Allianz Deutschland: Leben wächst deutlich

15.8.2019 – Im ersten Halbjahr 2019 sind die Beitragseinnahmen der Allianz Deutschland AG um 15 Prozent auf 22 Milliarden Euro gewachsen. Beigetragen hat dazu insbesondere die Sparte Leben. Die Krankenversicherung verzeichnete 1,8 Milliarden Euro an Beitragseinnahmen, in der Sachversicherung legten sie von 6,5 auf 6,7 Milliarden Euro zu. Die Entwicklung beim operativen Ergebnis stützt sich vor allem auf die Sparte Schaden/Unfall, die um knapp 36 Prozent zulegte.

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Die Allianz Deutschland AG hat ihre Beitragseinnahmen im ersten Halbjahr 2019 um 15 Prozent auf 22 Milliarden Euro ausgebaut. Das sei ein neuer Rekordwert, meinte der Versicherer am Mittwoch in einer Pressemeldung. Zum Vergleich: Im Vorjahreshalbjahr waren es noch 19,2 Milliarden Euro (VersicherungsJournal 17.8.2018).

„Diese guten Zahlen sind das Ergebnis unserer Wachstumsstrategie mit dem zentralen Fokus auf Kundenorientierung“, ließ sich Klaus-Peter Röhler, Vorstandschef der Allianz Deutschland, in der Mitteilung zu den Halbjahresergebnissen zitieren.

Steigerung in der Lebensversicherung

Die Sparte Leben steigerte ihre Beitragseinnahmen um 24,8 Prozent auf 13,6 (Vorjahreshalbjahr: 10,9) Milliarden Euro.

Fast doppelt so stark wie der Prämieneingang insgesamt nahmen die Neu- und Mehrbeiträge in der Lebensversicherung zu (plus 41,4 Prozent). Eine konkrete Zahl nannte der Marktführer wie auch in den Vorjahren nicht. Die Entwicklung des Segments trug auch zum guten Halbjahresergebnis der Allianz SE bei, hatte der Mutterkonzern Anfang August bereits unterstrichen (5.8.2019).

Deutlich zweistellig wuchsen in Leben sowohl das Privat- als auch das Firmenkundengeschäft, erklärte nun die Deutschlandtochter. Im Geschäft mit Unternehmenskunden habe sich die Digitalplattform „FirmenOnline“ erfolgreich etabliert. Das Serviceangebot, mit dem Prozesse rund um die betriebliche Altersversorgung (bAV) für Arbeitgeber wie für Arbeitnehmer gestaltet werden können, hat nach Unternehmensangaben aktuell über 5.000 aktive Nutzer.

Einnahmen in Kranken legten zu

Zum Beitragswachstum trug auch das Segment Krankenversicherung bei. In dieser Sparte sind die Beitragseinnahmen um 2,8 Prozent auf 1,8 (1,7) Milliarden Euro gestiegen. Das Neugeschäft entwickelte sich „besonders in der Zusatzversicherung sehr positiv“, so die Allianz. Insgesamt liege das Volumen hier dann auch 8,9 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Konkrete Zahlen zur Krankenvoll- als auch zur Krankenzusatz-Versicherung nannte die Gesellschaft zum ersten Halbjahr nicht. Explizit verwies der Versicherer in seiner Mitteilung auf eine „erfreuliche Entwicklung“ in der betrieblichen Krankenversicherung (bKV).

Gleichzeitig kündigte der Konzern an, in Zusatzleistungen für seine Belegschaft zu investieren. „Die Allianz Deutschland bringt mehr Flexibilität in die Gesundheitsvorsorge ihrer Mitarbeiter und bietet ihnen seit dem 1. Juli eine betriebliche Krankenversicherung an“, so Röhler. Diese sei im Umfang speziell auf die Arbeitnehmer abgestimmt worden. Die Beiträge übernehme komplett die Allianz Deutschland.

Entwicklung in der Sachversicherung

In der Schaden- und Unfallversicherung setzte das Unternehmen nach eigenen Angaben „die erfolgreiche Entwicklung“ des Jahres 2018 (22.3.2019) im ersten Halbjahr 2019 fort.

Die Beitragseinnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,4 Prozent von 6,5 auf 6,7 Milliarden Euro. Bereinige man den Umsatz im ersten Halbjahr 2018 um den Direktversicherer Allsecur Deutschland AG, betrage das Wachstum in der Schaden- und Unfallversicherung 5,6 Prozent, so die Gesellschaft.

Die Allianz Deutschland AG hatte das Unternehmen zum Jahreswechsel 2018/19 auf die Allianz SE übertragen. Im Herbst geht der Direktversicherer dann als Allianz Direct Versicherungs-AG an den Start (3.9.2018, 13.8.2019).

ADAC: Über 650.000 Policen

Als Wachstumstreiber in der Sachversicherung im ersten Halbjahr benannte der Versicherer das Firmen- und Kraftgeschäft. Dazu beigetragen hat auch die Vereinbarung mit der ADAC Autoversicherung AG: Seit dem 1. Januar 2019 ist die Allianz Mehrheitsgesellschafter des Münchener Automobilclubs mit rund 650.000 Policen (4.12.2018).

Schwere Unwetter insbesondere im März (Sturmtief „Eberhard“; 12.3.2019) und Pfingsten (Sturmtief „Jörn“; 13.6.2019) prägten dagegen die Schadenbilanz im Berichtszeitraum. Die Aufwendungen dafür bezifferte die Allianz auf 273 Millionen Euro. Sie lagen nach Unternehmensangaben aber unter der Schadenssumme des Vorjahres.

Eckdaten für das erste Halbjahr (Bild: Allianz)
Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: Allianz)

Ergebnis legt leicht zu

Das operative Ergebnis stieg laut Mitteilung trotz der Schadenbelastung und eines Rückgangs in der Lebens- und Krankenversicherung um 6,7 Prozent auf 1,138 (1,066) Milliarden Euro. Die Entwicklung beim Betriebsergebnis stützt sich vor allem auf die Sparte Schaden/Unfall, die um knapp 36 Prozent zulegte. In der Leben-Sparte sei das operative Ergebnis im Vorjahreszeitraum von einem positiven Sondereffekt beeinflusst gewesen, wird hierzu erklärt.

Insgesamt erhöhte sich das Nettoergebnis leicht um 0,8 Prozent auf 792 (786) Millionen Euro. Erhöht haben sich die verwalteten Kapitalanlagen um 9,6 Prozent auf 335,1 (305,8) Milliarden Euro. Das Kapitalanlagenergebnis verharrte jedoch auf 5,7 Euro (5,8) Milliarden Euro. Die Mitarbeiterzahl ist im ersten Halbjahr um 1,6 Prozent auf 26.269 (26.699) gesunken.

 
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