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VKB strebt (unter anderem) mit „DaHome“ in die Zukunft

11.5.2018 – Der Konzern Versicherungskammer Bayern hat 2017 bei den Beitragseinnahmen prozentual stärker zugelegt als der Markt und zugleich den höchsten Jahresüberschuss seit seiner Gründung erzielt. Bei der Präsentation des Geschäftsberichtes wurden zugleich ausführlich die strategischen Maßnahmen erläutert, die solche Erfolge auch in der Zukunft sichern sollen.

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Auch 2017 hat sich der Konzern Versicherungskammer (VKB) „in allen Bereichen durchweg gut entwickelt“, stellt Dr. Frank Walthes bei der Präsentation der Jahresergebnisse fest. Dies bezog er ausdrücklich nicht nur auf die versicherungs-technischen Aspekte, sondern ebenso auf die gesamte Weiterentwicklung des Hauses mit Blick auf die Stichworte Digitalisierung, Innovation und Marke.

Hier „bewegen wir viel, sprechen aber nicht immer gleich über alles“, konnte er sich angesichts der vielen Ankündigungen zu den diversen Digitalisierungs-Aktivitäten in der Branche einen Seitenhieb auf manchen Konkurrenten nicht verkneifen.

Frank Walthes (Bild: Müller)
Frank Walthes (Bild: Müller)

In erster Linie geht es um „natürliches Wachstum“

Im Wesentlichen seien bei der VKB in diesem Zusammenhang vier Säulen definiert worden.

An erster Stelle nannte er dabei die Förderung des „natürlichen Wachstums“ des Konzerns. Damit signalisierte er wohl zugleich, dass große Schritte bei der schon lange diskutierten Konsolidierung der Landschaft der öffentlichen Versicherer weiterhin nicht in Sicht sind. Hier gehe es vor allem darum, die Kundenzufriedenheit durch die Weiterentwicklung der Mitarbeiter und mehr Automation zu steigern.

Unter den Punkten zwei und drei führte Walthes Investitionen in innovative und digitale Initiativen auf. Durch die soll – insbesondere auch durch strategische Partnerschaften mit Start-ups – das digitale Service-Angebot sowohl für die Kunden als auch die Vertriebspartner weiter ausgebaut werden.

Neue „Ökosysteme“ mit Nukleus in der Schaden- und Unfallversicherung

Säule vier sei „die Erweiterung des Geschäftsmodells durch die Schaffung von Ökosystemen“.

Ein Beispiel dafür sei das „Ökosystem Living“ des eigens dafür gegründeten konzerneigenen Start-ups „DaHome“. Dessen Nukleus komme zwar aus der klassischen Schaden- und Unfallversicherung, dort würden jedoch zudem Aspekte der Lebens-, Kranken- und Pflegeversicherung einbezogen werden, erklärte Walthes.

Ziel sei eine auch für Drittanbieter offene Plattform, um damit aktiv die Kundenschnittstelle rund um alle Themen mit Bezug auf Haus und Wohnung zu besetzen. Als – fußend auf der ehemaligen Monopolstellung – nach wie vor Marktführer in der Wohngebäudeversicherung in Bayern und der Pfalz weise die VKB gerade in diesem Bereich eine hohe Expertise auf, erinnerte Walthes.

Elementarschaden-Versicherung gewinnt weiter an Bedeutung

In diesem Zusammenhang wies er zugleich auf die Ankündigung der Bayerischen Staatsregierung hin, dass sie ab dem 1. Juli 2019 bei Elementarschäden keine staatlichen Soforthilfen mehr zur Verfügung stellen werde, wenn für die betroffenen Immobilien ein Angebot für einen Versicherungsschutz verfügbar war. Damit werde die Elementarschaden-Versicherung noch wichtiger als bisher.

