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Wie Corona die Ängste der Bürger verändert

13.10.2020 – Die Pandemie hat das Bewusstsein für Gefahren verändert: Die Deutschen sind sensibler, was Krankheiten angeht, ohne allerdings in Panik zu verfallen. Auf der anderen Seite sind die Verbraucher offener für technologische Änderungen, wie der Risiko-Report der Ergo zeigt.

Die Coronakrise hat die Risikowahrnehmung der Deutschen verändert: Die größte Angst haben die Bürger hierzulande nach wie vor einer schweren Krankheit. Auf dem zweiten Platz folgt die Befürchtung, Opfer eines gefährlichen Virus zu werden.

Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle „Risiko-Report 2020 Extra“ der Ergo Group AG. Für die Auswertung befragten die Marktforscher der Heute und Morgen GmbH Mitte September 1.000 Erwachsene, welche Sorgen sie beschäftigen und welche Chancen sie trotz der Pandemie sehen.

Angst vor Viruserkrankungen nimmt zu

Die größte Angst haben die Bürger hierzulande vor einer schweren Erkrankung. Laut der Untersuchung hat sich diese Furcht 2020 mit 40 Prozent der Befragten noch mal verstärkt (2019: 35 Prozent). Im Covid-19-Jahr hat sich die Sorge, Opfer eines Virus zu werden verdoppelt: Das fürchten aktuell 30 Prozent der Teilnehmer; im Vorjahr waren es 16 Prozent.

Eine Studie der R+V Versicherungen zu den „Ängsten der Deutschen“ zeigte aber, dass die Erwachsenen keineswegs panisch auf die Ausnahmesituation reagieren. Zwar habe die Pandemie die Rangfolge der Langzeitstudie durcheinandergewirbelt, dies betreffe aber wirtschaftliche Probleme (VersicherungsJournal 11.9.2020).

Die Angst vor einer Infektion ist gegenüber einer R+V-Sonderumfrage im Frühjahr um neun Prozentpunkte auf 32 Prozent gesunken (8.4.2020). Pandemien sind in diversen Studien aus der Zeit vor Corona nicht als große Bedrohung angesehen worden, so eine Analyse des Großmaklers Funk International Austria GmbH (5.6.2020).

Zweite Corona-Welle befürchtet

Seit 2018 erstellt Ergo den jährlichen Risikoreport. Erstmals fragte der Konzern für seine Sonderausgabe nach Chancen und Risiken in der Coronakrise. Als Risiko sehen die Befragten einen erneuten Anstieg der Covid-19-Fallzahlen. Sechs von zehn Deutschen sorgen sich vor einer weiteren Welle in 2021 (60 Prozent).

Mit Blick auf die Pandemie ist für knapp jeden vierten Bürger das Risiko der eigenen Erkrankung an Corona die größte Angst (23 Prozent). 41 Prozent der Befragten meinen, dass sie selbst zu einer Risikogruppe gehören. Daher verwundert es kaum, dass „medizinischer Fortschritt“ auch 2020 der größte Hoffnungsträger der Deutschen für die Zukunft bleibt (50 Prozent, 2019: 48 Prozent).

Ergo Risikoreport 2020 (Bild: Ergo Group)
Ergo Risikoreport 2020 (Bild: Ergo Group)

Die Axa Konzern AG hat im Rahmen einer Studie die Auswirkungen der Coronakrise auf das Wohlbefinden und die Psyche der deutschen Bevölkerung untersucht. Die wichtigsten Ergebnisse: Psychische Belastungen nehmen messbar zu. Die jüngere Generation beschäftigt sich seit Corona vermehrt mit der eigenen Gesundheit (7.10.2020).

Digitaler Abschluss rückt mehr in den Alltag

Laut Risiko-Report der Ergo ist die Freizeitgestaltung derzeit eher eine Vermeidungsstrategie: 79 Prozent der Befragten meiden aktuelle Kulturveranstaltungen wie Kino (75 Prozent). Urlaubsreisen sind für 68 Prozent kein Thema.

Allerdings hat die Pandemie auch Auswirkungen auf die Offenheit der Verbraucher gegenüber neuen Technologien. Als überraschendes Ergebnis bezeichnet der Konzern, dass sechs von zehn Befragten sich am Telefon für einen Sprachassistenten statt einem menschlichen Ansprechpartner entscheiden würden.

58 Prozent der Befragten findet zudem den digitalen Abschluss von Versicherungen wichtig. Für jeden vierten (24 Prozent) ist das mittlerweile sogar ein Muss.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Coronavirus · Gesundheitsreform · Marketing · Marktforschung
 
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