Sechs Mal neue Ratings für Versicherer

24.5.2019 – Assekurata hat in den letzten Wochen ein Unternehmens-Folgerating, drei Bonitäts-Folgeratings und zwei Bonitäts-Erstratings veröffentlicht. Die Hannoversche erhielt erneut die Bestnote „exzellent“ (Unternehmen). Die Bonität der Alten Leipziger Leben und der Halleschen wurde erneut mit „stark“ bewertet. Jeweils ein „sehr stark“ bekamen erneut die Canada Life und erstmals die Ergo Vorsorge Leben. Die Debeka Leben erhielt im Bonitäts-Erstrating ein „stark“.

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Fünf Lebensversicherer und einen privaten Krankenversicherer hat die Assekurata Assekuranz Rating-Agentur GmbH erneut beziehungsweise erstmals ihrem Unternehmens- oder Bonitätsrating unterzogen.

Informationen zur Ratingmethodik

Das Unternehmensrating für Lebensversicherer setzt sich aus vier Einzelbereichen zusammen, die unterschiedlich gewichtet werden. Die Teilqualitäten Sicherheit, Erfolg und Kundenorientierung gehen mit einer Gewichtung von jeweils 30 Prozent in die Gesamtwertung ein, die Teilqualität Wachstum/ Attraktivität im Markt mit zehn Prozent.

Bei den Schaden-/ Unfallversicherern werden die gleichen Bereiche durchleuchtet. Allerdings gehen die Teilqualitäten Sicherheit und Kundenorientierung mit jeweils einem Drittel Gewichtung in die Gesamtnote ein. Zwei Neuntel entfallen auf den Erfolg, das verbleibende Neuntel auf die Teilqualität Wachstum/ Attraktivität im Markt.

Die privaten Krankenversicherer werden zusätzlich im Kriterium Beitragsstabilität unter die Lupe genommen, so dass dort insgesamt fünf unterschiedlich gewichtete Teilqualitäten in die Bewertung einfließen.

Für das Bonitätsrating werden verschiedene Daten aus den Bereichen Unternehmensstruktur und Strategie, Rechnungswesen und Controlling, Vertrieb und Produkte, Versicherungstechnik, Kapitalanlagen und Risikomanagement erhoben. Weitere Details zur Ratingmethodik und zum Ratingverfahren sind auf dieser Internetseite zu finden.

Hannoversche Leben erneut mit der Bestnote

Die Hannoversche Lebensversicherung AG erhielt in ihrem Unternehmens-Folgerating erneut in allen Teilbereichen mit „exzellent“ die bestmögliche Teilnote. Daraus ergibt sich, wie in den beiden Vorjahren (VersicherungsJournal 8.6.2017, 25.5.2018), als Gesamtnote die Höchstnote „A++“.

In Sachen Sicherheit hebt Assekurata insbesondere die sehr hohe Sicherheitsmittel-Ausstattung hervor, die maßgeblichen Einfluss auf das Urteil nehme. Zudem konnte das Unternehmen 2018 die Solvency-II-Kapitalanforderungen mit 488 Prozent deutlich übererfüllen – bei einem Marktschnitt von 234 Prozent. Dabei verzichtete das Unternehmen auf die Anwendung von Übergangsmaßnahmen und Volatilitätsanpassung.

Die „exzellente“ Bewertung des Teilbereichs Erfolg wird vor allem auf die positive Entwicklung des Rohüberschusses zurückgeführt. Dieser habe zu einer mehr als doppelt so hohen Umsatzrendite (20,4 Prozent) wie der Marktschnitt (9,6 Prozent) geführt. Herausgestellt wird ferner die im Marktvergleich sehr niedrige Kostenbelastung (1,2 Prozent zu 2,2 Prozent).

Die Höchstnote bezüglich der Kundenorientierung gab es wegen deutlich über dem Marktdurchschnitt liegenden Zufriedenheitswerten der Kunden in Sachen Service und Produkte sowie einer hohen Weiterempfehlungs-Bereitschaft. Weitere Details können im Ratingbericht der Hannoverschen Leben (PDF, 766 KB) nachgelesen werden.

Alte Leipziger Leben und Hallesche mit „starker“ Bonität

Bei der Halleschen Krankenversicherung a.G. und der Alten Leipziger Lebensversicherung a.G. bestätigte das Ratinghaus aus Köln in beiden Fällen die Note „A+“ („starke“ Bonität) mit jeweils stabilem Ausblick aus dem vergangenen Sommer.

