Wo Fahrraddiebe am häufigsten zuschlagen

12.4.2019 – In Nordrhein-Westfalen wurden 2018 laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik nach absoluten Zahlen erneut die meisten Zweiraddiebstähle verzeichnet, im Saarland die wenigsten. In Relation zur Einwohnerzahl gibt es in Bremen die mit Abstand höchste Klaurate, im Saarland die niedrigste. Bundesweit ist die Zahl der geklauten Drahtesel auf einen neuen Tiefststand von unter 300.000 zurückgegangen.

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Die Zahl der amtlich registrierten Fahrraddiebstahl-Delikte (inklusive unbefugter Ingebrauchnahme) ist 2018 erstmals in diesem Jahrtausend unter die Marke von 300.000 gesunken. Dies ist der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS 2018) zu entnehmen.

Rückgang von 2,7 Prozent

Der Rückgang fiel mit 2,7 Prozent (in absoluten Zahlen: minus 7.991 auf 292.015) allerdings deutlich schwächer aus als im Vorjahr (VersicherungsJournal 17.5.2019). Zum Vergleich: Zwischen 2001 und 2004 waren es noch jeweils über 400.000 Bike-Diebstähle, in der Spitze sogar über 437.000.

Erfasste Diebstähle (Bild: Wichert)

Deutliche Verminderungen gab es 2018 übrigens auch bei den Wohnungseinbruchs- (minus 16,3 Prozent auf 97.504 Fälle) sowie den Kraftwagendiebstählen (minus 9,1 Prozent auf 30.232; VersicherungsJournal 5.4.2019).

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In NRW die meisten Delikte

Den aktuellen PKS-Daten zufolge wurden im vergangenen Jahr 352,7 Drahtesel pro 100.000 Einwohner geklaut. Anders als die absolute Anzahl der Delikte und die Diebstahlsrate, ist die Aufklärungsquote leicht von 9,1 auf 9,3 Prozent nach oben gegangen. Allerdings traf dies 2007 noch auf fast jedes neunte Delikt zu.

Die meisten Fahrraddiebstähle wurden auch im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen (NRW) gezählt (knapp 71.100). Dahinter folgen Niedersachsen, Berlin, Bayern und Baden-Württemberg mit zwischen rund 32.100 und etwa 23.300 solcher Delikte.

Meistbetroffene Bundesländer (Bild: Wichert)

Die mit Abstand wenigsten Taten gab es der Statistik zufolge im Saarland (unter 1.100). Etwa 4.200 Velos wurden in Thüringen entwendet. Werte zwischen gut 5.400 und knapp 7.200 werden für Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Bremen aufgelistet.

In allen Bundesländern bis auf Bremen (plus fast ein Drittel), Bayern (plus 1,5 Prozent) und Brandenburg (plus 1,4 Prozent) ist die Zahl der Zweiraddiebstähle im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Das größte Minus gab es in Baden-Württemberg mit über einem Zehntel.

Weniger betroffene Bundesländer (Bild: Wichert)

In Bremen die meisten Delikte pro 100.000 Einwohner

In Relation zur Einwohnerzahl geschahen in Bremen die meisten Fahrraddiebstähle (über 1.050 Taten pro 100.000 Einwohner). Dahinter folgen laut der aktuellen PKS Berlin und Hamburg mit Klauraten von knapp 840 beziehungsweise fast 750.

Etwas über dem Bundesdurchschnitt liegt Nordrhein-Westfalen, knapp darunter Mecklenburg-Vorpommern. Die niedrigsten Diebstahlraten weist das Saarland mit deutlich unter 110 Delikten pro 100.000 Einwohner auf. Klauraten unter 200 werden zudem für Rheinland-Pfalz und Thüringen ausgeworfen.

Pro Einwohner (Bild: Wichert)

Im Saarland die wenigsten Taten pro 1.000 Haushalte

Setzt man die Zahl der gestohlenen Drahtesel in Relation zur Zahl der Haushalte, zeigt sich ein leicht abweichendes Bild. An achter Stelle liegt NRW vor Niedersachsen und an zwölfter Stelle Baden-Württemberg vor Bayern – jeweils in umgekehrter Reihenfolge wie im Verhältnis zur Einwohnerzahl.

Die größte Klauwahrscheinlichkeit besteht ebenfalls in Berlin mit beinahe 20 Taten pro tausend Haushalte. Im Bundesschnitt sind es knapp über sieben Fahrraddiebstähle pro tausend Haushalte. Der niedrigste Wert errechnet sich mit knapp über zwei ebenfalls für das Saarland.

Pro Haushalte (Bild: Wichert)

Hinsichtlich der Aufklärungsquote gab es große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. So wurde im Saarland fast jedes sechste Delikt aufgeklärt. In Berlin und Bremen war es hingegen nur etwa jeder 25. Diebstahl – und in Hamburg nur rund jeder 33. Diebstahl.

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Beitragsrückerstattung · Diebstahl
 
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