Die größten privaten Krankenversicherer

8.6.2018 – Die Debeka festigte ihre Spitzenposition in der Rangliste der privaten Krankenversicherer nach verdienten Bruttobeiträgen, wie Daten aus der Map-Report-Redaktion auf Basis der Solvenzberichte zeigen. Die Koblenzer erzielten zugleich den größten Zuwachs (nach absoluten Zahlen), während die Mecklenburgische die höchste Steigerungsrate zu verzeichnen hatte.

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Im vergangenen Jahr haben die privaten Krankenversicherer das Beitragsaufkommen um über vier Prozent auf rund 38,8 Milliarden Euro ausgebaut. So ist es im Rahmen der Jahrespressekonferenz der deutschen Versicherungswirtschaft Ende Januar bekannt gegeben worden (VersicherungsJournal 31.1.2018).

Hintergrund für das vergleichsweise hohe Plus dürften vor allem die fast branchenweit deutlichen Beitragsanpassungen gewesen sein (VersicherungsJournal 14.11.2016, 18.11.2016, 8.8.2017).

Zwei Mal Rückgang

Auf Ebene der einzelnen Gesellschaften haben sich die Prämieneinnahmen höchst unterschiedlich entwickelt. Dies zeigen Daten aus dem nächste Woche erscheinenden Map-Report 902 „Solvabilität im Vergleich 2008 bis 2017“.

Basis sind die Angaben in den SFCR-Berichten der Jahre 2017 und 2016, in denen neben Solvabilitätskennzahlen unter anderem auch das Beitragsaufkommen in der Lebens- und in der privaten Krankenversicherung (PKV) aufgelistet wird.

Der weit überwiegende Großteil der im Map-Report aufgelisteten privaten Krankenversicherer hat die verdienten Bruttobeiträge im vergangenen Jahr gesteigert.

Unter den Anbietern hatte nur die Freie Arzt- und Medizinkasse der Angehörigen der Berufsfeuerwehr und der Polizei VVaG (FAMK) einen Rückgang zu verzeichnen (minus 0,4 Prozent auf 49,8 Millionen). Im Jahr zuvor hatten noch sechs Anbieter ein Minus hinzunehmen (VersicherungsJournal 28.8.2017).

Die PKV-Anbieter mit den größten absoluten Zuwächsen

Insgesamt vier Gesellschaften konnten das Prämienvolumen um mehr als 100 Millionen Euro ausbauen. Angeführt wird das Quartett vom Debeka Krankenversicherungs-Verein a.G. mit einem Plus von über einer halben Milliarde Euro. Zuwächse zwischen gut 250 und knapp 120 Millionen Euro erzielten die Axa Krankenversicherung AG, die DKV Deutsche Krankenversicherung AG sowie die Signal Iduna Krankenversicherung a.G.

Das Ergebnis der Letzteren wurde auch durch die Fusion mit der Deutscher Ring Kranken beeinflusst (VersicherungsJournal 16.8.2017). Der Beitragsanstieg resultierte aber zu zwei Dritteln aus Beitragsanpassungen, hatte Konzernchef Ulrich Leitermann bei der Bilanzvorlage Ende Mai erläutert (VersicherungsJournal 30.5.2018).

Knapp unter der 100-Millionen-Marke blieben die Hansemerkur Krankenversicherung AG und die Bayerische Beamtenkrankenkasse AG (BBKK), Tochter der Versicherungskammer Bayern.

Beitragszuwachs absolut (Bild: Wichert)

Bei wem es die größten prozentualen Veränderungen gab

Die größten prozentualen Zuwächse (zwischen knapp 16 und gut 14 Prozent) gab es bei der mit 21,4 Millionen Euro verdienten Bruttobeiträgen sehr kleinen Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG sowie bei der mit 127,8 Millionen ebenfalls kleinen Envivas Krankenversicherung AG. Letztere bietet ausschließlich Zusatzversicherungen exklusiv für Versicherte der Techniker Krankenkasse an.

Vergleichsweise hohe Steigerungsraten zwischen gut neun und acht Prozent erzielten die mit 86,8 Millionen Euro Beitragsaufkommen ebenfalls kleine DEVK Krankenversicherungs-AG und der Marktführer Debeka. Dies gilt ebenso für die jeweils mittelgroße R+V Krankenversicherung AG (551,1 Millionen Euro) und Universa Krankenversicherung a.G. (621,0 Millionen Euro) als auch die Nummer vier im Markt Axa (3,22 Milliarden Euro).

Beitragszuwachs prozentual (Bild: Wichert)

Die größten privaten Krankenversicherer

In der Rangliste nach verdienten Bruttobeiträgen blieb die Top Sechs im Vergleich zum Vorjahr unverändert. An der Spitze liegt weiterhin die Debeka vor der DKV, der Allianz Private Krankenversicherungs-AG, der Axa, der Signal Iduna und der Central Krankenversicherung AG.

Für die Barmenia Krankenversicherung a.G., die im Jahr zuvor mit gut 1,6 Milliarden Euro verdienten Bruttobeiträgen an siebter Stelle im Ranking lag, liegen keine Zahlen vor. Hintergrund ist, dass der Solvenzbericht der Wuppertaler als „Einziger Bericht“ (§ 277 Absatz 2 VAG) für die Barmenia-Gruppe erst Mitte Juni veröffentlicht wird.

Die Continentale Krankenversicherung konnte sich hauchdünn vor der BBKK halten. Dahinter folgen unverändert die Huk-Coburg-Krankenversicherung AG vor der Hansemerkur Krankenversicherung AG und der Hallesche Krankenversicherung a.G.

Wie die Zahlen aus dem nächsten Map-Report weiter zeigen, erzielten die Marktgrößen mit mehr als einer Milliarde Euro verdienten Bruttobeiträgen Zuwächse zwischen 9,3 Prozent (Debeka) und 2,2 Prozent (Allianz).

 
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