Allianz bringt ihren Direktversicherer an den Start

3.12.2018 – Vorstandschef Oliver Bäte stellte seine Strategie für die nächsten drei Jahre vor. Die Entsorgung „elektronischer Altlasten“ und die Einführung einfacher, länderübergreifender Produkte stehen dabei auf seiner Agenda oben. Einen ersten Schritt in diese Richtung stellt der neue Direktversicherer „Allianz Direct“ dar.

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Auf dem Investorentag der Allianz SE am vergangenen Freitag stellte der jetzt mit einer Vertragsverlängerung ausgestattete Vorstandschef Oliver Bäte (VersicherungsJournal 23.11.2018) seine Pläne und Vorgaben für die kommenden drei Jahre vor. „Einfachheit gewinnt“ lautete das Motto der Veranstaltung und bezeichnete auch die Strategie der Münchener.

Den ersten Schritt in diese Richtung unternimmt der Konzern mit dem Aufbau der „Allianz Direct“, einem europaweiten Direktversicherer für Kfz-Versicherungen (VersicherungsJournal 3.9.2018).

Die neue Gesellschaft, angesiedelt unter dem Dach der Münchener Holding, soll zunächst in Deutschland, Niederlanden, Italien und Spanien an den Start gehen. Später sollen weitere Länder wie Frankreich, Schweiz und Österreich folgen.

Es wird null Kannibalisierung geben.

Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE, zur Ausrichtung der neuen Allianz Direkt.

Keine Bedrohung für Vermittler

Oliver Bäte (Bild: Allianz)
Oliver Bäte (Bild: Allianz)

Der neue Direktversicherer soll den etablierten Vertrieb über Vermittler aber nicht gefährden.

„Es wird null Kannibalisierung geben“, unterstrich Bäte auf dem Investorentag.

Mit neuen IT-Systemen soll der Direktversicherer Maßstäbe für die Ausgaben im Konzern setzen. Denn Bäte will künftig mit „elektronischen Altlasten“ aufräumen.

Anvisierte Gewinnsteigerungen von bis zu fünf Prozent im Jahr, ohne Zukäufe anderer Unternehmen, will der Allianz-Chef durch einfache Produkte und eine unternehmensweite einheitliche IT-Infrastruktur erreichen.

Stellenabbau scheint bei den Münchenern kein Thema zu sein. Laut Bäte gebe es dazu keine Pläne.

Über elf Milliarden operativer Gewinn

Der operative Gewinn steuert im laufenden Jahr erneut auf ein Rekordniveau von mehr als 11,1 Milliarden Euro zu (VersicherungsJournal 12.11.2018). Er soll bis 2021 im Schnitt um vier Prozent pro Jahr steigen. In der Vermögensverwaltung sowie im Schaden- und Unfall-Geschäft stellte Bäte sogar fünf Prozent in Aussicht, weil die Kosten sinken.

Die Schaden-Kosten-Quote will der Vorstandschef auf 93 Prozent senken. Zuletzt lag sie knapp über der bisherigen Zielmarke von 94 Prozent.

Eine Ankündigung über erneute Aktienrückkäufe, wie zuletzt im Sommer (VersicherungsJournal 4.7.2018), blieb auf dem Investorentag aus. Mit diesem Thema wolle der Konzern künftig „flexibel“ umgehen, so Bäte.

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Direktvertrieb · Kfz-Versicherung · Mitarbeiter · Schaden-Kosten-Quote · Stellenabbau · Strategie
 
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