Die Bayerische springt auf über 500 Millionen Euro Beiträge

16.5.2019 – Bei der Präsentation der Geschäftsberichte zog die Versicherungsgruppe für das vergangene Geschäftsjahr ein positives Fazit: Die Beitragseinnahmen stiegen auf 504 Millionen Euro, die Kundenzahl auf 700.000. Das Neugeschäft Leben wuchs um 64 Prozent, Komposit um zwölf Prozent, allerdings stieg hier auch die Schaden-Kostenquote auf über 100 Prozent.

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Die Ergebnisse für das Jubiläumsjahr 2018 stellte die Versicherungsgruppe die Bayerische am Mittwoch auf ihrer Bilanz-Pressekonferenz vor. „Im 160. Jahr unseres Bestehens konnten wir weiter stark zulegen“, sagte Vorstandschef Dr. Herbert Schneidemann, dessen Vertrag im vergangenen Sommer verlängert worden war (VersicherungsJournal 24.7.2018).

Insgesamt betrugen die Beitragseinnahmen der Gruppe 504 Millionen Euro, was einem Plus von 15 Prozent im Vergleich zu 2017 (VersicherungsJournal 17.5.2018) entspricht.

Davon entfielen im vergangenen Geschäftsjahr 169 Millionen Euro (plus sieben Prozent) auf die im Neugeschäft nicht mehr tätige Muttergesellschaft Bayerische Beamten Lebensversicherung a.G. und 200 Millionen Euro (plus 24,2 Prozent) auf die Neue Bayerische Beamten Lebensversicherung AG. 136 Millionen Euro erwirtschaftete die Komposit-Tochter Bayerische Beamten Versicherung AG.

Das nächste Ziel […] lautet mittelfristig eine Million Kunden.

Dr. Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender die Bayerische

2018 mehr Ertrag und zusätzliche Mitarbeiter

Herbert Schneidemann (links) und Martin Gräfer (Bild: die Bayerische)
Herbert Schneidemann (links) und Martin Gräfer
(Bild: die Bayerische)

Erstmals verzeichnete der Versicherer im Vorjahr (2017: 632.000) 700.000 Kunden. „Das nächste Ziel liegt damit auf der Hand und lautet mittelfristig eine Million Kunden“, so Schneidemann.

Den Gewinn vor Steuern bezifferte der Vorstandschef für die Konzernmutter auf 17,6 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 78 Prozent entspricht.

Sein Personal stockte das Unternehmen um zwölf Prozent auf. „In der Hauptsache kamen hier neue Mitarbeiter für die IT dazu“, erklärte der Vorstandschef.

Die Vertriebsaktivitäten hatte die Bayerische im Sommer in der neuen Tochtergesellschaft Pro Kunde AG gebündelt. Die Reorganisation soll die Basis für einen verstärkten Ausbau digitaler Angebote und Prozesse legen (VersicherungsJournal 9.8.2018).

Das Eigenkapital der Gruppe erhöhte sich auf insgesamt 229 (2017: 200) Millionen Euro, „was dem höchsten Wert der Firmengeschichte entspricht“, betonte Thomas Heigl, als Vorstandsmitglied verantwortlich für das Konzerncontrolling. Die Zinszusatzreserve der Konzernmutter belief sich 2018 auf 295 Millionen Euro und sei „damit ausfinanziert“.

Komposit-Geschäft wächst bei steigenden Kosten

Im Komposit-Geschäft stiegen die gebuchten Beiträgen um zwölf Prozent auf 135,5 Millionen Euro. Das Neugeschäft verdoppelte sich auf 26,9 Millionen Euro. Die Zahl der Verträge stieg um elf Prozent auf 855.000.

Überdurchschnittlich legten hier nach Unternehmensangaben die Sparten Hausrat, Gebäudeversicherungen und Krankenzusatz zu.

Wir haben keine Ambitionen, im klassischen Kfz-Bereich stark zu wachsen.

Martin Gräfer, Vertriebsvorstand die Bayerische

In der Kfz-Sparte legte der Versicherer 20 Prozent zu. „Das Neugeschäft kam insbesondere im Zweirad- sowie Elektromobilitäts-Bereich zustande. Wir haben aber keine Ambitionen, im klassischen Kfz-Bereich stark zu wachsen“, betonte Gräfer.

Die Combined Ratio stieg im Komposit-Geschäft von 97 auf 101 Prozent. „Die Verschlechterung ist unserem Wachstum insbesondere im Bereich Krankenzusatz geschuldet, was sich bei den Kosten bemerkbar machte. Das klare Ziel ist hier wieder unter 100 Prozent zu kommen“, gab Vertriebsvorstand Martin Gräfer vor.

Spitzenreiter 2018: Leben

Den größten Zuwachs erreichte die Gruppe beim Neugeschäft in der Sparte Leben. Es wuchs um 65 Prozent auf eine Beitragssumme von 939 Millionen Euro. Davon entfielen 62 Prozent auf biometrische Produkte, 31 Prozent auf Fondspolicen und sechs Prozent auf Leben- und Rentenversicherungen. Bei der Arbeitskraftabsicherung verzeichnete der Versicherer einen Anstieg um 168 Prozent auf 13.000 Anträge.

Gleichzeitig gingen die Bearbeitungstage laut Unternehmensangaben von 13 auf drei Tage zurück. Für die Verbesserung nannte Schneidemann folgende Gründe: „Wir haben die digitalen Prozesse verbessert und neue Mitarbeiter eingestellt. Das Ziel ist diese Bearbeitungszeit stabil zu halten und vielleicht noch zu verbessern.“

In der Krankenvollversicherung arbeitet die Gruppe seit Januar mit der Barmenia zusammen (VersicherungsJournal 13.12.2018).

Ziele fürs neue Geschäftsjahr

Mit dem Start des neuen Geschäftsjahres zeigte sich das Führungsgremium der Bayerischen zufrieden: In den ersten vier Monaten wuchs das Neugeschäftsvolumen bei Krankenzusatz um 49 Prozent, bei der Einkommenssicherung um 21 Prozent, bei Kfz um 39 Prozent und bei den Pangaea-Life-Fonds (VersicherungsJournal 6.10.2017) um 162 Prozent.

Seine Ziele für 2019 formulierte der Vorstand wie folgt:

  • Neugeschäft Leben: eine Milliarde Euro.
  • Beitragseinnahmen: höher als 500 Millionen Euro über Ausbau der laufenden Beiträge bei stabilen Erträgen.
  • Bearbeitungszeiten: bei unter drei Tagen stabilisieren.
  • Kapitalanlage: Ausbau des Pangaea-Life-Fonds.
 
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