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Städteranking: Wo Wohnen attraktiv ist und wo nicht mehr

24.11.2021 – Die Metropolen verlieren, das Umland und kleinere Städte gewinnen. Eine Analyse der Wirtschaftswoche und Immobilienscout24 legt ein aktuelles Ranking vor und bewertet auch das künftige Potenzial für alle 71 kreisfreien Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern.

Für Käufer oder Verkäufer von Immobilien ist die Bewertung der Lage wichtig. Sie zahlt auf den Preis oder die Kosten der jeweiligen Objekte ein. Wo die deutschen Städte im Hinblick auf Wirtschaftskraft, Standortqualität und Nachhaltigkeit stehen, ermittelte das aktuelle „Städteranking 2021“ für alle 71 kreisfreien Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern.

Die Untersuchung führte das Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. im Auftrag der Wirtschaftswoche und des Portals Immobilienscout24 der Immobilien Scout GmbH durch.

Pandemie: Attraktivität der Großstädte geht zurück

Die Coronakrise hat den Immobilienmarkt in Deutschland verändert. Die Anziehungskraft der Metropolen wie Berlin oder Hamburg lässt nach, die Nachfrage der Interessenten verlagerte sich eher ins Umland. Mittelgroße Städte wie Dortmund, Freiburg, Kiel oder Potsdam holten auf.

Im Zuge dieser Entwicklung haben von 2019 auf 2020 sogar Städte wie Düsseldorf, Köln, Stuttgart und Berlin Einwohner verloren, wie die Auswertung zeigt.

Städteranking mit drei Teilbereichen

Das Städteranking setzt sich aus drei Teilbereichen zusammen: Das Niveauranking orientiert sich an Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstruktur, Lebensqualität und Immobilienmarkt. Das Dynamikranking analysiert die Veränderung von 36 Indikatoren in einem Zeitraum von fünf Jahren. Der Nachhaltigkeitsindex umfasst Kriterien aus den Feldern Ökologie, Ökonomie und Soziales.

„In Zeiten von Lockdowns und Homeoffice haben ein Großteil der Metropolen zum ersten Mal seit langem Einwohner verloren. Die Menschen zieht es zunehmend ins Umland und in kleinere bis mittlere Großstädte, die vor allem mit ihren Grünflächen, einer hohen Lebensqualität und einer guten Infrastruktur überzeugen können“, lässt sich Ralf Weitz, Geschäftsführer von Immoscout24, zitieren.

Süden punktet bei Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstruktur, Lebensqualität

Die Nachfrage nach Wohnobjekten sei in mittelgroßen Städten und im Umland um 40 bis 80 Prozent gestiegen. Was Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstruktur, Lebensqualität (Niveauranking) angeht, verteidigte München zum neunten Mal den ersten Platz. Erlangen verdrängt Ingolstadt vom zweiten auf den dritten Rang. Stuttgart und Frankfurt am Main folgen auf den Rängen vier und fünf.

Karlsruhe, Trier, Jena, Krefeld, Bochum, Berlin, Dortmund und Hamburg rutschen im Niveauranking ab. „Hamburg und Berlin haben zwar einen sehr dynamischen Immobilienmarkt, weisen unter den 71 Großstädten jedoch die höchsten Raten an Straftaten auf“, heißt es in der Auswertung.

Am meisten Entwicklungspotenzial bescheinigt die Analyse Berlin auf Platz eins. Dortmund, Freiburg, Kiel und Potsdam schaffen es erstmals unter die Top-Zehn. Die vier Aufsteiger punkten vor allem mit einer starken Wirtschaft, der hohen Lebensqualität und dem starken Immobilienmarkt, so die Autoren. München rutscht, was die Dynamik angeht, neun Ränge auf Platz zehn ab.

Großstadtvergleich (Bild: Immoscout24)
(Bild: Immoscout24)

Die nachhaltigsten Städte

Mit Wolfsburg auf Rang eins, Ingolstadt auf Platz drei und Stuttgart auf Rang sieben landen wieder drei Autostädte unter den ersten Zehn der nachhaltigsten Großstädte Deutschlands – nach ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Kriterien. Das Ruhrgebiet bildet mit Gelsenkirchen, Duisburg, Herne und Oberhausen das Schlusslicht.

München schaffte es als einzige Metropole neben Stuttgart mit Rang 13 in die Top-15 der nachhaltigsten Großstädte. Hamburg auf Rang 37, Frankfurt am Main (40), Köln (53) und Berlin (63) besetzen die Plätze im unteren Mittelfeld.

Corona: Ballungsräume verlieren

Die Trends und Entwicklungen, die das aktuelle „Städteranking 2021“ aufzeigt, stellen auch andere Analysten fest. Durch den knappen Wohnraum in den Städten, die hohen Preise sowie den Trend zum Homeoffice gehe der Zuzug in den Städten zurück und treibe die Menschen ins Umland, erklärten die Experten von UBS Global Wealth Management (VersicherungsJournal 14.10.2021).

Eine Entwicklung, die die UBS bereits im Vorjahr beobachtet hat (12.10.2020). Auch andere Auswertungen wie der Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamtes (Destatis) weisen in diese Richtung (27.9.2021).

Schlagwörter zu diesem Artikel
Coronavirus · Immobilie · Nachhaltigkeit · Ranking
 
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