In Bayern biete die VKB solch einen Schutz mittlerweile für 99,8 Prozent aller Gebäude an. Dank der Wirkung der gemeinschaftlichen Sensibilisierung für diese Thematik durch die Versicherungswirtschaft und die Länder in den vergangenen Jahren liege im Neugeschäft der VKB der Einschluss-Anteil von Elementar inzwischen schon bei rund 50 Prozent.

Im Berichtsjahr sorgten laut Walthes allerdings vergleichsweise viele Schäden durch Unwetter dafür, dass der Brutto-Schadenaufwand der Kompositversicherer der Gruppe insgesamt von 1,73 Milliarden auf 1,82 Milliarden Euro anstieg.

Unwetterschäden treiben 2017 den Schadenaufwand in die Höhe

Die Schaden-Kosten-Quote nahm netto von 94,9 auf 98,2 Prozent zu und der versicherungstechnische Verlust von 13,2 Millionen auf 18,4 Millionen Euro.

Im Konzern insgesamt sanken die Aufwendungen für Versicherungsfälle (netto) gegenüber dem Vorjahr dagegen leicht von 5,74 Milliarden auf 5,59 Milliarden Euro.

Das Brutto-Beitragsvolumen im gesamten Versicherungsgeschäft sowie im selbst abgeschlossenen Geschäft stieg laut Walthes mehr als geplant und stärker als im Marktdurchschnitt um vier Prozent auf 8,1 Milliarden Euro.

Beitragseinnahmen steigen bei konstanten Vertragsbeständen deutlich

Davon entfielen 2,7 Milliarden Euro auf die Schaden- und Unfallversicherung, was einem Zuwachs von 5,5 Prozent entsprach.

Die Lebensversicherung trug mit 3,0 Milliarden Euro etwas mehr als 2016 zu den gebuchten Bruttobeiträgen bei, und bei der Krankenversicherung wuchsen sie um 5,4 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro an.

Die Anzahl der Verträge im Versicherungsbestand blieb mit 11,7 Millionen in der Schaden- und Unfallversicherung im Vergleich zum Jahr davor unverändert. In der Lebensversicherung ging sie ganz leicht auf 2,2 Millionen zurück, und die Zahl der versicherten Personen in der Krankenversicherung nahm um 56.000 auf 3,1 Millionen zu.

Brutto-Abschlussaufwendungen sinken insgesamt leicht

Die Brutto-Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Konzern von 357,6 Millionen auf 398,6 Millionen Euro. Die Brutto-Abschlussaufwendungen verminderten sich insgesamt leicht von 744,7 Millionen auf 742,7 Millionen Euro.

Dabei nahmen letztere in der Lebensversicherung von 190,7 Millionen auf 195,3 Millionen Euro zu. In der Schaden- und Unfallversicherung gingen sie von 387,9 Millionen auf 381,8 Millionen Euro zurück und in der Krankenversicherung von 166,2 Millionen auf 165,6 Millionen Euro.

Rund drei Viertel des Neugeschäfts in der Lebensversicherung kam bei dem zur Sparkassen-Finanzgruppe gehörenden Versicherer 2017 über den Bankenvertrieb herein. In der Krankenversicherung steuerten die Sparkassen im Berichtsjahr einen Anteil von 20,7 Prozent bei und in der Schaden- und Unfallversicherung von 17,7 Prozent.

Jahresüberschuss erreicht Rekordwert

Das versicherungstechnische Ergebnis des Konzerns verbesserte sich von 177 Millionen auf 274,2 Millionen Euro. Das Kapitalanlageergebnis stieg von 1,6 Milliarden auf 1,9 Milliarden Euro an, wobei sich der Kapitalanlagenbestand um 5,4 Prozent auf 51,2 Milliarden Euro erhöhte.

Beim Jahresüberschuss konnte ein Plus von rund 32 Prozent auf 252,7 Millionen Euro erzielt werden. Er erreichte damit den höchsten Wert seit der Gründung des Konzerns, wie Walthes anmerkte.

Der vollständige Geschäftsbericht des VKB-Konzerns steht unter diesem Link (PDF-Datei) zum Download bereit.

 
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