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Clark: Keine Auswirkungen von Corona zu spüren

26.10.2020 – Digitale Geschäftsmodelle haben in der Pandemie Vorteile: Für seinen Versicherungsmanager meldete Clark nach den ersten neun Monaten 250.000 Kunden, die eine Million Versicherungsverträge über die Anwendung verwalten. In der Altersvorsorge arbeitet der Makler mit einem speziellen Angebot, das persönliche Beratung einschließt.

Experten sind davon überzeugt, dass die Coronakrise wie ein Beschleuniger für die Digitalisierung wirkt. Bisher lässt sich diese These für die Versicherungsbranche mit Zahlen schwer belegen. „Auf Clark hatte die Corona-Pandemie bisher keine Auswirkungen“, erklärte dazu Christopher Oster, CEO der Clark GmbH, kürzlich im Gespräch mit dem Branchendienst „Versicherungswirtschaft-heute.de“.

Christopher Oster (Bild: Clark)
Christopher Oster (Bild: Clark)

Daten liefert eine Unternehmensmeldung zu den ersten drei Quartalen 2020. Der Anbieter des digitalen Versicherungsmanagers gab bekannt, dass 250.000 Endkunden (Stand: Ende September) die App des Insurtechs nutzen und damit rund eine Million Versicherungsverträge verwalten.

Beliebteste Produkte: Sachversicherungen

Nach Angaben von Clark konnte das Unternehmen seit 2016 „seine Kundenzahl damit mehr als verzehnfachen“. Als beliebteste Produkte seiner eher in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder München lebenden Klientel nennt das Insurtech die Privathaftpflicht-, Rechtsschutz- und Hausratversicherung/ /8.

Aktuell hat die Frankfurter Firma Tarife von 160 Versicherern im Portfolio. Das Unternehmen tritt gegenüber seinen Kunden als Versicherungsmakler auf. Das heißt, im Rahmen seiner Registrierung bei dem Insurtech „muss jeder neue Kunde eine elektronische Unterschrift zur Übertragung des Maklermandats an Clark leisten“, erklärt das Unternehmen auf Nachfrage.

Das sei die Voraussetzung, um als Verbraucher die Angebote nutzen zu können. Der digitale Versicherungsmanager bietet Konsumenten die Möglichkeit, seine Policen mit Hilfe des Tools zu vergleichen und zu optimieren.

Die Kunden können aber auch, wenn gewünscht, neue Tarife mit der App abschließen. Zum Neugeschäft und Vertragsbestand nennt Clark auf Nachfrage allerdings keine Details.

Persönliche Beratung

Im Vergleich zu Wettbewerbern wie der Wefox Germany GmbH oder der Getsafe GmbH unterscheide sich das Geschäftsmodell der Frankfurter deutlich. In einem „übersichtlichen Versicherungs-Cockpit“ könnten Kunden den Status ihrer Situation einsehen und Verträge per App oder am Rechner vergleichen und auch verbessern.

Für die Beratung stehen nach Angaben von Clark „auf Wunsch auch Versicherungsexperten für eine persönliche und individuelle Auskunft zur Verfügung“. Bis heute sei der Makler „der einzige mit der beschriebenen Endkundenausrichtung“, erklärt das Unternehmen.

„Rentencockpit“ als Türöffner für Altersvorsorge

Anders als bei Sachversicherungen geht das Insurtech mit Fragen zur Altersvorsorge um. Hier bietet der Makler ein sogenanntes „Rentencockpit“. Kunden laden die entsprechenden Verträge und Bescheide (gesetzliche Rentenversicherung, betriebliche Altersversorgung, private Vorsorge) in ihrem Clark-Account hoch. Zusätzlich kann der Nutzer die gewünschte Höhe der Bezüge für den Ruhestand benennen.

Aus den vorliegenden Verträgen, dem Wunschbetrag sowie Steuern, Abgaben, Inflationserwartung und demografischen Angaben errechnet ein Tool des Maklers das erwartbare Netto-Einkommen bei Renteneintritt des Kunden. Die Bezüge sowie die sich daraus ergebende Rentenlücke werden dem Nutzer dann in seinem Account angezeigt.

„Falls eine Vorsorgelücke besteht, gibt Clark konkrete Handlungsempfehlungen zur Schließung der Lücke“, so der Vermittler. Auf Wunsch könne der Kunde Mitarbeiter für eine persönliche Beratung via Telefon, Messenger und E-Mail ansprechen. Angaben dazu, ob und in welcher Anzahl die Kunden dieses Angebot nutzen, machte das Unternehmen nicht.

Angaben zum Unternehmen

Clark ist 2015 als Onlinemakler in Deutschland an den Start gegangen (VersicherungsJournal 19.6.2015). Hauptanteilseigner ist die Start-up-Plattform Finleap GmbH.

2018 sammelte das Unternehmen 29 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 24,5 Millionen Euro, Stand: Oktober 2020) von Investoren ein. Damit habe man „die bisher größte Series-B-Finanzierung eines Insurtechs […] in Europa“ abgeschlossen (26.4.2018).

Der Versicherungsmakler stellt seine Technik als White-Label-Angebot auch Banken und Versicherern zur Verfügung, wie zum Beispiel der Versicherungskammer Bayern (7.5.2018). Die R+V Versicherungen nutzen die Clark-Technologie für ihren digitalen Versicherungsmakler „Wilhelm“ (15.3.2019).

Trotz Coronakrise expandierte das Unternehmen im April nach Österreich (Medienspiegel 28.8.2019). Nach sechs Monaten verwalte Clark über vier Millionen Euro Versicherungsprämien-Volumen für Kunden in der Alpenrepublik, wie das „VersicherungsJournal Österreich“ meldete.

 
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