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Sozialpartnermodelle in der Warteschleife

22.6.2022 – Beim Kongress des Erbacher Kreises am Dienstag hat sich Staatssekretär Dr. Rolf Schmachtenberg vom BMAS ernüchtert gezeigt. Gleichzeitig setzt er weiter auf den Erfolg der „Nahles-Rente“.

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Die im Eberbacher Kreis zusammengeschlossen Fachanwälte für die betriebliche Altersversorgung (bAV) hatten 2017 die Bundesregierung bei der Formulierung des Betriebsrenten-Stärkungsgesetzes (BRSG) (VersicherungsJournal 7.7.2017, 2.6.2017) maßgeblich beraten. Am Dienstag hatten sie zu einer Zwischenbilanz in Berlin unter dem Thema „Leinen los, Sozialpartnermodelle!“ eingeladen.

Marco Arteaga (links) und Rolf Schmachtenberg (Bild: Brüss)
Marco Arteaga (links) und Rolf Schmachtenberg (Bild: Brüss)

Hoffnungen auf baldigen Start der „Nahles-Rente“

Dass die auch als „Nahles-Rente“ bezeichnete Form der betrieblichen Altersversorgung aber eine schwierige Geburt wird, machte der Kongress deutlich. Auch die Einbeziehung von nicht tarifgebundenen kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) scheint noch in weiter Ferne.

Dr. Marco Arteaga, der Sprecher des Eberbacher Kreises, sagte, mit Hilfe der Sozialpartnermodelle könnte ein neues, effizientes Versorgungssystem geschaffen werden. In das könnten später auch nicht tarifgebundene kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) eingebunden werden, um als ergänzende Säule zur gesetzlichen Rentenversicherung zu dienen.

Der beamtete Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Dr. Rolf Schmachtenberg, hatte kürzlich von drei bevorstehenden Geburten gesprochen und Hoffnungen geweckt, dass das BRSG endlich Dynamik entwickelt (19.2.2021).

Das abgesenkte Rentenniveau wurde nicht ausgeglichen

Auf der Veranstaltung räumte er ein, dass nach 20 Jahren weder die betriebliche Altersversorgung noch die staatlich geförderte private Altersvorsorge es vermocht hätten, das von 53 auf 48 Prozent abgesenkte Rentenniveau auszugleichen.

Schmachtenberg setzt aber weiter auf den Erfolg des Sozialpartnermodells, wobei er einräumte, dass sich die erwarteten „drei Geburten“ verzögern würden. „Wir brauchen aber die Geburten; wir brauchen die Praxis“, sagte der Beamte, der für Minister Hubertus Heil (SPD) kurzfristig eingesprungen war.

Erst nachdem sich erste funktionierende Modelle etabliert hätten, könne man in einem weiteren Schritt an die Einbindung der KMU denken. Er hofft, dass es in fünf Jahren gelingen könnte, die Verbreitung der bAV auf 80 Prozent der Arbeitnehmer deutlich auszuweiten.

Lesetipp: Dossier „Aufbruch in die neue bAV-Welt
Dossier Ausbruch bAV (Bild: VersicherungsJournal )

Welchen Chancen und Hürden es für den Vertrieb in Sachen bAV gibt, wird in einem Dossier des VersicherungsJournals berichtet. Es stellt die erste Einigung zur Nahles-Rente vor und fasst zusammen, welche Konsortien sich bislang aufgestellt haben. Erklärt wird der aktuelle Stand zum Thema Arbeitgeberzuschuss und zur Doppelverbeitragung.

Des Weiteren wird ein Blick auf die Favoriten der Versicherungsvermittler unter den Anbietern betrieblicher Vorsorgelösungen geworfen. Zudem berichten bAV-Experten über die Herausforderungen durch die Digitalisierung und geben ihre Einschätzung zu den Perspektiven des Geschäfts ab.

Das vollständige 26-seitige Dossier „Aufbruch in die neue bAV-Welt – Wie Regulatorik, BRSG und Digitalisierung neue Perspektiven für die betriebliche Altersversorgung schaffen“ steht Premium-Abonnenten als PDF-Datei (1,28 MB) unter diesem Link zum Herunterladen kostenlos zur Verfügung.

Das gilt auch für jene, die jetzt erst das Abonnement abschließen. Nicht-Abonnenten können das Dossier als E-Paper im PDF-Format für 14,50 Euro einschließlich Mehrwertsteuer online bestellen.

 
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