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Riester-Fondssparplan-Anbieter steigt komplett aus Fonds aus

24.3.2020 – Die von der Fairr.de vermittelten staatlich geförderten Fondssparpläne sind nicht mehr in Fonds investiert. Das berichtet die Wirtschaftswoche. Nach Berechnungen des Munich Center for the Economics of Aging (MEA) werden die zu erwartenden sinkenden Löhne die Rentenversicherung erheblich belasten; davon wären die Beitragszahler stärker betroffen als die Rentner. Der medizinische Dienst der PKV entscheidet über Leistungsanträge neuerdings ohne vorherigen Hausbesuche, um das Ansteckungsrisiko zu reduzieren.

Die von der Fairr.de GmbH an die Privatbank Max Heinr. Sutor oHG vermittelten Riester-Fondssparpläne (VersicherungsJournal 31.7.2014) sind nach einem Bericht der Wirtschaftswoche nicht mehr in Fonds investiert. Die Kunden seien am vergangenen Freitag per E-Mail informiert worden, dass am 12. März alle Fondsanteile verkauft und in Cash umgeschichtet wurden.

Fairr.de reduziert das Risiko bei Riester-Fondssparplänen

Als Grund werde in dem Schreiben genannt, „dass in der derzeitigen Phase mit großen Marktschwankungen im Rahmen des aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Risikomanagements das Risiko minimiert wird“. Bislang waren nach Angaben der Wirtschaftswoche noch 20 Jahre vor Auszahlungsbeginn das Geld der Sparer zu 100 Prozent in Aktien investiert.

Schon vor Jahren hätten Verbraucherschützer Zweifel angemeldet, ob das feste Ablaufmanagement von Fairr auch in Krisenzeiten durchgehalten werden könne. Jetzt zitiert das Blatt einen der Kritiker, Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e.V.: „Das Risiko war absehbar und sein Eintritt nur eine Frage der Zeit. Es muss sich nun zeigen, ob die Sutor Bank für die Garantie in allen Depots geradestehen kann und wird.“

Der Abteilungsleiter Altersvorsorge, Banken, Kredite befürchtet zudem: „Wieder müssen viele Sparer damit rechnen, dass ihre Aktienfonds zu Crash-Kursen in Rentenfonds getauscht werden, und dass sie an einer späteren Erholung der Aktienmärkte nicht mehr teilhaben.“

Dem widerspricht in dem Bericht Alexander Kihm, Head of Pension Products bei Fairr: Sobald die Kalkulierbarkeit an den Märkten wiederhergestellt sei, Aktien weniger stark schwankten und die Zinsstruktur besser planbar sei, sollte „selbstverständlich ein Wiedereinstieg“ erfolgen.

Corona-Pandemie belastet die gesetzliche Rentenversicherung

Axel Börsch-Supan (Bild: Brüss)
Axel Börsch-Supan (Bild: Brüss)

„Durch die Corona-Pandemie werden die Beitragszahler stärker belastet, während das Sicherungsniveau für die Rentner steigen wird." Das schreibt das Munich Center for the Economics of Aging (MEA) am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik in dem MEA Discussion Paper 11-2020.

Die Autoren, Institutsdirektor Professor Axel Börsch-Supan und Dr. Johannes Rausch, rechnen damit, dass die Folgen „aufgrund der Rentenanpassungsformel mit ein bis zwei Jahren Verzögerung eintreten und stark asymmetrisch zugunsten der Rentenempfänger sein“ werden.

Die Beitragszahler würden stärker belastet, weil wegen der Rentengarantie der aktuelle Rentenwert nicht sinken darf. Das bedeute bei zu erwartenden, sinkenden Jahreslöhnen, dass das Sicherungsniveau der Renten 2021 deutlich ansteigen wird, und zwar umso mehr, je tiefer die Rezession ausfällt.

Zudem müsse der Bundeszuschuss für die gesetzliche Rentenversicherung erhöht werden. Die Forscher rechnen mit bis zu fünf Milliarden Euro im kommenden Jahr und bis zu 19 Milliarden Euro im Jahr 2025.

Gutachten der privaten Pflegeversicherung ohne Hausbesuche

Medicproof, den medizinischen Dienst der Privaten Krankenversicherung, führt vorerst keine Pflegebegutachtung im Wohnbereich der Antragsteller durch. Damit solle die Übertragungsgefahr durch das Coronavirus verringert werden, teilt der Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) mit.

Über eine mögliche Pflegebedürftigkeit werde durch digitale Begutachtungen entschieden. Fehlende Informationen würden telefonisch abgefragt und verstärkt auf Unterlagen wie etwa das Pflegeprotokoll von Medicproof oder eine vorhandene Pflegedokumentation zurückgegriffen.

Die Einzelheiten hat die Geschäftsführerin des medizinischen Dienstes, Dr. Franziska Kuhlmann, in einem Interview erläutert.

 
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