Deurag halbiert den Verlust in der Versicherungstechnik

11.7.2018 – Mit jedem Euro Prämie hat die Deurag 2017 gut vier Cent Verlust in der Versicherungstechnik gemacht. Das war zwar deutlich besser als im Vorjahr, ist aber nach wie vor zu viel – auch wenn das Kapitalanlageergebnis dies mehr als ausgleicht. Im Geschäftsbericht 2017 werden Maßnahmen genannt, mit denen die Signal-Iduna-Tochter wieder profitabel werden soll.

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Der Maklerversicherer Deurag Deutsche Rechtsschutz-Versicherung AG hat 2017 mit einem Prämienaufkommen von 175,8 (174,5) Millionen Euro in der Versicherungstechnik 7,79 Millionen Euro Verlust geschrieben. Im Vorjahr wies die versicherungstechnische Rechnung 15,32 Millionen Euro Minus aus. Die Sanierung des zur Signal Iduna-Gruppe gehörenden Unternehmens geht also in die richtige Richtung, ist aber noch keineswegs beendet.

Eigenmittel verstärkt

Die Schaden- und Kosten-Quote fiel 2017 infolge der Sanierung bereits auf 104,5 Prozent. Sie war damit etwas besser als der eigenem Bekunden nach angestrebte Wert von 104,8 Prozent; im Vorjahr war diese Quote auf 109 Prozent hochgeschnellt. Verbessert haben sich sowohl die Kosten- wie auch die Schadensituation.

Durch ein nach Unternehmensangaben stringenteres Bestandsmanagement verkleinerte sich die Vertragszahl um 1,5 Prozent auf 1.200.354. Das Neu- und Erhöhungsgeschäft hat sich auf 12,38 (15,04) Millionen Euro vermindert.

Die Kapitalanlagen sanken um 0,1 Prozent auf 383,9 Millionen Euro. Daraus wurden bei einer laufenden Durchschnittsverzinsung von 2,9 (3,5) Prozent per Saldo 11,13 (16,32) Millionen Euro erwirtschaftet. Damit kann ein Jahresüberschuss von 1,7 (0,1) Millionen Euro dargestellt werden. Der Gewinn verbleibt im Unternehmen.

Um die Eigenmittel im Hinblick auf Solvency II zu stärken, wurde mit der Signal Iduna Allgemeine Versicherung AG ein zweites Schuldscheindarlehen mit Nachrangvereinbarung über weitere zehn Millionen mit einer Laufzeit von zehn Jahren geschlossen. Die Eigenkapitalquote betrug 14,9 (15,0) Prozent. Die SCR-Bedeckungsquote wird mit 137,39 Prozent angegeben.

Deurag Kennzahlenübersicht (Bild: Deurag)
Deurag Kennzahlenübersicht (Bild: Deurag)

Vielzahl von Maßnahmen

Im zweiten Halbjahr 2017 hat die Deurag laut Geschäftsbericht ihren gesamten Bestand mit Hilfe mathematischer Methoden untersucht und systematisch die Risiken analysiert, klassifiziert und abschließend bewertet.

Die daraus abgeleiteten Maßnahmen würden 2018 zwar erneut zu Bestandsabgängen führen, jedoch auch die künftigen Schadenleistungen in den nächsten Jahren „deutlich“ reduzieren. Unter anderem will die Deurag ab 2018 die Bonität ihrer Neukunden prüfen.

2017 sei ein Risikomodell für den Bestand aufgebaut worden. Die damit gewonnenen Erkenntnisse sollen nun in die Tarifierung einfließen. Ab diesem Jahr soll auch für die Marke Allrecht ein solches Modell aufgebaut werden.

Gewinnrückgang 2018

Ein neuer Tarif für Privatkunden und Gewerbekunden soll die Neugeschäftsproduktion verbessern und gleichzeitig auch die Ertragskraft stärken. Mit Digitalisierung und Automatisierung wird weiter an der Kostenschraube gedreht.

Die Migration der Bestände der Marke Allrecht soll in diesem Jahr abgeschlossen sein. Eine neue Homepage soll bei der Ansprache der Kunden im Internet helfen.

Insgesamt rechnet der Vorstand damit, dass die verdienten Beiträge für eigene Rechnung 2018 durch die neuen Maßnahmen leicht sinken werden. Die Schadenzahlungen sollen aber deutlich rückläufig sein, was letztlich eine höhere Zuführung zur Schwankungsrückstellung nach sich ziehen könnte. Zudem wird mit „deutlich höheren“ Steuerzahlungen gerechnet, weshalb 2018 ein „deutlich“ geringerer Jahresüberschuss erwartet wird.

Weitere Details zu den Ergebnissen finden sich im Geschäftsbericht (PDF, 550 KB).

Schlagwörter zu diesem Artikel
Digitalisierung · Geschäftsbericht · Gewerbeordnung · Rechtsschutz
 
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