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Sach- und Kfz-Versicherung: Die teuersten Naturkatastrophen

9.10.2020 – Rund drei Milliarden Euro haben die deutschen Sach- und Kraftfahrtversicherer 2019 für versicherte Schäden durch Naturgewalten aufgewendet. Dies ist klar weniger als im Jahr zuvor und deutlich weniger als im langjährigen Schnitt. Dies ist dem aktuellen GDV-Naturgefahrenreport zu entnehmen.

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Die versicherten Schäden durch Naturgefahren beliefen sich im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen auf rund drei Milliarden Euro. Dies teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) am Donnerstag im Rahmen der Veröffentlichung des „Naturgefahrenreports 2020“ mit.

Die Publikation sowie ein ergänzender Serviceteil mit weiterem statistischen Material können auf dieser Webseite heruntergeladen werden.

Im Vergleich zum Vorjahr (VersicherungsJournal 10.10.2019) sanken die Kosten um etwa 300 Millionen Euro beziehungsweise circa ein Zehntel. Die aktuelle Belastung liegt nach Verbandsangaben fast ein Fünftel unter dem langjährigen Mittelwert von rund 3,7 Milliarden Euro. „Deutschland ist 2019 relativ glimpflich davongekommen“, so das GDV-Fazit.

2,1 Milliarden Euro versicherte Schäden in der Sachversicherung

Von der Gesamtsumme entfielen 2,1 (Vorjahr: 2,6) Milliarden Euro auf die Sachversicherung, wozu der GDV die Zweige Wohngebäude, Hausrat, Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft zählt. 1,14 (1,60) Millionen Sturm- und Hagelschäden kosteten die Versicherungswirtschaft dabei in etwa 1,8 (2,2) Milliarden Euro. Hinzu kamen 300 (600) Millionen Euro für 74.000 (111.000) erweiterte Elementarschäden.

Schäden 2019 (Bild: GDV)

Für die Kraftfahrzeug-Versicherer werden für 2019 in dem Report 900 (520) Millionen Euro an Schadenaufwand in der Voll- und Teilkaskoversicherung ausgewiesen. Davon entstanden Schäden in Höhe von neun (20) Millionen Euro durch 2.100 (4.300) Überschwemmungsschäden. Fast 900 (500) Millionen Euro an Kosten wurden durch 333.000 (215.000) Sturm- und Hagelschäden verursacht.

Frühere Jahre waren deutlich teurer

In der Vergangenheit gab es viele noch deutlich schlechtere Jahre für die deutschen Sach- und Kfz-Versicherer. So schlug vor allem das Jahr 2002 mit der Oder-Flut mit etwa elf Milliarden Euro (hochgerechnet auf Bestand und Preise 2019) deutlich teurer zu Buche.

Auch 2013 lag die Schadensumme mit rund 8,7 Milliarden Euro fast drei Mal so hoch. Das Jahr war schadenseitig vom Juni-Hochwasser (3.7.2013, 2.9.2013) sowie von mehreren schweren Hagelstürmen und Orkanen geprägt (13.10.2014).

Die teuersten Naturkatastrophen hierzulande seit 2002

Für die Rangliste der zehn verheerendsten Naturkatastrophen seit 2002 reichte es für keines der 2019 verzeichneten Ereignisse. So gab es im vergangenen März mehrere Sturmtiefs, die „nur“ versicherte Schäden im unteren beziehungsweise dreistelligen Millionenbereich nach sich zogen (12.3.2019). Etwa 650 Millionen Euro kosteten die Assekuranz die Pfingstunwetter (19.6.2019).

Am teuersten für die deutschen Sach- und Kraftfahrtversicherer war nach Verbandsangaben mit rund 4,5 Milliarden Euro an versicherten Schäden das August-Hochwasser im Jahr 2002. Dahinter folgen „Kyrill“ (25.1.2007, 9.2.2007, 16.2.2007) und die Hagelereignisse „Andreas“ und „Bernd“ im Jahr 2013 mit jeweils über drei Milliarden Euro.

Der Sturm „Friederike“, der Mitte Januar des Vorvorjahres einen Schadenaufwand im Milliardenbereich verursacht hat (19.1.2018, 24.1.2018), liegt weiterhin auf Position sieben in der Top Ten.

So verlief das Schadenjahr 2019 weltweit

Auch global gesehen hatte die Assekuranz 2019 nach zwei sehr teuren Jahren (7.2.2019, 19.12.2018, 11.4.2018) eine vergleichsweise niedrige Schadenlast zu stemmen.

Die versicherten Schäden lagen laut Swiss Re Institute (SRI) mit etwa 60 Milliarden Dollar (rund 53,5 Milliarden Euro zum Wechselkurs Ende 2019) um mehr als ein Drittel unter denen von 2018 und um ein Fünftel unter dem zehnjährigen Schnitt (9.4.2020).

Wie teuer wird 2020?

Das laufende Jahr bezeichnete GDV-Geschäftsleitungs-Mitglied Jörg Asmussen Anfang September als bis dahin „eher unterdurchschnittliches Schadenjahr“. Teuerstes Einzelereignis war das Sturmtief Sabine zwischen dem 9. und 11. Februar, das die Branche circa 675 Millionen Euro kostete (19.2.2020, 12.2.2020).

Nach Verbandsangaben waren Sturm, Hagel, Blitz und erweiterte Elementargefahren in den ersten sechs Monaten für fast 1,5 Milliarden Euro versicherte Schäden verantwortlich. Etwa vier Fünftel des Betrags entfiel auf Häuser, Hausrat sowie Gewerbe- und Industriebetriebe (1.9.2020).

Schlagwörter zu diesem Artikel
Elementarschaden · Kfz-Versicherung · Sachversicherung · Unwetter
 
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