Auxilia schließt 2018 mit versicherungs-technischem Verlust ab

14.6.2019 – Licht und Schatten bei der zum Automobilclub Kraftfahrer-Schutz e.V. gehörenden Auxilia Rechtsschutz: Ein deutliches Beitragsplus, aber eine defizitäre Versicherungstechnik. Die Folge: weniger Gewinn.

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Die Auxilia Rechtsschutz-Versicherungs-AG hat der Schadenrückstellung für die Rechtsfälle aus dem Diesel-Abgas-Skandal 2018 nochmals mehr zuführen müssen als geplant (VersicherungsJournal 27.6.2018). Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Schäden wurden um 15 (11,8) Millionen Euro auf 153,3 (138,3) Millionen Euro angehoben. Damit erreichte die Reservequote 149,5 (141,3) Prozent.

Die Schadenquote des Bilanzjahres erhöhte sich dadurch auf 72,0 (69,1) Prozent. Als Folge verschlechterte sich die Schaden- und Kostenquote auf 100,2 (97,6) Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung ist mit 0,2 Millionen Euro defizitär, nach 2,4 Millionen Euro Gewinn im Vorjahr.

Ohne Beitragsanpassungen

Der Rechtsschutz-Versicherer buchte 2018 mit 104,1 Millionen Euro 4,8 Prozent mehr Bruttobeitrag als im Vorjahr. Dabei verzichtete die Gesellschaft auf Preiserhöhungen (2.5.2019). Der Markt wuchs 2018 um 4,2 Prozent, wobei in diesem Beitragsplus auch Verteuerungen stecken.

Laut Geschäftsbericht stammt das Plus der Auxilia aus einem um 2,4 Prozent gestiegenen Neugeschäft und geringerem Storno, das aber nicht quantifiziert wird. Der Bestand vergrößerte sich um 3,9 Prozent auf 587.650 einjährige Verträge. 87 (85) Prozent sind Privatkunden, der Rest Gewerbetreibende mit überwiegend weniger als 50 Mitarbeitern, der Heilwesenbranche und Landwirte.

Bei einer Nettorendite von 2,4 (2,5) Prozent erreicht das Kapitalanlageergebnis 5,2 (5,1) Millionen Euro.

Eigenkapital erhöht

Wegen der schlechteren Versicherungstechnik blieb nur ein Jahresüberschuss von gut 1,55 (4,0) Millionen Euro, der weitgehend in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt wurde.

Auch der Bilanzgewinn von 0,33 (4,3) Millionen Euro wird, wie in den Vorjahren, nicht an den einzigen Gesellschafter, den Automobilverein Kraftfahrer-Schutz, ausgeschüttet, sondern auf neue Rechnung vorgetragen. Das Eigenkapital soll künftig durch Thesaurierung kontinuierlich gestärkt werden, wird mitgeteilt.

Im Berichtsjahr wurden frei verfügbare Rücklagen in gezeichnetes Eigenkapital umgewandelt, was dadurch auf 46,4 (25,6) Millionen Euro stieg. Die Eigenkapitalquote wird mit 56,2 (57,3) Prozent angegeben. Die SCR-Bedeckungsquote belief sich Ende 2018 auf 197 (192) Prozent; der Rechtsschutzversicherer nutzt die Standardformel zusammen mit einem unternehmens-spezifischen Parameter.

Verdrängungswettbewerb, aber Optimismus

Im Ausblick auf 2019 berichtet der Vorstand von einem starken Verdrängungswettbewerb im Rechtsschutzmarkt, der über Preisrabatte und zusätzlich Provisionen für Vertriebspartner geführt werde.

Für das eigene Geschäft wird einer positiven Beitragsentwicklung aufgrund des unter dem Neugeschäft liegenden Stornos gerechnet. „Deutlich“ steigen dürften die Schadenzahlungen für die Abgas-Thematik. Dennoch werden ein positives versicherungs-technisches Ergebnis und ein insgesamt höherer Jahresüberschuss erwartet.

Details zum Geschäftsverlauf 2018 finden sich im SFCR-Bericht (PDF, 779 KB).

Schlagwörter zu diesem Artikel
Beitragsanpassung · Geschäftsbericht · Mitarbeiter · Provision · Rechtsschutz · Storno
 
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