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Welchen Einfluss Homeoffice auf die Gesundheit hat

27.4.2021 – Nach über 14 Monaten berichten Arbeitnehmer von negativen Einflüssen durch das Arbeiten zuhause. Sie kritisieren auch die mangelhafte Unterstützung durch die Arbeitgeber, wie eine Umfrage des Versicherungs-Vermittlers Clark zeigt.

Verordnete Heimarbeit ist heutzutage ein zweischneidiges Schwert. Einerseits schützt es die Beschäftigten von einer Infektion mit Covid-19. Auf der anderen Seite geht die Arbeitssituation in den eigenen vier Wänden vielen Arbeitnehmers aufs Gemüt und hat Einfluss auf ihren Gesundheitszustand.

Das zeigt eine aktuelle Online-Umfrage der Yougov GmbH im Auftrag des Versicherungsmaklers Clark Germany GmbH unter 1.005 Personen ab 18 Jahren vom 31. März bis zum 5. April.

Heimarbeit wird Pflicht

Seit der vergangenen Woche sind die Regelungen zu Homeoffice und Prävention in den Unternehmen in das Infektionsschutzgesetz übernommen worden. Arbeitgeber sind vorerst bis zum 30. Juni verpflichtet, Beschäftigten das Arbeiten in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen beziehungsweise Homeoffice zu forcieren (VersicherungsJournal 26.4.2021, 15.4.2021).

Die Maßnahme dient dem Infektionsschutz und soll Kontakte auf dem Arbeitsweg und im Betrieb reduzieren. Die Umfrage des Vermittlers zeigt aber, dass in der Coronakrise nur 17 Prozent der Arbeitnehmer die Wahl hatten, ins Homeoffice zu wechseln. Vor der Pandemie war diese Form bei sieben Prozent der Arbeitnehmer möglich.

In der Versicherungswirtschaft beträgt die Quote der Mitarbeit, die zuhause arbeiten, laut Arbeitgeberverband der Versicherungs-Unternehmen in Deutschland e.V. (AGV) 90 Prozent (15.1.2021).

Frauen kommen mit den Vorgaben besser klar

Nach Angaben der von Clark Befragten hatte die Arbeitssituation in den eigenen vier Wänden negative Auswirkungen. 14 Prozent sagten, dass sich ihre Gesundheit verschlechtert habe. Ebenfalls 14 Prozent gaben aber an, dass sich ihr Zustand verbessert habe.

Frauen scheinen mit den Umständen besser zurecht zu kommen. 20 Prozent der weiblichen Mitarbeiter konnten sich mit den Gegebenheiten besser arrangieren, während das nur auf acht Prozent der Männer zutraf.

Das Wohlbefinden ihrer Belegschaft scheinen die Arbeitgeber noch nicht auf dem Schirm zu haben. Nur zwei Prozent der Befragten erhielten für den heimischen Arbeitsplatz Homeoffice eine betriebliche Gesundheitsschulung. Und nur vier Prozent bekamen einen Zuschuss für die Ausstattung des eigenen Büros.

Vor der mittlerweile bundesweiten Pflicht für Unternehmen zur Bereitstellung von Corona-Schnelltests hatten Anfang April mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Mitarbeiter keine Möglichkeit, sich kostenlos und regelmäßig testen zu lassen.

Stresslevel steigt

Arbeiten in der Coronakrise setzt Beschäftigte zunehmend unter Druck, die Loyalität zum Unternehmen sinkt, wie auch eine Umfrage von Gallup Deutschland zeigte.

In der Versicherungswirtschaft sind die Mitarbeiter zwar gestresst, sie schätzen aber das Krisenmanagement ihrer Chefs, wie Aussagen der Arbeitnehmervertreter als auch der Arbeitgeber bestätigen (22.3.2021). Mehr finanzielle Unterstützung für die Ausstattung des heimischen Arbeitsplatzes forderte die Neue Assekuranz Gewerkschaft e.V. (NAG) (18.12.2020).

Bereits zum Jahresende zeigten sich bei Arbeitsnehmern erste Stress-Erscheinungen durch Homeoffice: Sie reichen von mehr Speck auf den Hüften bis zu psychischen Belastungen und Zukunftsängsten (18.12.2021).

 
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