Ammerländer gibt sich neue Vertriebsstruktur – Maklervertrieb nun eigenständig

16.1.2026 – Die Ammerländer Versicherung strukturiert ihren Vertrieb neu. Künftig werden Makler- und Kooperationsvertrieb voneinander getrennt, während der Direktvertrieb und der Verkauf über Partnerunternehmen ausgebaut werden sollen.

Die Ammerländer Versicherung VVaG hat sich zum 1. Januar 2026 eine neue Vertriebsstruktur gegeben. Makler- und Kooperationsvertrieb wurden voneinander abgetrennt und als eigenständige Fachbereiche aufgestellt, wie der Versicherer der Presse mitteilt.

Vertriebsvorstand Christian Buschkotte begründet diesen Schritt mit einer sich rasant verändernden Vertriebslandschaft. Die Anforderungen der Partner würden zunehmend differenzierter werden, während digitale Prozesse weiter an Bedeutung gewinnen. Zugleich bleibe die persönliche Erreichbarkeit ein „zentraler Erfolgsfaktor“, so der Vorstand.

Maklervertrieb stärkster Vertriebskanal der Ammerländer

Der Maklervertrieb soll zukünftig Versicherungsmakler, Maklerverbünde, Maklerpools und Konsolidierer umfassen, wie das Unternehmen berichtet. Mit einem Anteil von mehr als 50 Prozent ist dieser Vertriebskanal derzeit der stärkste der Ammerländer Versicherung.

„Hier setzen wir auf eine deutlich dezentralere Struktur und verstärken das Team mit regionalen Maklerbetreuer*innen“, berichtet Buschkotte. Ziel sei es, noch näher an den Partnern zu sein, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und schneller darauf reagieren zu können.

Den Maklervertrieb verantwortet Kai Preuss als Fachbereichsleiter. Der Diplom-Agraringenieur und Fachwirt für Versicherungen und Finanzen ist seit 2013 bei der Ammerländer tätig und war in dieser Zeit in verschiedenen verantwortlichen Positionen im Vertrieb aktiv, zuletzt als Fachbereichsleiter Maklervertrieb.

Zuvor leitete der 52-Jährige unter anderem die Ratio Versicherungsagentur GmbH als Geschäftsführer und war Vertriebsleiter der früheren Landesschadenhilfe Versicherung VaG.

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Kooperationsvertrieb als eigenständiger Fachbereich

Der Kooperationsvertrieb soll Vergleichsplattformen, digitale Versicherungsmanager sowie Struktur- und Multikanalvertriebe einschließen, berichtet die Ammerländer weiter. Rund ein Drittel des Neugeschäfts entfalle aktuell auf diese Vertriebszweige.

Diesen Bereich verantwortet Christian Wagner, der zugleich als bundesweiter Ansprechpartner für die dort angesiedelten Partner fungieren soll.

Der 53-Jährige ist seit knapp zehn Jahren im Konzern, zuletzt als Landesdirektor Deutschland. Zuvor war der Versicherungskaufmann 18 Jahre lang bei der damaligen Baden-Badener Versicherung AG als Direktionsbeauftragter für die Region Süd tätig, wie aus seinem Linkedin-Profil hervorgeht.

Von links: Christian Buschkotte, Bernd Timmermann, Kai Preuss, Reiner Ihnken, Christian Wagner (Bild: Ammerländer)
Von links: Christian Buschkotte, Bernd Timmermann, Kai Preuss, Reiner Ihnken, Christian Wagner (Bild: Ammerländer)

Eigener Fachbereich soll Transformation und digitalen Ausbau koordinieren

„Wir wollen unsere Kunden- und Maklerzufriedenheit durch eine gute digitale Infrastruktur mit einem hohen Automatisierungsgrad sowie durch gute Erreichbarkeit, Schnelligkeit und Transparenz weiter ausbauen“, erklärt Buschkotte.

Zu diesem Zwecke wurde im Konzern mit „Steuerung und Partnermanagement“ ein eigener Fachbereich eingerichtet, der die Vertriebsbereiche, den Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Partnerprogramme koordiniert. Geleitet wird er seit Jahresbeginn von Bernd Timmermann (39), zuvor stellvertretender Abteilungsleiter Vertrieb.

Neben Makler- und Kooperationsvertrieb will die Ammerländer Versicherung künftig auch den Direkt- und Affiliatevertrieb ausbauen. Zudem soll die Produktpalette erweitert werden, wie Buschkotte berichtet. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte der Versicherer einen Umsatz von 98 Millionen Euro und betreut derzeit nach eigener Angabe rund eine Million Kunden.

Nachträgliche Ergänzung vom 16. Januar 2026, 10.40 Uhr:

Wie die Ammerländer nach Redaktionsschluss mitteilte, wurden die Aufgabenbereiche von Christian Wagner und Kai Preuss neu aufgestellt. Der Versicherer erklärte hierzu:

„Beide Herren waren aber bereits vorher für die Betreuung der Vertriebspartner*innen zuständig. Der Bereich „Steuerung und Partnermanagement“ war vorher der „Vertriebsinnendienst“. Auch diesen hat Herr Timmermann bereits betreut. Es wurden also bisher keine zusätzlichen Positionen geschaffen, sondern strukturelle Anpassungen vorgenommen.“

 
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