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Was den Jungen bei der Altersvorsorge wichtig ist

15.4.2021 – Für die Generationen Y und Z gewinnen finanzielle Polster an Bedeutung. Sie sorgen sich um ihre Absicherung im Alter und fühlen sich schlecht informiert. Nachhaltigkeit in der Finanzanlage hat für sie einen hohen Stellenwert. Frauen ist ökologische und soziale Verantwortung besonders wichtig, bei Männern steht auch die Rendite im Fokus. Über alle Altersgruppen hinweg sind die Menschen in den Stadtstaaten und im Süden Deutschlands besonders offen für grüne Investments.

Die Einstellung junger Menschen zu den Themen Finanzen und Vorsorge hat sich in den letzten Wochen und Monaten geändert – nicht zuletzt aufgrund der Coronakrise. Das zeigen mehrere Studien.

Heute ist es jedem Dritten der unter 30-Jährigen wichtig, Geld zu besitzen. Vor der Pandemie war es nur jeder Vierte, der Freude an einem finanziellen Polster hat. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Kantar Public im Auftrag der Postbank – eine Niederlassung der Deutschen Bank AG (VersicherungsJournal 3.3.2021).

Eine Studie der GfK SE für die Generali Deutschland AG hat ergeben, dass sich aktuell zwei von drei jungen Menschen im Alter von 18 bis 32 Jahren um ihre finanzielle Situation im Alter sorgen. Besonders junge Frauen fürchten, dass die gesetzliche Rente nicht ausreichen wird (69,3 Prozent). Sie fühlen sich im Vergleich zu Männern (44,3 Prozent) schlechter informiert (68,2 Prozent).

Nachhaltigkeit hat einen hohen Stellenwert

Wenn sich jüngere Verbraucher für eine langfristige Geldanlagen entscheiden, dann favorisieren sie zunehmend grüne Investments. Zu diesem Schluss kommt eine kürzlich veröffentlichte Studie der Yougov Deutschland GmbH im Auftrag der Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland. Dafür wurden im November 5.069 Personen befragt.

Demnach spielt für 45 Prozent der Generationen Y und Z Nachhaltigkeit in der Finanzanlage eine wichtige Rolle. Bei den älteren Jahrgängen der Babyboomer und der Generation X liegt der Wert bei lediglich 36 Prozent.

Bild: Swiss Life Deutschland
Bild: Swiss Life Deutschland

44 Prozent der Befragten unter 39 Jahren können sich grundsätzlich vorstellen, grüne Investments abzuschließen. In den Jahrgängen bis 1979 haben lediglich 34 Prozent ein Interesse daran. Gegenwärtig verfügen allerdings erst 15 Prozent der jüngeren Studienteilnehmer über entsprechende Finanzanlagen, acht Prozent sind es bei den älteren.

Die persönliche Beratung leistet einen wichtigen Beitrag für eine bedarfsgerechte Vorsorgeplanung.

Jörg Arnold, Swiss Life Deutschland

„Die Nachfrage nach nachhaltigen Vorsorgelösungen dürfte in den nächsten Jahren deutlich steigen. Vor allem junge Menschen möchten einen aktiven Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, so auch bei ihren Finanzen. Die persönliche Beratung leistet dafür einen wichtigen Beitrag für eine bedarfsgerechte Vorsorgeplanung“, wird Jörg Arnold, CEO von Swiss Life Deutschland, in einer Pressemeldung zitiert.

Frauen und Männern haben unterschiedliche Beweggründe

Laut der Studie haben 47 Prozent der weiblichen Befragten unter 39 Jahren, die noch keine grüne Geldanlage besitzen, ein Interesse an einem solchen Investment. 38 Prozent von ihnen möchten bewusst in Unternehmen investieren, die sich um Umwelt- oder Klimaschutz bemühen. Für 34 Prozent ist die soziale Verantwortung und für 15 Prozent eine höhere Rendite entscheidend.

Von den 40 Prozent der männlichen Befragten unter 39 Jahren, die sich für nachhaltige Finanzanlagen interessieren, ist für 26 Prozent die soziale Verantwortung von Unternehmen und für 36 Prozent der Schutz der Umwelt von Relevanz. 21 Prozent geben an, dass auch höhere Renditen ein Argument sind.

Damit zeigen sich bei den Beweggründen geschlechtsspezifische Unterschiede. Mehrheitlich einig sind sich die jungen Studienteilnehmer darin, dass sie aktiv zu den Möglichkeiten nachhaltiger Investments informiert und beraten werden möchten. Dies geben 60 Prozent an.

Großes Interesse in den Stadtstaaten und im Süden Deutschlands

Beim Blick auf die Deutschlandkarte zeigt sich, dass über alle Altersgruppen hinweg vor allem die Menschen in den südlichen Bundesländern und in den drei Stadtstaaten offen für dieses Thema sind. 57 Prozent der Hamburger finden Nachhaltigkeit wichtig oder besitzen eine grüne Anlage. Es folgen Baden-Württemberg (54 Prozent), Bremen (55 Prozent) und Berlin (50 Prozent).

Gleichgültiger zeigen sich die Menschen in den östlichen Bundesländern, besonders in Mecklenburg-Vorpommern. Hier sehen 53 Prozent keinen Bedarf.

Begriffsdefinitionen

Zur Definition der Begriffe „nachhaltige Finanzanlage“ und „grün“ schreibt Swiss Life Deutschland in einer Pressemitteilung:

„Als ‚Nachhaltige Finanzanlagen‘ werden Geldanlagen verstanden, die einen oder mehrere der folgenden Bereiche beachten: Ökologische Aspekte (wie Umwelt- und Klimaschutz), soziale Aspekte (wie faire Löhne und Arbeitsplatzbedingungen) oder eine nachhaltige Unternehmensführung (wie Transparenz und Anti-Korruptionsregeln).

Diese Prinzipien können auf das Bank- oder Finanzinstitut selbst bezogen sein, insbesondere aber auf Unternehmen und Staaten, in denen Einlagen aus nachhaltigen Geldanlagen investiert werden. Das Wort ‚grün‘ wird in dieser Mitteilung als Synonym für ‚nachhaltig‘ verwendet.“

Schlagwörter zu diesem Artikel
Altersvorsorge · Beitragsrückerstattung · Coronavirus · Marktforschung · Nachhaltigkeit · Rente · Zielgruppe
 
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