WERBUNG

Von diesen Risiken fühlen sich Unternehmen am meisten bedroht

15.1.2020 – Betriebsunterbrechungen sind in Deutschland aus Unternehmenssicht betrachtet die am meisten gefürchteten Risiken. Dahinter folgen laut dem aktuellen „Allianz Risk Barometer 2020“ Cybervorfälle. Global betrachtet liegen die Cyberrisiken an der Spitze.

WERBUNG

Bereits zum neunten Mal hat die Allianz Global Corporate & Specialty SE (AGCS) untersucht, welches die größten Risiken aus Unternehmenssicht sind.

Grundlage für das „Allianz Risk Barometer 2020“ sind die Antworten von 2.718 Risikomanagern von Firmenkunden und Maklern sowie aus dem Unternehmens-Versicherungssegment der Allianz. Diese stammen aus insgesamt 102 Ländern, 232 davon aus Deutschland. Dabei konnten bis zu drei Gefahren benannt werden. Die Befragung wurde Ende 2019 durchgeführt.

Einige gravierende Veränderungen in der Risikowahrnehmung

Die Gefahrenrangliste in Deutschland ist aktuell wieder gehörig durcheinandergerüttelt worden. So ging es für das Risiko „Marktentwicklungen“ (wie Volatilität, verstärkter Wettbewerb oder stagnierende Märkte) vom achten auf den fünften Platz nach oben.

Zum Vergleich: Vor drei Jahren war der Anteil im Risikobarometer in etwa doppelt so groß (VersicherungsJournal 12.1.2017). Vor vier Jahren hatte diese Bedrohung sogar noch an der Spitze gelegen (VersicherungsJournal 14.1.2016).

Von sechs auf vier aufwärts rutschte das Feuerrisiko. Jeweils zwei nach unten ging es für Naturkatastrophen (auf sechs) und für den Gefährdungsbereich „neue Technologien“ (auf sieben). Zu Letzterem zählen etwa die Auswirkung der Vernetzung von Maschinen, Nanotechnologie, künstliche Intelligenz, 3-D-Druck, autonome Fahrzeuge und Blockchain.

Die gefürchtetsten Unternehmensrisiken in Deutschland

Keine Rangverschiebungen gab es auf den ersten Positionen. Am dritthäufigsten nannten die Umfrageteilnehmer erneut das Risiko „rechtliche Veränderungen“. Dies dürfte auf die ausgedehnten Brexit-Verhandlungen und den von US-Präsident Donald Trump initiierten, multilateralen Handelskrieg zurückzuführen sein.

Der Anteil an den Nennungen ging zwar um vier Prozentpunkte zurück, liegt aber immer noch über der Marke von 30 Prozent. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren war es nicht einmal ein Viertel (17.1.2018).

Wiederum an zweiter Stelle finden sich Cybervorfälle (wie Cyberkriminalität, Systemausfall oder Verletzung der Datenschutzrechte) wieder, für die unverändert 44 Prozent votierten. Dieser Gefahrenbereich hatte vor sechs Jahren erstmals Einzug in die Top Ten gehalten (15.1.2014) und vor drei Jahren sogar Platz eins in der Rangliste deutscher Unternehmen eingenommen.

Größtes Geschäftsrisiko hierzulande sind zum dritten Mal in Folge Betriebsunterbrechungen. Der Anteil fiel mit 54 Prozent deutlich höher aus als im Vorjahr (15.1.2019).

Geschäftsrisiken in Deutschland (Bild: Wichert)

Cyberrisiken führen globale Risikorangliste an

In der weltweiten Gefahrenhitparade verloren Betriebsunterbrechungen (unverändert 37 Prozent der Antworten) nach vielen Jahren ihren Spitzenplatz. Dort finden sich nach einer leichten Steigerung auf 39 Prozent aktuell erstmals die Cybervorfälle wieder.

Dieser Gefährdungsbereich steht in Belgien, Frankreich, Indien, Südafrika, Südkorea, Österreich, Schweden, der Schweiz, Spanien, Großbritannien und in den USA an der Spitze der gefürchtetsten Geschäftsrisiken.

Immer größer und teurer

Laut AGCS sehen sich Unternehmen weltweit mit immer größeren und teureren Datenskandalen, einer Zunahme von Cybererpressung- und Spoofing-Vorfällen konfrontiert. Gleiches gelte auch für höhere Bußgelder aufgrund strengerer Datenschutzbestimmungen und Schadenersatzklagen. Im Schnitt koste ein schwerer Datendiebstahl (mit mehr als einer Million Datensätzen) heute etwa 38 Millionen Euro.

Vor fünf Jahren ging es um einige zehntausend Euro, heute fordern Hacker immer öfter Millionenbeträge.

Jens Krickhahn, Practice Leader Cyber, AGCS Zentral- und Osteuropa

„Cybervorfälle verursachen immer größere Schäden. Ransomware-Angriffe richten sich zunehmend gegen große Unternehmen und die Forderungen bei Erpressungen steigen. Vor fünf Jahren ging es um einige zehntausend Euro, heute fordern Hacker immer öfter Millionenbeträge“, erläutert Jens Krickhahn, Practice Leader Cyber, AGCS Zentral- und Osteuropa.

