Map-Report 896 „Klassik-Rating deutscher Lebensversicherer“ erschienen

18.10.2017 – Jedes Jahr veröffentlicht die Map-Report-Redaktion das Rating deutscher Lebensversicherer. Mit der Bewertung tatsächlich ausgezahlter Leistungen ist die Analyse trotz eingebrochenem Neugeschäft bei klassischen Policen noch relevant. Bei den Hochrechnungen schlagen die niedrigen Zinsen immer mehr auf die Ergebnisse durch.

WERBUNG

Seit 1992 versuchen wir, mit den Lebensversicherungs-Ratings mehr Transparenz in den Markt zu bringen. Neben unseren Fondspolicen- und Biometrie-Ratings, spielt dabei auch das Klassik-Rating eine wichtige Rolle.

Denn gerade die klassischen Garantie-Produkte haben für Ratings einen entscheidenden Vorteil. Sie sind seit Jahrzehnten am Markt und ermöglichen die Bewertung von tatsächlich für die Versicherten erbrachten Leistungen bei kapitalbildenden Lebens- und Rentenversicherungen. Damit hat das Klassik-Rating nicht nur ein Alleinstellungs-Merkmal, sondern liefert einen entscheidenden Grund dafür, weshalb die Auswertung auch anno 2017 noch relevant ist. Allerdings müssen Gesellschaften, die einmal gut waren, nicht zwingend auch gut bleiben.

Acht Gesellschaften erhalten Höchstwertung

Die beste Bewertung im Rating bekam erneut die Europa, die mit 85,73 Punkten ein „mmm“ für hervorragende Leistungen erzielte. Die Gesellschaft überzeugte in allen drei Teilbereichen des Ratings und zählt sowohl bei den Bilanzkennzahlen als auch bei Service und Transparenz sowie den Vertragskennzahlen zur Spitze der deutschen Lebensversicherer.

Im Bilanzteil dominiert die Europa mit einer Zuführungsquote zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung von 52,13 Prozent. Zudem konnte das Unternehmen mit niedrigen Verwaltungs- und Abschlusskostenquoten in Höhe von 0,80 beziehungsweise 3,13 Prozent punkten. Zusammen mit einer Solvabilitätsquote von 921 Prozent und einer Sicherheitsmittelquote von 29,80 Prozent zählt die Europa somit neben der Hannoverschen und der Allianz zu Deutschlands bilanzstärksten Lebensversicherern im Rating.

Ein „mmm“ erreichten ferner die WGV (80,53 Punkte), Debeka (77,41 Punkte), Hannoversche (77,11 Punkte), Cosmos (76,74 Punkte), R+V (73,71 Punkte), Stuttgarter (72,00 Punkte) und Inter (70,30 Punkte).

Die Interrisk führt das Feld der mit „mm“ für sehr gute Leistungen bewerteten Unternehmen an und bestätigte die Bewertung des Vorjahres. Neben der Interrisk gingen mit Continentale, Öffentliche Braunschweig und LVM noch drei weitere Versicherer mit einem sehr guten Ergebnis aus dem Rennen.

Teures Zinsniveau

Map-Report 896

Das Dilemma des Niedrigzinsniveaus wird besonders bei den garantierten Leistungen aus Hochrechnungen deutlich. Die bei Vertragsabschluss garantierten Ablaufleistungen der Kapitallebens-Versicherung (KLV) des Musterfalles erzielten bei zwölfjähriger Laufzeit im Durchschnitt noch 13.722 Euro mit einer Beitragsrendite von minus 0,74 Prozent. Lediglich bei einem Anbieter wird mit 14.419 Euro noch eine höhere Ablaufleistung als der eingezahlte Beitrag von 14.400 Euro garantiert.

Bei 20 Jahren Laufzeit beträgt die garantierte Ablaufleistung im Schnitt 23.274 Euro mit einer Rendite von minus 0,29 Prozent und liegt damit um 726 Euro unter der geleisteten Beitragssumme. Immerhin vier Gesellschaften garantieren dabei einen positiven Saldo zwischen Ein- und Auszahlung. Besser steht es auch nicht um die 30-jährige Laufzeit. Während insgesamt 36.000 Euro eingezahlt wurden, beträgt die Garantieleistung im Schnitt 35.374 Euro mit einer Beitragsrendite von minus 0,11 Prozent.

Nicht viel besser steht es um die garantierten Leistungen in der Rentenversicherung. Im Beispielvertrag zur Sofortrente hat ein 63-Jähriger 50.000 Euro eingezahlt. Im Durchschnitt beträgt die garantierte Monatsrente dabei 149,39 Euro. Der Kunde müsste also mindestens 91 Jahre alt werden, bis er zumindest seinen eingezahlten Beitrag als monatliche Rentenzahlung ausgezahlt bekäme.

Ähnlich verhält es sich auch bei der aufgeschobenen Rentenversicherung. Die Summe der Beitragszahlungen beträgt nach 20 Jahren 24.000, die garantierte Monatsrente liegt im Schnitt bei 74,11 Euro. Etwas über 29 Jahre dauert es, bis die einzahlten Beiträge als Rente wieder ausgezahlt wurden. Allerdings liegen die ausgezahlten Renten in der Regel deutlich über der garantierten Höhe.

Ab dem 17. Oktober lieferbar

Der Map-Report ist ab dem 17. Oktober gedruckt und als E-Paper im PDF-Format lieferbar.

Weitere Informationen zu dem Map-Report finden Sie auf der Heft-Seite.

Hintergrundinformationen zu der Studie enthält der Artikel „Die Relevanz der totgesagten Klassik“.

Für die Berichterstattung bieten wir Ihnen an, einzelne Tabellen aus dem Heft abzubilden. Bei der Verwendung bilden Sie bitte nicht mehr als zehn Gesellschaften ab.

Journalisten können für ihre Berichterstattung ein Rezensionsexemplar per Mail über d.nitzsche@versicherungsjournal.de bestellen.

Für mehr Hintergrundinfos besuchen Sie unsere Seite www.versicherungsjournal.de/map-report.

WERBUNG
 
WERBUNG
WERBUNG
Bleiben Sie auf dem Laufenden

Pressemitteilungen

Neuigkeiten der VersicherungsJournal Verlag GmbH senden wir Ihnen gerne per Pressemitteilung zu.

Bitte hier bestellen...

Infobrief für Werbekunden

Werbekunden und -interessenten halten wir mit einem regelmäßigen Infobrief per E-Mail über Sonderaktionen und besondere Werbemöglichkeiten auf dem Laufenden.

Bitte hier bestellen...

Infobrief für Stellenanbieter

Arbeitgeber und andere Inserenten halten wir mit einem regelmäßigen Infobrief per E-Mail über Sonderaktionen und besondere Werbemöglichkeiten im Anzeigenmarkt auf dem Laufenden.

Bitte hier bestellen...

Autorenreport

In einem regelmäßig per E-Mail versandten „Autorenreport“ erhalten Fachautoren Anregungen und Hinweise zum Erstellen von Beiträgen für unsere Publikationen.

Bitte hier bestellen...

WERBUNG
WERBUNG