Beide Gesellschaften übererfüllten die Solvency-II-Kapitalanforderung ohne Anwendung von Übergangsmaßnahmen und Volatilitätsanpassung (SCR-Quote der Alte Leipziger Leben: 302,4 Prozent). Die Hallesche tue dies mit 683,7 Prozent sogar „deutlich“, wird im Ratingbericht des Krankenversicherers (PDF, 789 KB) erläutert.

Hervorgehoben wird ferner das „hohe“ Risikobewusstsein der beiden Unternehmen, das sich vor allem in der „sehr konservativen“ Ausrichtung des Kapitalanlageportfolios widerspiegele, heißt es im Ratingbericht des Lebensversicherers (PDF, 796 KB).

Canada Life mit „sehr starker“ Bonität

Der Canada Life Assurance Europe plc, Niederlassung für Deutschland bescheinigt Assekurata im Bonitäts-Folgerating erneut eine „sehr starke“ Bonität („AA-“). Der Ausblick wurde von „stabil“ auf „positiv“ angehoben.

Dies wird im Ratingbericht (PDF, 779 KB) unter anderem auf die „überdurchschnittliche Wachstumsentwicklung der Canada Life in Verbindung mit einer geringen Stornoanfälligkeit des Geschäfts“ zurückgeführt. Dadurch habe das Unternehmen seine Marktposition „deutlich festigen und positive Skaleneffekte generieren“ können.

Die Analysten stellen sogar eine Anhebung des Ratings in den kommenden zwei Jahren in Aussicht. Hierzu sei unter anderem eine weiter überdurchschnittliche Wachstumslage mit steigenden Marktanteilen Voraussetzung. „Zudem sollte das neue Verwaltungssystem, welches mit hohen IT-Investitionen verbunden ist, erfolgreich implementiert werden.“

Ergo Vorsorge erhält „AA“ im Bonitäts-Erstrating

Ebenfalls mit „sehr stark“ („AA“) und einem „stabilen“ Ausblick bewerteten die Analysten die Bonität der Ergo Vorsorge Lebensversicherung AG, die sich erstmals hat untersuchen lassen. Die Gesellschaft ist seit der strategischen Neuausrichtung der Gruppe der Risikoträger für das Leben-Neugeschäft (VersicherungsJournal 2.6.2016).

Assekurata hält das Unternehmen „aufgrund des eindeutigen Geschäftsschwerpunkts im FLV-Bereich“ für „sehr profitabel aufgestellt“, wird im Ratingbericht (PDF, 802 KB) hervorgehoben. Das Niedrigzinsniveau habe lediglich geringe Auswirkungen auf die Ertragslage – und die Ertragsanforderung sei im Vergleich zu klassischen Lebensversicherungs-Beständen „äußerst gering“.

Nach Ansicht des Ratinghauses resultieren wesentliche Risiken aus einem hohen oder steigenden Storno von Verträgen. Dies würde sich dann unmittelbar auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Von der geplanten Verschmelzung mit der Ergo Direkt Lebensversicherung AG (VersicherungsJournal 28.3.2019) erwarten die Analysten „eine stärkere Diversifizierung“.

Debeka Leben mit „A“ im Bonitäts-Erstrating

Der Debeka Lebensversicherungs-Verein a.G. erhielt im Bonitäts-Erstrating mit „A“ eine „starke“ Bewertung. Die Koblenzer verfügten – auch dank der Einführung der Korridormethode zur Berechnung der Zinszusatzreserve (VersicherungsJournal 20.9.2018) – „insgesamt über eine angemessene Ertragslage“, heißt es im Ratingbericht (PDF, 780 KB).

Begründet wird dies mit dem stabilen Ergebnisbeitrag aus der Versicherungstechnik sowie sehr niedrigen Kostenquoten. Assekurata hält die Gesellschaft mit einer Netto-SCR-Quote von 324 Prozent für auskömmlich kapitalisiert.

Wie das Ratinghaus weiter mitteilte, verschiebt sich die Aktualisierung des Bonitätsratings der Signal Iduna Lebensversicherung a.G. Zum Hintergrund: Die Signal Iduna will künftig alle Assekurata-Ratings einheitlich im Juni veröffentlichen. Aus formalen Gründen hat das Bonitätsrating folglich am 23. Mai 2019 seine Gültigkeit verloren. Den Angaben zufolge läuft aber bereits der Folgeratingprozess.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Lebensversicherung · Marktanteil · Rating · Storno · Strategie · Zinszusatzreserve
 
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