Weitere exponierte Geschäftsrisiken

Auf den Plätzen drei bis sechs folgen in der weltweiten Betrachtung mit zwischen 28 und 20 Prozent das Risiko aufgrund von rechtlichen Veränderungen, Naturkatastrophen, Sorgen um die Marktentwicklung sowie die Feuergefährdung. Dabei tauschten die beiden erstgenannten Gefahren die Plätze.

Geschäftsrisiken weltweit (Bild: Wichert)

Weitere Informationen zum aktuellen und vorherigen Allianz Risk Barometer stehen auf dieser Internetseite zum Downloaden bereit.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Beitragsrückerstattung · Blockchain · Brexit · Cyberversicherung · Datenschutz · Marktforschung · Schadenersatz · Unwetter
 
WERBUNG
WERBUNG
Inserieren im Anzeigenmarkt

Das VersicherungsJournal ist eines der meistgelesenen Medien in der Branche, siehe Abrufzahlen.

So finden Sie zielsicher Ihre neuen Mitarbeiter, Arbeitgeber oder Geschäftspartner. Nutzen Sie die schnelle und direkte Zielgruppenansprache zu günstigen Konditionen. Gesuche werden kostenlos veröffentlicht.

Erteilen Sie hier Ihren Anzeigenauftrag für Angebote und Verschiedenes oder Gesuche, oder lassen sich persönlich beraten!

Beachten Sie auch die Seite Aktuelles für Stellenanbieter.

VersicherungsJournal in Social Media

Besuchen Sie das VersicherungsJournal auch in den sozialen Medien:

  • Facebook – Ausgewähltes für den Vertrieb
  • Twitter – alle Nachrichten von VersicherungsJournal.de
  • Xing – über den Verlag
  • Xing News – Ausgewähltes zu Karriere und Unternehmen
WERBUNG
Wie gehen Sie mit dem zunehmenden Effizienzdruck um?

Die neue BVK-Studie deckt die Erfolgsfaktoren des Versicherungsvertriebs auf und zeigt Ihnen, wie auch Sie Ihren Betrieb effizienter gestalten und sich für die Zukunft wappnen können.

Mehr Informationen erhalten Sie unter diesem Link...

Ihr Wissen und Ihre Meinung sind gefragt

Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.

Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu. Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.de.

Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.de.

WERBUNG
Einmaleins des Wettbewerbsrechts

WettbewerbsrechtEs gibt viele rechtliche Fallstricke, über die ein Vermittler bei seinen Werbeaktionen stolpern kann. Ein Praktikerhandbuch zeigt, wie sie zu vermeiden sind.

Interessiert? Dann klicken Sie hier!

Diese Artikel könnten Sie noch interessieren
15.1.2019 – Die Risikowahrnehmung von Unternehmen wandelt sich laut einer aktuellen Allianz-Untersuchung rasant. Zwischen der Gefahreneinschätzung in Deutschland und global gibt es allerdings einige Unterschiede. (Bild: Wichert) mehr ...
 
20.2.2018 – Der Industrieversicherungs-Makler Marsh legt in seinem „Marktreport Deutschland 2018“ dar, in welchen Segmenten Kunden mit verknappten Kapazitäten und/oder Verteuerungen vorlieb nehmen müssen und wo der Markt weiterhin kundenfreundlich ist. (Bild: Marsh) mehr ...
 
17.1.2020 – 2020 wird nicht besser, eher das Gegenteil scheint der Fall zu sein – jedenfalls, wenn man die neuesten Einschätzungen im „Global Risks Report“ des Weltwirtschaftsforums liest. Darin werden die Eintritts-Wahrscheinlichkeit und die möglichen Folgen einer Reihe von Gefahren analysiert. (Bild: Pixabay CC0) mehr ...
 
17.9.2019 – Die Bedeutung von IT-Versicherungen steigt bei Gewerbekunden und ihren Dienstleistern. Allerdings ist die Unkenntnis über Leistungen und Deckung noch groß, wie eine Umfrage von Hiscox zeigt. (Bild: Hiscox) mehr ...
 
22.5.2019 – Die traditionell konservative Branche sieht sich unter Druck gesetzt, ihre eigene Rolle zu überdenken. In welche Richtung, wurde bei einem Symposium deutlich. Außerdem: Warum sich die Anbieter schwer tun, notwendige Beitragserhöhungen durchzusetzen. (Bild: Schmidt-Kasparek) mehr ...
 
14.2.2019 – Die Industrieversicherung fühlt sich von der Digitalisierung und politischen Unsicherheiten bedroht. Welche Lösungen hierzu vorgeschlagen werden, diskutierten Experten Anfang dieser Woche auf einer Fachtagung. (Bild: Schmidt-Kasparek) mehr ...
 
7.2.2019 – Die Anwaltskanzlei DLA Piper hat nach acht Monaten eine erste Bilanz über die Auswirkungen der Datenschutz-Grundverordnung gezogen. (Bild: Pixabay, CC0) mehr ...
 
25.1.2019 – Aon legte seine aktuelle Prognose für 2019 auf den Tisch. In welchen Sparten der Versicherungsmakler mit Wachstum rechnet, wo die Prämien steigen und welche Branchen bei den Versicherern harte Zeiten vor sich haben. (Bild: Aon) mehr ...
WERBUNG