Schufa lobt deutsche Verbraucher als vorbildlich

12.7.2018 – Im „Kredit Kompass 2018“ stellt der Informations-Dienstleister wieder seine Auswertungen vor: Die Zahlungsmoral der Verbraucher bleibt hoch, der Kreditbedarf stieg nur leicht an. Zusätzlich untersuchte Forsa für die Schufa den „Identitätsschutz im Internet“. Das Ergebnis: Die Mehrheit der Konsumenten schätzt die Gefahren im Netz durchaus realistisch ein.

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Trotz historisch günstiger Kreditzinsen bleiben die deutschen Verbraucher vernünftig: „Auch in der Tiefzinsphase haben die Konsumenten ihre Finanzen fest im Griff und verschulden sich mit Augenmaß“, sagte Michael Freytag, Vorstandschef der Schufa Holding AG, bei der Veröffentlichung des „Kredit Kompasses 2018“.

Die Untersuchung basiert auf Analysen von Schufa-Daten sowie auf einer zusätzlichen Befragung „Identitätsschutz im Internet“. Für diese hat im Auftrag der Schufa die Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH im Januar 2018 online 2.040 Verbraucher ab 18 Jahren repräsentativ befragt.

Nach Daten der Auskunftei stieg die Zahl der neu abgeschlossenen Verbraucherkredite 2017 gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Prozent auf erstmals mehr als acht Millionen. Im Schnitt waren es 10.272 Euro pro Kredit und damit 47 Euro mehr als im Jahr zuvor. 97,8 Prozent der Verbraucher zahlten ihre aufgenommenen Konsumentenkredite 2017 reibungslos zurück.

E-Commerce: online shoppen und per Rechnung zahlen

An der positiven Rückzahlungsquote der deutschen Kreditnehmer haben auch die Angebote des wachsenden Online-Handels nichts geändert. Wie intensiv das Internet inzwischen beispielsweise für Einkäufe und Banking genutzt wird, und wie die Nutzer mit Fragen der Sicherheit umgehen, ermittelte Forsa in einer exklusiven Studie für den „Kredit Kompass 2018“.

Das Ergebnis: Das Internet ist für Verbraucher in Deutschland ein fester Bestandteil des Alltags. 89 Prozent der Befragten nutzen das Netz demnach täglich für private Zwecke, die Mehrheit auch für Online-Shopping (80 Prozent) und Online-Banking (75 Prozent).

Bei den beliebtesten Bezahlverfahren liegt der Kauf auf Rechnung nach wie vor auf Platz eins: 71 Prozent der Online-Shopper lassen sich die Waren erst einmal nach Hause liefern, prüfen, wählen aus und zahlen dann erst per Rechnung. Darüber hinaus nutzen 66 Prozent Paypal, 49 Prozent zahlen per Kreditkarte und 41 Prozent per Lastschrift.

Kredit Kompass 2018 (Bild: Schufa)

Jeder Achte war bereits Opfer von Cyberkriminalität

Während das Internet auf der einen Seite schnelle Einkäufe oder Bankgeschäfte ermöglicht, bringt es auch Risiken mit sich: Persönliche Daten können gestohlen und zum Identitätsmissbrauch verwendet werden.

Rund ein Drittel der Befragten gibt an, dass sie jemanden in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis haben, der bereits Opfer von Identitätsmissbrauch wurde. Zwölf Prozent der Umfrage-Teilnehmer waren bereits selbst betroffen. Jemand hatte zum Beispiel in ihrem Namen eingekauft und ihre Konto- oder Kreditkartendaten angegeben.

81 Prozent der Geschädigten sagten, dass sie erheblichen Aufwand betreiben mussten, um die Angelegenheit zu klären. Zehn Prozent der Betroffenen berichtet dagegen, dass ihnen durch den Identitätsmissbrauch auch ein finanzieller Schaden entstanden sei.

Verbraucher kennen die Risiken im Netz

63 Prozent der Befragten fühlen sich gut über die Gefahren einer möglichen missbräuchlichen Nutzung ihrer Daten im Internet informiert.

Kredit Kompass 2018 (Bild: Schufa)

„Als Konsequenz trifft die große Mehrheit Schutzvorkehrungen“, berichtet Forsa-Geschäftsführer Professor Manfred Güllner. „Sie achten zum Beispiel bei E-Mails auf verdächtige Absender und Anhänge und öffnen dieses gegebenenfalls nicht. Auch das regelmäßige Überprüfen des Kontos auf verdächtige Bewegungen gehört dazu. 77 Prozent der Befragten geben an, sparsam mit den Informationen zu sein, die sie im Internet hinterlassen“, erläutert der Manager weiter.

Kredit Kompass 2018 (Bild: Schufa)

Datensicherheit: Jeder ist selbst verantwortlich

Beim Thema Datensicherheit meinen 43 Prozent der Befragten, dass jeder selbst für die Sicherheit seiner Daten verantwortlich sei.

Um hier auf der sicheren Seite zu stehen, würde die Mehrheit der Befragten (52 Prozent) auch Angebote von Unternehmen zum Schutz der persönlichen Daten nutzen, wie die Online-Umfrage zeigt.

Dennoch sehen 39 Prozent der Umfrageteilnehmer das Thema Datensicherheit in erster Linie bei den Unternehmen, die diese Daten speichern.

Zehn Prozent finden, dass die Datenschutzbehörden hier in der Pflicht stehen. Und vier Prozent meinen, dass die Internetprovider für die Datensicherheit zuständig seien.

Den „Schufa Kredit Kompass 2018“ sowie ein Archiv der vergangenen Ausgaben finden Interessenten auf dieser Schufa-Seite.

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