Map-Report 894 „Bilanzanalyse: Private Krankenversicherung 2007 bis 2016“ erschienen

23.8.2017 – Das Heft Nummer 894 bietet eine umfangreiche Marktübersicht über Finanz- und Bestands-Kennzahlen der Branche. Neben den Vergleichstabellen umfasst das Heft Einzelauswertungen für 31 Unternehmen in Diagrammform.

Im VersicherungsJournal-Verlag ist der Map-Report Nummer 894, „Bilanzanalyse Private Krankenversicherung 2007 bis 2016“ erschienen.

Die Neuauflage der Untersuchung zeigt, wie stark das Geschäft der privaten Krankenversicherer (PKV) inzwischen von äußeren Einflüssen beeinflusst wird. Außerdem wird sichtbar, wie die Gesellschaften weiter auseinander driften und sich zunehmend in schrumpfende, stagnierende und wachsende Unternehmen unterteilen.

Der übersichtliche Vergleich einzelner Anbieter fördert die Markttransparenz, unterstützt eine unabhängige und objektive Beratung und erhöht die Haftungssicherheit für Vermittler.

Zinsniveau hinterlässt Spuren

Die Hand in Hand mit der Politik der Europäischen Zentralbank gehende Zinsentwicklung schlägt immer mehr auf die Kunden der privaten Krankenversicherung durch. Für die Branche wird es dabei zunehmend schwieriger, einen ausreichenden Zinssatz zu erzielen. Deutlich zeigt sich diese Entwicklung am Rückgang der laufenden Durchschnittsverzinsung. 2016 lag diese noch bei 3,51 Prozent, nach 3,65 Prozent im Vorjahr.

Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen bewegte sich 2016 mit 3,71 Prozent auf dem Vorjahresniveau (3,69 Prozent). Für das, angesichts anhaltend niedriger Marktzinsen, hohe Resultat der Nettorendite ist die verstärkte Auflösung von Bewertungsreserven verantwortlich.

Bestände schrumpfen langsamer

Im Jahr 2016 gelang es den privaten Krankenversicherern, den Bestandsabrieb in der Vollkostenversicherung deutlich zu reduzieren. Verlor die Branche in den Jahren 2012 bis 2016 insgesamt 183.600 Vollversicherte, davon allein 47.200 im Jahr 2015, ist der Verlust von 14.600 Versicherten des Jahres 2016 schon beinahe ein positiver Trend.

Zwölf der 33 Anbieter mit Vollversicherten in den Büchern konnten die Bestände ausbauen. In absoluten Werten dominierte die Debeka das Feld mit einem Plus von 32.960 Personen, gefolgt von Hansemerkur (7.441) und Huk-Coburg (4.568). Ebenfalls noch vierstellig war der Bestandszuwachs auch bei Signal (3.660) und Axa (2.904). Den größten Bestandsabrieb mussten wie in den Vorjahren die DKV (minus 18.899), Central (minus 11.531) und Allianz (minus 9.620) verkraften. Die Bestandsverluste waren dabei jedoch deutlich geringer als noch im Vorjahr.

Das Neugeschäft schwächelt marktdurchschnittlich bereits seit fünf Jahren in Folge. Hinzu kommt, dass auch die Beitragsentwicklung wie im Vorjahr mit durchschnittlich 1,3 Prozent eher verhalten ausfiel. Bei wenig Neugeschäft und nur mäßigen Beitragsanpassungen im Jahr 2016 verwundert das geringe Beitragswachstum jedoch nicht. Überdurchschnittliche Zuwächse der Beitragseinnahmen verbuchten Mecklenburgische (9,15 Prozent), Württembergische (9,11 Prozent), Concordia (8,61 Prozent) und R+V (8,55 Prozent).

Von den Schwergewichten mit mehr als einer Milliarde Euro Beitragseinnahmen befanden sich vor allem Huk-Coburg (7,24 Prozent), Hansemerkur (5,27 Prozent), Axa (3,18 Prozent) und Barmenia (2,48 Prozent) auf Wachstumskurs. Deutschlands größter Anbieter Debeka konnte die Beitragseinnahmen nach zwei Prozent im Vorjahr um 1,28 Prozent ausbauen.

Vergleich mit 33 Kennzahlen

Die Beurteilung eines Unternehmens sollte nicht an einer oder zwei einzelnen Kennzahlen festgemacht werden. Die Solidität eines Unternehmens ist nicht allein von seiner finanziellen Ausstattung oder vom Zinsniveau abhängig.

Auch die Größe des Unternehmens sowie die Bestandszusammensetzung beeinflusst die Ergebnisse der Kennzahlen. Der Vergleich konzentriert sich deshalb auf die Anbieter der Vollkostenversicherung. Anbieter wie Ergo Direkt oder Envivas mit dem Schwerpunkt auf Zusatzversicherungen, werden deshalb nur sporadisch bei Beitragseinnahmen und Marktanteilen aufgeführt.

Zu den klassischen Bilanzkennzahlen wie Nettorendite, Verwaltungskosten- und Abschlusskostenquote, Beitragseinnahmen, Marktanteilen und vielen weiteren Kennziffern, werden im Vergleich zum Vorjahr jeweils die zehn Auf- und Absteiger grafisch dargestellt. Das erspart Zeit bei der Zahleninterpretation. Zudem beinhaltet der Vergleich zu allen Anbietern acht Grafiken zu ausgewählten Kennzahlen. Über einen Zeitraum von zwölf Jahren werden damit die Trends der jeweiligen Gesellschaft im Vergleich zum Markt veranschaulicht. Nach einem wenig erfreulichen Jahr 2015 mehren sich die positiven Tendenzen in den Bilanzen der privaten Krankenversicherer.

Ab dem 22. August lieferbar

VersicherungsJournal-Verlag

Der Map-Report ist ab morgen gedruckt und als E-Paper im PDF-Format lieferbar. Weitere Informationen zu dem Map-Report finden Sie auf der Heft-Seite.

Warum in der Untersuchung die die laufende Durchschnittsverzinsung eine besondere Rolle spielt, lesen Sie im Beitrag „PKV unter der Lupe“.

Für die Berichterstattung bieten wir Ihnen an, einzelne Tabellen und Grafiken aus dem Heft abzubilden. Bei der Verwendung von Tabellen bilden Sie bitte nicht mehr als zehn Gesellschaften ab.

Journalisten können für ihre Berichterstattung ein Rezensionsexemplar per Mail über d.nitzsche@versicherungsjournal.de bestellen.

Für mehr Hintergrundinfos besuchen Sie unsere Seite www.versicherungsjournal.de/map-report.

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Beitragsanpassung · Geschäftsbericht · Mapreport · Marktanteil · Private Krankenversicherung
 
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