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Alte Leipziger-Hallesche reagiert auf Corona-Verdacht in Minuten

20.3.2020 – Im Mittelpunkt der Bilanz-Pressekonferenz der Versicherungsgruppe standen die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die Hallesche stockt ihre Beratungskapazitäten via Telefon und Video weiter auf. Konzernweit sind 40 Prozent der Mitarbeiter in Heimarbeit. Seit Anfang des laufenden Jahres wurde die Aktienquote von 4,5 auf 0,4 Prozent abgebaut. Die Beiträge im Konzern wuchsen um 4,8 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Das Neugeschäft in Leben überschritt erstmals die Milliardengrenze. Das Geschäftsfeld „betriebliche Krankenversicherung“ soll ausgebaut werden.

Der Alte Leipziger/Hallesche-Konzern hat seine Geschäftsberichte 2019 am Mittwoch in einer Online-Pressekonferenz erläutert. Im Vordergrund standen dabei aktuelle Themen, insbesondere die Corona-Pandemie.

„Ich bin überzeugt, dass die Rezession kommen wird. Die Frage ist wie stark und wie lange.“ Martin Rohm, im Vorstand zuständig für Kapitalanlagen und Finanzen, wurde erstmals häufiger befragt als sein Vertriebskollege Frank Kettnaker. Die Sparte Kranken war erstmals spannender als Leben.

Enorme Nachfrage am Gesundheitstelefon

Wiltrud Pekarek (Archivbild: Ullrich)
Wiltrud Pekarek (Archivbild: Ullrich)

Wiltrud Pekarek, Vorstandsmitglied der Halleschen Krankenversicherung a.G. ist in diesen Zeiten froh, „über ein gutes, mit Ärzten besetztes Gesundheitstelefon“ verfügen zu können. Die Videosprechstunde, die auch Rezepte ausstellt, verzeichne einen enormen Zulauf.

Die Gesundheitstelefonie werde weiter sukzessive hochgefahren. Das entlaste das gesamte Gesundheitswesen.

Gegenwärtig arbeiten im Konzern durchschnittlich 40 Prozent der Mitarbeiter Zuhause. „Innerhalb von zwei Wochen können wir die Quote auf 80 Prozent steigern“, führte der Vorstandsvorsitzende Christoph Bohn aus. Skype-Lösungen seien bereits im letzten Jahr eingeführt worden. Auch der Vertrieb sei ohne persönliche Kontakte möglich.

„Wir haben keine Bange um die Betriebsabläufe“, so Bohn. Bisher gäbe es unter den Mitarbeitern vier positive Corona-Fälle, einer davon in Düsseldorf. Aktuell seien 100 Mitarbeiter in Quarantäne. Bei diesen gibt es bislang keinen positiven Fall. Bei Verdachtsfällen seien klare Prozesse definiert im Zeitrahmen von maximal 45 Minuten. Die Krankheitsquote sei bislang nicht gestiegen.

Alte Leipziger und Hallesche sorgen sich um ihre Kapitalanlagen

Christoph Bohn (Archivbild: Ullrich)
Christoph Bohn (Archivbild: Ullrich)

Im Geschäftsjahr 2019 erhöhten sich die Kapitalanlagen der Alte Leipziger Lebensversicherung a.G um 4,6 Prozent auf rund 26,6 Milliarden Euro. Bei der Halleschen war es ein Plus von 6,1 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Die Aktienquote lag zu Beginn des laufenden Jahres bei 4,5 Prozent. Aktuell sind es noch 0,4 Prozent. Der Bestand wurde abgebaut beziehungsweise abgesichert.

„Unsere Reserven sind weg“, gab Kapitalanlagevorstand Rohm hinsichtlich der Aktienanlagen unumwunden zu. „Mehr Sorgen mache ich mir um die Wertpapierbestände der Branche“, erläuterte er am Beispiel von Unternehmensanleihen. Die eigene Versicherungsgruppe sieht er „solide aufgestellt“. Man habe nur Papiere bester Bonität – mit „AAA“- oder „AA“-Rating – erworben.

Die Reserven im Wertpapierbestand bezifferte Rohm auf vier Milliarden Euro. Die Maßnahmen von Politik und Europäischer Zentralbank zur Stützung begrüßte er ausdrücklich.

Weitaus weniger Sorgen gelten der Leistungsseite. In Leben werden keine Verwerfungen erwartet. Bei der Halleschen sind derzeit vier Versicherte mit Corona infiziert. Zwei davon werden stationär behandelt. Das Verbot von Auslandsreisen sollte andererseits für eine Kostenentlastung sorgen.

Beitragswachstum um 4,8 Prozent im Geschäftsjahr 2019

Das Beitragswachstum im Konzern von 4,8 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro ordnete Bohn als „sehr erfreulich“ ein. Das Neugeschäft in Leben überschritt erstmals die Milliarden-Grenze. Es kletterte um 12,1 Prozent auf 1.034 Millionen Euro. Davon sind 822 Millionen Euro Einmalbeiträge.

Der Rohüberschuss vor Steuern ging um sechs Prozent auf 332 Millionen Euro zurück. Das Eigenkapital wurde auf 970 Millionen Euro aufgestockt.

Die Beiträge der Halleschen stiegen um 4,5 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die Branche legte durchschnittlich 2,9 Prozent zu. Das Neugeschäft erhöhte sich um 28,5 Prozent auf 3,2 Millionen Euro. Treiber war die Krankenzusatz-Versicherung im Geschäftsfeld „betriebliche Krankenversicherung“.

Der Bruttoüberschuss ist leicht gesunken von 188 auf 185 Millionen Euro. Er soll zur Stärkung des Eigenkapitals und für Beitrags-Rückerstattungen verwendet werden. Im laufenden Jahr setzt die Hallesche verstärkt auf das noch junge Geschäftsfeld der betrieblichen Krankenversicherung. Angesichts der Pandemie verzichtet der Konzern auf Prognosen.

 
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