhalte es sich bei der Zinsproblematik, zumal wegen des sinkenden Rechnungszinses „die Beitragsanpassung in 2018 deutlich über dem Niveau des Jahres 2017 liegen“ werde, wie prognostiziert wird.

Risiko-Management durch noch stärkere Profilierung

Diesem Risiko wolle die SDK unternehmensstrategisch insbesondere dadurch begegnen, dass sie sich weiter zum „Gesundheitsspezialisten“ entwickelt. Dazu werde einerseits das Produktportfolio um weitere Dienstleistungsangebote ergänzt und damit das neue Vollversicherungs-Tarifwerk für die Kunden noch attraktiver gemacht.

Stark im Fokus stünden außerdem die Bereiche Firmengeschäft mit betrieblicher Krankenversicherung (bKV) sowie Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), in denen der dem Genossenschaftssektor nahestehende Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit bereits seit rund zwei Jahrzehnten aktiv ist. Hier gelte es daher, die „bereits gute Marktposition“ weiter auszubauen.

Umbau der Vertriebsorganisation geht in die nächste Runde

Ein weiterer Schwerpunkt sei das interne Programm „SDK 2020“. Einen wichtigen Teilaspekt stelle dabei der Umbau der Vertriebsorganisation dar, die Anfang 2016 mit einer neuen Vergütungsstruktur gestartet wurde.

2018 werde die Umorganisation des Vertriebs durch eine neue Struktur im unterstützenden Vertriebsinnendienst und in den Vertriebswegen fortgeführt. Den Kern des Vertriebs bildet, wie erläutert wird, die Ausschließlichkeits-Organisation, die durch Kooperationen in der Marktbearbeitung unterstützt werde.

Zugleich sichere die Partnerschaft mit der genossenschaftlichen Finanzgruppe den Zugang zu Bankkunden, und weitere Marktpotenziale würden durch Makler erschlossen werden, heißt es im Geschäftsbericht. Der zeichnet sich durch ein ungewöhnlich breites Angebot an Kennziffern sowie eine ausführliche Darstellung von Rating-Ergebnissen aus.

Asset Allocation wird um den Bereich Immobilien erweitert

Im Kapitalanlagebereich werde als weitere strategische Maßnahme die Asset Allocation um den Bereich Immobilien erweitert, um die Diversifikation zu erhöhen und eine höhere Rendite zu erzielen. Mittel- bis langfristig werde ein Bestand von bis zu einer Milliarde Euro angepeilt.

Im Berichtsjahr hatte das Immobilienvolumen bezogen auf den gesamten Kapitalanlagenbestand, der sich um 5,8 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro erhöhte, laut Risikobericht einen Anteil von 3,4 Prozent. Das Netto-Kapitalanlageergebnis verminderte sich von 211,9 Millionen auf 204,1 Millionen Euro.

Beitragseinnahmen steigen trotz des Bestandsrückgangs

Die verdienten Bruttobeiträge stiegen von 767,1 Millionen auf 787,9 Millionen Euro an, obwohl sich der Gesamtbestand an versicherten Personen um 8.502 auf 647.223 verringerte. In der Vollversicherung war ein Rückgang von 162.842 auf 160.995 Personen zu verzeichnen und bei Zusatzversicherungen um 6.655 auf 486.228 Personen.

Der Rückstellung für Beitragsrückerstattung wurden im Berichtsjahr 70,5 Millionen Euro – nach im Jahr zuvor 24,1 Millionen Euro – zur Milderung von Beitragserhöhungen entnommen. Deren Umfang verminderte sich nach einer von 89,3 Millionen auf 83,5 Millionen Euro verminderten Zuführung zur erfolgsabhängigen Rückstellung von 290,6 Millionen auf 280,1 Millionen Euro.

Kennzahlen der Süddeutschen Krankenversicherung a.G. (Bild: SDK)
Kennzahlen der Süddeutschen Krankenversicherung a.G. (Bild: SDK)

Altersrückstellungen werden kräftig aufgestockt

Zugleich wurde die Zuführung zu den Altersrückstellungen von 313,8 Millionen auf 355,4 Millionen aufgestockt. Sie haben damit nun einen Bilanzwert von 5,5 Milliarden Euro erreicht.

Die Beitrags-Rückerstattungen, die rund ein Drittel der Vollversicherten in Anspruch nehmen konnte, gingen von 26,4 Millionen auf 25,3 Millionen Euro zurück. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle nahmen um 4,5 Prozent auf 533,4 Millionen Euro zu, und die Schadenquote wuchs leicht von 81 auf 81,2 Prozent.

Der Abschlusskostensatz stieg von 5,1 auf 5,3 Prozent, nachdem sich die Abschlusskosten von 38,9 Millionen auf 41,5 Millionen Euro erhöhten. Die Verwaltungskosten wuchsen um 0,8 Millionen auf 14,5 Millionen an, womit sich ein unveränderter Verwaltungskostensatz von 1,8 Prozent ergab.

Geschäftsergebnis geht zurück

Als Geschäftsergebnis wird für das Berichtsjahr ein Bruttoüberschuss von 102,1 Millionen Euro ausgewiesen. 2016 waren es 113,8 Millionen Euro.

Für die Versicherten wurden davon 13,6 Millionen Euro – nach im Vorjahr 19,5 Millionen – als Direktgutschrift reserviert. Wie im Geschäftsjahr 2016 gingen fünf Millionen Euro in die Verlustrücklage, wodurch die Eigenkapitalquote auf einem unveränderten und, wie betont wird, „weiterhin branchen-durchschnittlichen Wert von 23,5 Prozent“ verharrte.

Der vollständige Geschäftsbericht der SDK steht unter diesem Link (PDF, 1,6 MB) zum Download bereit.

 
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